Autor: Nils Seebach

  • Technical debt erobert das Land

    Technical debt erobert das Land

    Wer hier länger mitliest, wird bereits folgendes von mir wissen: Ich finde, in Vorstandsetagen und Finanzabteilungen weiß man entschieden zu wenig über die konkrete bilanztechnische Ausgestaltung der digitalen Welt. Zudem neige ich gelegentlich zur Schwarzseherei – beziehungsweise ich wende einfach einen (vielen zu) sehr realistischen Blick auf Unternehmen und Märkte an. Und ich mag es hin und wieder gerne mal etwas literarisch.

    Und wem das alles gefällt, der wird heute nicht enttäuscht!

    Zunächst mal der literarische Vergleich. Kennt ihr eigentlich „Käsebier erobert den Kurfürstendamm“? Es ist ein sträflich vernachlässigtes Werk der deutschen Zwischenkriegsliteratur, das leider vor den Döblins, Falladas und Manns der Weimarer Jahre in die zweite Reihe geraten ist. Die Autorin Gabriele Tergit schildert auf eine für unser Medienzeitalter durchaus relevante Art und Weise den künstlich von der Publizistik herbeigeschriebenen Aufstiegs und den darauffolgenden rasanten Falls eines höchstens mittelmäßig talentierten Berliner Volkssängers – Georg Käsebier – in Zeiten der Weltwirtschaftskrise. Mit von der Partie – und ebenfalls äußerst relevant für heute – Immobilienhaie und Spekulanten, die das Planungsrecht missbrauchen und den finanziellen Druck nach unten an ihre Subunternehmer durchreichen (aber das ist ein anderes Thema).

    Eine Szene aus dieser unterhaltsamen Lektüre ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Eine alte Witwe muss aus ihrer viel zu großen Wohnung ausziehen, in der sie bislang notgedrungen Zimmer untervermietet hatte, weil ihr bereits durch die Hyperinflation der 20er entwertetes Vermögen nun in der Krise der frühen 30er Jahre endgültig verschwunden ist. Sie tröstet sich aber damit, dass die wuchtigen Möbel, die sie sich in der Glanzzeit der belle époque angeschafft hat, immerhin noch etwas wert sein werden. Bis ihr beim Auszug klar wird: Alle sind jetzt nur noch scharf auf Bauhaus! Die schweren Holzbuffets (mit einigen Kratzern) und die üppig bezogenen Stühle (mit deutlichen Gebrauchsspuren) taugen folglich nur noch für den Lumpenhändler – der womöglich für die kostspielige Entsorgung sogar Geld verlangen wird.

    Jetzt machen wir einen Gedankensprung vom verarmten Berlin der frühen 1930ern zur Start-up-Metropole von heute – und von der Literatur der Weimarer Zeit zu den Entwicklerrunden in jungen Unternehmen. Hier kommt vermehrt das Thema technical debt auf: Damit ist die „Schuldenlast“ gemeint, die aufgebaut wird, wenn die Software-Entwicklung nicht sauber oder zu schnell durchgeführt wird (häufig bedingt ja Letzteres Ersteres). Einige Start-ups leben insofern auf Pump, als dass sie zwar durchaus first to market waren und damit glänzten, jetzt aber auf Jahre hinaus hinter den Kulissen wieder umbauen müssen, um die „Lassen wir mal fünf gerade sein“-Lösungen der rauschenden Anfangszeit zu beseitigen. Und so läuft vielen CTOs beim Ausdruck technical debt eiskalt den Rücken runter, da hier viele Entwicklerstunden für Refactoring und Aufarbeitung von eigentlich bereits fertig gestellten Projekten nach vorne raus erklärt – und vor allem bezahlt – werden müssen.

    Technical Debt: Nicht nur Berlin, sondern auch Bonn, Bingen und Böblingen.

    Und völlig zu Recht ist ihnen bange. Nur sollten meiner Meinung nach nicht nur in Berlin-Mitte führende IT-ler schlaflose Nächte verbringen. Ich finde nämlich, dass bei jeder Konzernführungssitzung die Frage nach dem technical debt gestellt werden sollte. Ebenso sollte diese Position als Rückstellung auf Bilanzen eine feste Position bekommen. Investieren Unternehmen doch schon seit Jahren viel zu wenig in die technische Infrastruktur – und dann sollen auf einmal sämtliche Problemstellen mit einem Ruck aufgelöst werden.

    Wohin das führt, kann man überdeutlich an der Entwicklung von zahlreichen SAP-Projekten verfolgen. Denn hier wird oft die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Die toxische technical debt – sprich: das Chaos vielzähliger, über Jahrzehnte stückwerksweise aufgebauter Legacy-Systeme – wird nicht unterschlagen, sondern einfach komplett verkannt. Was als Befreiungsschlag gedacht ist, der all diese alten Systeme zusammenführen oder ersetzen soll, artet dann regelmäßig in eine zermürbende Stellungsschlacht aus, in der Kosten exorbitant anwachsen und vor dem Einsturz gefährdete provisorische Lösungen mangels angekündigter SAP-Wunderwaffe doch noch jahrelang weiterlaufen müssen.

    Die WiWo hat letztens eine lange Liste der fehlgeschlagenen SAP-Einführungen und -Umbauten aufgestellt, die von Hersteller wie Haribo über Einzelhändler wie Edeka bis zu Geldinstituten wie die Deutsche Bank so ungefähr die gesamte Deutschland AG tangiert. Bei Lidl beliefen sich die Kosten vom „Elwis“ getauften SAP-Durchstart auf 500 Millionen – also: eine halbe Milliarde – Euro, bis er sang und klanglos beerdigt wurde. (Um hier übrigens nicht nur auf SAP und deutsche Großkonzerne rumzuhacken: Das bislang wohl „biggest IT failure ever seen“ ereignete sich in Großbritannien, als sich das dortige landesweite Gesundheitswesen an eine Rundumerneuerung seiner Systeme versuchte. Die Kosten waren im Zeitraum 2002-2014 auf 10 Milliarden Pfund hochgeschnellt, bis das Monster-Projekt ohne brauchbares Ergebnis gestoppt wurde. Heute dient es der Forschung als Negativ-Fallbeispiel schlechthin.)

    Aber trotz dieser enormen Fallhöhe habe ich bisher noch keine einzige CFO-Präsentation gesehen, in dem das Thema technical debt auch nur angeschnitten wird. Dabei sollten Investitionen in Technologien von rund 3-5% des Umsatzes die Regel sein: Alles, was darunter liegt, lässt schon einmal Rückschlüsse darauf zu, dass in der Bilanz so einiges an unerkanntem technical debt schlummert.

    Man fühlt sich irgendwie diffus an 2008-2009 erinnert: Damals wurden Schulden – in dem Fall für Hypotheken in den USA – nicht als gefährliche Passiva betrachtet, sondern sogar mal als Aktiva verkauft und verbucht. Das ging Jahre lang gut, weil einfach keiner die Frage stellte, was das Zeug war. Zwar werden hier keine Anteile an alten IT-Systemen in undurchsichtigen Konstruktionen als A-Ware auf der Börse verhökert und der Vergleich taugt insofern nur begrenzt. Aber Bilanzen – und somit Aktienwerte – werden durchaus schöngerechnet, wenn die teils gewaltige Last an technical debt überhaupt nicht ausgewiesen wird.

    Daher zurück zur anfänglichen literarischen Szene mit der glückslosen Witwe, die in der Illusion verharrt, ihre alten Möbel seien doch noch zu etwas gut – bis sie schlagartig einsehen muss, dass sie sie sogar Geld kosten werden…

  • Tobias Meuser-Schaede über die digitale Entwicklung von Fissler

    Tobias Meuser-Schaede über die digitale Entwicklung von Fissler

    Wie sieht die aktuelle Entwicklung von Fissler GmbH aus, und ist Amazon Basic eine Bedrohung?

    Tobias Meuser-Schaede, Leiter E-Commerce von Fissler, erklärt im Digital Confession Drive mehr über die Weiterentwicklung der digitalen Vertriebskanäle von Fissler. Sieht er Amazon Basic als Bedrohung oder vielleicht sogar als Chance?

    • Endkunden Kontakt (ab 2:30)
    • Wie wird Fissler Werbung auf Amazon angenommen? (ab 3:40)
    • Neue Anwendungsfelder von Fissler (ab 8:00)
    • PIM Anbindungen (9:00)
    • Gefahren und Chancen durch Amazon Basic (ab 11:00)
    • Entwicklung von Vertriebswegen (ab 18:30)
    • Die größten Learnings aus dem Fissler Headquarter (ab 21:30)

  • Amazon Dorf Talk – Einschätzung zur Cyber Week 2018

    Amazon Dorf Talk – Einschätzung zur Cyber Week 2018

    Wie sah die Cyper Week 2018 aus? Christian und ich diskutieren in dieser Runde welche Fehler im Bereich der Anbieter aufkamen, wie es von der Seite der Logistik aussah und generell die Stimmung und Einschätzung dieser Aktion. Gibt es wirklich noch tolle Deals?

      • Einschätzung – Was passiert während der Cyber Week und wer profitiert?
      • Einkauf über Mobile (ab 6:03)
      • Resteverkauf? (ab 8:05)
      • Lego als best case vs. was lief bei anderen Anbietern falsch? (8:56)
      • Logistik und Lagerhaltung – Probleme mit der Einlagerung (ab 16:50)
      • Angabe von längeren Lieferzeiten, dann aber doch schnellere Lieferung (ab 21:58)
      • Zusammenfassung und Ausblick (ab 27:20)

  • Amazon und die Apotheker #1: das Szenario für 2019 und 2020

    Amazon und die Apotheker #1: das Szenario für 2019 und 2020

    Zum Start in dieses Jahr möchte ich euch mit einer Serie zu einem wichtigen Thema für 2019 beglücken. Wobei das Glück von der Perspektive der Leser abhängt. Es geht um die Bedrohung des hiesigen Gesundheitssektors durch Amazon – mit all seinen Risiken und Nebenwirkungen! Die Akteure in diesem Bereich – vom Apotheker um die Ecke bis hin zu Ärzten und Versicherungsvertretern – sind einem erheblichen Risiko ausgesetzt und benötigen zukünftig ein starkes Nervensystem. Seid also gewarnt: nach der Lektüre können unangenehme Nebenwirkungen wie Angstzustände, Schlafstörungen und krankhaft wiederkehrende Alpträume auftreten! Neben ein paar Erkenntnissen natürlich.

    Denn Online-Monopolist Amazon – der größte und wertvollste Händler der Welt, dessen weltweiter Umsatz täglich um mehrere Milliarden wächst – interessiert sich nun für den – deutschen -Gesundheitsbereich.

    Ja, das ist als Drohung zu verstehen! Denn es geht hier um das Überleben ganzer Berufszweige.

    Gefahr für Apotheken!

    Aber warum will der US-Gigant in den deutschen Gesundheitsmarkt vordringen? Aus genau denselben Gründen, weshalb er sich bereits den Buchhandel und das Geschäft mit Filmen und Musik, den Verkauf von Consumer-Electronics, weißen Geräten und Heimwerkerbedarf oder Webhosting und Großhandel vorgeknöpft hat: Weil die Versorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Dienstleistungen einen riesigen Markt darstellt, in dem die bestehenden Anbieter aus Sicht des Konzerns ineffizient arbeiten und sich zu hohe Margen genehmigen. Deshalb rechnet sich Amazon hier gute Chancen aus, mit seinem schlankeren Modell den Kunden ein besseres Angebot machen zu können. Denn am Ende ist es klar, dass das wertvollste Unternehmen der Welt den Endkunden mit Abstand am besten versteht und somit erfolgreich in fast jede Industrie problemlos eindringen kann.

    Ich weiß, dass ich mich mit solchen Aussagen auf vermintes Terrain wage. Wie jemand, der gerade im Alptraum feststeckt und wiederholt „Nein! Nein! Nein!“ schreit, heulen die Interessenverbände auf, wenn man zum Beispiel das naheliegenste Schreckensszenario Versandhandel vor ihnen ausbreitet. Das hat letztes Jahr der Kassenzone-Kollege Alex Graf erfahren, als er die Frage stellte, wie verzichtbar Apotheken in Deutschland sind und die Widerrede erschallte: „Du hast doch gar keine Ahnung!“ Irgendwie nachvollziehbar: Kein Mensch hört gern, dass er ersetzbar ist. Kein Händler, der in seine Fläche und sein Personal investiert hat und ausgesprochene Produktexpertise besitzt, lässt sich gern sagen, dass genau das vielen Kunden wurscht ist, weil sie zum Anbieter gehen, der billiger verkauft, immer aufhat und auch noch nach Hause liefert. Kein Ladeninhaber, der jeden Monat genau nachrechnen muss, wieviel er sich auszahlen kann (ob überhaupt!), hat dafür Verständnis, wenn man ihm sagt, er nehme eine zu hohe Marge.

    Aber so ist nun mal der Sachverhalt. Es gibt keinen Grund, warum stationären Apothekern nicht das blühen soll, was Buchhändlern, Elektronikfachhändlern und allen anderen, die mit standardisierten, austauschbaren Produkten auf einer stationären Fläche handeln, schon widerfahren ist. Das Modell „Apotheke in jeder Einkaufsstraße“ hat vermutlich nur so viel länger (mehr schlecht denn recht) überlebt, weil es bislang einen höheren Regulierungsschutz genossen hat. Im Umkehrschluss ist dieses Modell aber nur zwei oder drei Lockerungen der gesetzlichen Bestimmungen zu Rezepten und Arzneiversand vom Untergang entfernt. Werft bitte nicht nach mir mit dem Glas vom Nachttisch! Den Boten trifft ja keine Schuld.

    Logistik kills it all

    Dass es Amazon ist, der an diesem Untergang verdienen wird, ist übrigens so gut wie ausgemacht. Woher kommt diese Annahme? Lasst uns eine kleine Konzernaufstellung Stand heute mit einer Kurzfassung der Entwicklung der letzten paar Jahre machen. In Puncto schiere Größe wird nur für Q1 2018 der Umsatz von Amazon in Deutschland auf rund 4,8 Milliarden Euro geschätzt. In der Disziplin Logistik ist der Konzern derart zu Hause, dass etwa eine eigene Flugzeugflotte eingesetzt und die Lieferung per Drohne getestet wird. Amazon bildet Warenbewegungen innerhalb Europas mittlerweile so effizient ab, dass sich Cross-Border-Verschiebungen bereits bei nationalen Preisunterschieden in Höhe von Cent-Beträgen rechnen. In Deutschland werden derzeit elf Logistikzentren sowie sieben Verteilzentren betrieben. Darüber hinaus befassen sich an diversen Standorten Forschungs- und Entwicklungszentren mit neuesten Technologien. Weltweit beschäftigt Amazon 560.000 Mitarbeiter, wobei allein 2017 130.000 neue Stellen entstanden sind. In Deutschland arbeiten rund 12.000 festangestellte Vollzeitmitarbeiter für den Konzern.

    Mit eigenen Marken und Produkten unverzichtbar werden

    Derweil lassen sich die Leistungen und Produkte Amazons in drei Gruppen unterteilen: Produkte, Services und Prozesse. Das Produktsortiment umfasst schon lange nicht mehr nur Fremdmarken sondern zunehmend auch Eigenmarken wie Happy Belly oder Amazon Basics sowie die Geräteserien Echo, Fire TV und Kindle, die Amazon stärker in den Alltag der Kunden integrieren. Die damit verbundenen Dienstleistungen reichen von Prime Streaming-Diensten für Musik über Video bis hin zu Leihbüchereien. Zuletzt zählen noch Prozesse wie der Hosting Dienstleister AWS zum Leistungsportfolio Amazons in Deutschland. Im Juni 2016 startete zudem Amazon Business in Deutschland, neben den USA damals der zweite B2B-Markt. Zählte das neue Angebot im April 2017 noch 50.000 Kunden, waren es im Dezember 2017 schon 150.000. Anders als in den USA, wo Amazon bereits kleine Krankenhäuser und Städte mit Produkten für den Gesundheitsbereich beliefert, ist Amazon allerdings noch nicht im deutschen B2B-Healthcare Markt aktiv.

    Aber wer wollte wetten, dass das so bleibt? Und wer wollte Geld darauf setzen, dass Amazon – mit seiner in Deutschland bereits verfügbaren Infrastruktur – das lukrative B2C-Arzneimittelgeschäft gänzlich den aus dem Boden sprießenden Online-Apotheken überlassen will?

    Deshalb folgende Thesen für dieses neue Jahr 2019 und die kommenden 24 Monate

    i) Analog zur Akquisition von PillPack in den USA wird Amazon in das deutsche Apotheken Business vordringen.

    Im Juni 2018 stieg Amazon mit der Übernahme der amerikanischen Online-Apotheke PillPack in den Medikamentenhandel ein. Mit diesem Schritt geht es Amazon neben der Erweiterung seines Portfolios auch um die Skalierung eines ausgefeilten Geschäftsmodells.

    Es ist naheliegend und nur eine Frage der Zeit, dass Amazon in Deutschland bald ebenfalls in das lukrative Apotheken-Business einsteigen wird. Hierzu könnte der Gigant eine bestehende Versandapotheke akquirieren oder aber das Abo-artige Geschäftsmodell von PillPack (siehe ii) in den deutschen Markt überführen, sobald der Versand von verschreibungspflichtigen Medikamenten auch hierzulande zugelassen wird.

    ii) Amazon ist mehr als ein Paketversender. Wie bei PillPack wird es einen klaren Kundenmehrwert geben, direkt über Amazon zu bestellen.

    Zu der Zielgruppe PillPacks zählen insbesondere alte und chronisch kranke Patienten, die ihre Rezepte online einreichen können. Statt komplette Arzneimittelpackungen zu versenden, verpackt PillPack die Medikamente in der benötigten Dosis und beschriftet diese entsprechend. Ausgebildete Apotheker prüfen den Prozess, um sicherzustellen, dass der Patient genau weiß, zu welcher Tageszeit er welche Arznei zu sich nehmen muss. Die von PillPack versandten Dosen decken jeweils den Bedarf eines Monats ab (mehr hier).

    Im Wettbewerbsumfeld der deutschen Versandapotheken, in dem sich bisher kaum ein Marktteilnehmer durch sein Produkt- oder Dienstleistungsspektrum von der Konkurrenz abheben kann, bietet ein solcher Service wie bei PillPack einen klaren Mehrwert für den Kunden. Hinzu kommt weiterer Mehrwert für Amazon-Kunden durch die Einbindung von konzerneigenen Services: So könnten die Echo-Geräte mit Alexa dafür genutzt werden, per Spracheingabe Medikamente zu bestellen. Darüber hinaus wäre es denkbar, vom Arzt verschriebene Rezepte über die Kamera in der mobilen App zu scannen, woraufhin die verschriebenen Medikamente automatisch in den Warenkorb gelangen.

    iii) Wie mit Basic Care in den USA bringt Amazon eine exklusive OTC-Eigenmarke auf den Markt.

    Im August 2017 hat Amazon in den USA die Marke Basic Care auf den Markt gebracht. Die von Perrigo hergestellte Produktpalette reicht von Ibuprofen bis zu Haarwuchsmitteln. Durch das Anbieten von Arzneimitteln über eine Eigenmarke nutzt Amazon die Vergleichbarkeit und Preissensibilität der Endkunden bei Generika für ein besseres Kundenerlebnis und die Intensivierung der Kundenbeziehung.

    iv) Amazon schließt strategische Allianzen mit führenden Herstellern in der Health Technology Branche.

    Analog zu der Partnerschaft mit Cerner, einem der weltweit größten Unternehmen für Informationstechnik im Gesundheitswesen, schließt Amazon strategische Partnerschaften mit führenden Unternehmen in der deutschen Pharmaindustrie.

    Wem allein die vier Thesen für die kommenden zwei Jahre Schweißperlen auf die Stirn treiben und Wallungen verursachen, dem ist von den längerfristigen Prognosen, auf die ich in #2 und #3 dieser Serie eingehen werde, unbedingt abzuraten. Und wenn ihr ganz tapfer wart und diese bittere Pille ohne zu viele Beschwerden schlucken könnt, dann sehen wir uns hier demnächst wieder für die weiterführende Behandlung!

  • Paul Schwarzenholz über Flaconi und zenloop

    Paul Schwarzenholz über Flaconi und zenloop

    Wie holt man sich richtiges Feedback ein und erhöht dadurch seine Kundenbindung? Im Digital Confession Drive mit Flaconi Gründer Paul Schwarzenholz geht es neben der Geschichte von Flaconi genau darum. Mit dem Programm zenloop, einem Net Promoter Score System, hat Paul Schwarzenholz, es möglich gemacht, effiziente Feedback Systeme für Unternehmen zu entwickeln, um eine höhere Kundenbindung zu erreichen.

     

    • Wie es zu Flaconi kam (ab 0:40)
    • Wie Chanel zu Flaconi kam (ab 4:30)
    • Durch welche Auslöser kam ein Kunde zu Flaconi? (ab 8:15)
    • Wie entwickelte sich Flaconi nach TV-Spots? (ab 09:30)
    • Weshalb wurde zenloop gegründet? (ab 12:20)
    • Wird mit zenloop auch die Implementierung der Tools unterstützt? (ab 17:10)
    • Wie groß ist der Markt von zenloop? (ab 20:45)
    • Die nächsten technologischen Schritte von zenloop (ab 23:30)
    • Was ist die Zielgruppe von zenloop? (ab 32:00)

  • Amazon Dorf Talk – Schwarze Schafe auf dem Amazon Marktplatz

    Amazon Dorf Talk – Schwarze Schafe auf dem Amazon Marktplatz

    Schlechte Geschäftspraktiken gibt es leider auch auf Amazon, doch was bedeutet „black hat“ eigentlich? Welche Graubereiche gibt es und wie geht Amazon damit um bzw. wie kann man selbst am Besten dagegen vorgehen? Christian und ich haben uns einmal zu diesem Thema ausgetauscht.

    • Intro
    • Was bedeutet „black hat“ auf Amazon? (ab 2:40)
    • Die feine Trennlinie zwischen anständiger, detaillierter Arbeit und black hat (ab 4:49)
    • Wie identifiziert man das Fehlverhalten eines Anderen und wie geht man dagegen vor? (ab 7:00)
    • Wie hilfreich sind Dienstleister, die den gesperrten Amazon Account wieder entsperren? (ab 13:39)
    • Ist es möglich meinen Account vor einem „black hat“-Angriff zu schützen? (ab 16:00)
    • Absicherung durch gespiegelte Accounts (ab 19:00)
    • „Black hat“-Thematik Zusammenfassung (ab 22:02)
    • China-Händler-Thematik (ab 27:38)
    • Abschluss (ab 32:05)

  • Amazon Dorf Talk – In eigener Sache

    Amazon Dorf Talk – In eigener Sache

    Kurze Vorstellung der Amazon Dorf Talk-Reihe von Christian Otto Kelm und mir für alle neuen Zuschauer sowie Intro und Test im neuen Studio.

  • Joachim Rabe über die Herausforderungen des Feinkost Unternehmens Gourmondo

    Joachim Rabe über die Herausforderungen des Feinkost Unternehmens Gourmondo

    Wie sieht die Zukunft von Gourmondo aus? Joachim Rabe ist Gesellschafter und Geschäftsführer bei Gourmondo, dem führenden Online-Lebensmittelhändler für Feinkost. Im Digital Confession Drive beantwortet er Fragen rund um die Zukunft des Feinkost Unternehmens und wie sie die branchentypischen Herausforderungen bewältigen. Denn neben den klassischen Problemen bei Lebensmitteln im E-Commerce, steht der Feinkostbereich vor weiteren noch spezifischeren Herausforderungen.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Lebensmittel im E-Commerce (ab 5:03)
    • Die Zukunft von Gourmondo (ab 9:00)
    • Der Weg zum Ziel – wie Gourmondo sein Ziel erreichen will (ab 12:55)
    • Die Zielgruppe von Gourmondo (ab 16:53)
    • Reason why (ab 19:53)
    • Abo-Modelle und Empfehlungen (ab 23:00)
    • Lebensmittel des täglichen Bedarfs (ab 27:00)
    • Das Gourmondo Unternehmen (ab 29:40)
    • Logistik (ab 31:43)

  • Prof. Dr. Jan Paul Lüdtke – Recruiting und Bindung digitaler Talente

    Prof. Dr. Jan Paul Lüdtke – Recruiting und Bindung digitaler Talente

    Wie genau lassen sich digitale Talente rekrutieren und wo finden sich diese? Diesen Fragen widmet sich Prof. Dr. Jan Paul Lüdtke von der Fachhochschule Wedel im Digital Confession Drive zusammen mit Etribes Geschäftsführer Arne Stoschek. Es geht um genaue Relevanz bis hin zur Anziehung von Talent und Bindung eines Unternehmens.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Was genau macht Prof. Dr. Jan Paul Lüdtke? (ab: 0:40)
    • Für wen ist es relevant digitales “Know-How” einzustellen? (ab: 2:00)
    • Die Herausforderungen, um Talente für sich zu gewinnen (ab: 3:00)
    • Wen bildet die Fachhochschule Wedel aus? (ab: 4:00)
    • Welche Rollen werden aktuell stark gesucht? (ab: 6:30)
    • Wie gut rekrutieren Firmen digitale Talente? (ab: 9:40)
    • Die Interessen der digitale Talente (ab: 14:00)
    • Welche Rolle spielt der Standort eines Unternehmens? (ab: 16:50)
    • Wie werden Hochschulkontakte aufgebaut? (ab: 19:40)
    • Wie wird man an Hochschulen richtig wahrgenommen (ab: 24:00)

  • Dr. Gerald Schönbucher über die Marktplatzentwicklung von real

    Dr. Gerald Schönbucher über die Marktplatzentwicklung von real

    In diesem Digital Confession Drive Interview unterhalte ich mich mit Gerald Schönbucher, dem CEO von real.digital und real.de, über die Entwicklung von Marktplätzen. Neben der Entwicklung und dem Umgang mit großen Playern wie Amazon, Walmart und Co. diskutieren wir vor allem über die Schnittstelle von E-Commerce und stationärem Handel.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Der Umgang mit Gegenwind bei real (ab 1:50)
    • naturheilpraxis-hauri.ch style=“font-weight: 400;“>Die Bedürfnisse des Kunden (ab 3:10)
    • Anknüpfung mit dem stationären Handel (ab 4:52)
    • Verzahnung von Digital und Stationär in der Zukunft (ab 7:50)
    • Nützliche Automatisierungen für den Kunden (ab 10:00)
    • Der Einfluss von Online-Shops auf die Funktion des stationären Handels (ab 15:50)
    • Die Regulation der wachsenden Marktplätze (ab 17:20)