Schlagwort: E-Commerce Strategie

  • Joachim Rabe über die Herausforderungen des Feinkost Unternehmens Gourmondo

    Joachim Rabe über die Herausforderungen des Feinkost Unternehmens Gourmondo

    Wie sieht die Zukunft von Gourmondo aus? Joachim Rabe ist Gesellschafter und Geschäftsführer bei Gourmondo, dem führenden Online-Lebensmittelhändler für Feinkost. Im Digital Confession Drive beantwortet er Fragen rund um die Zukunft des Feinkost Unternehmens und wie sie die branchentypischen Herausforderungen bewältigen. Denn neben den klassischen Problemen bei Lebensmitteln im E-Commerce, steht der Feinkostbereich vor weiteren noch spezifischeren Herausforderungen.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Lebensmittel im E-Commerce (ab 5:03)
    • Die Zukunft von Gourmondo (ab 9:00)
    • Der Weg zum Ziel – wie Gourmondo sein Ziel erreichen will (ab 12:55)
    • Die Zielgruppe von Gourmondo (ab 16:53)
    • Reason why (ab 19:53)
    • Abo-Modelle und Empfehlungen (ab 23:00)
    • Lebensmittel des täglichen Bedarfs (ab 27:00)
    • Das Gourmondo Unternehmen (ab 29:40)
    • Logistik (ab 31:43)

  • Oberst Sears hat niemand, der ihm schreibt

    Gestern war ein Tag spannender Nachrichten. Gleich morgens beim Kaffee ging es los mit einer spannenden E-Mail von Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber zur ersten Amazon-Bestellung hierzulande an diesem Tag im Jahr 1998: Viel ist seitdem passiert. Amazon hat nicht nur eine beachtliche Börsenentwicklung hingelegt, sondern auch das Leben von vielen Menschen völlig verändert. Sei es der Paketbote, der Lagerarbeiter im Logistikzentrum, der Angestellte im stationären Geschäft oder – und hier oft in einer Doppelrolle – der Endkunde, der eine (nicht nur, aber ganz besonders für Deutschland) neue Service-Welt kennenlernen konnte: Es fing an mit den englischen Büchern, die auf einmal ganz einfach bestellbar wurden! Dann kamen leicht zugängliche Filme in der Originalfassung, Server-Space und die kostenlose Lieferung bis zur Haus- bzw. Wohnungstür…

    Nachdem ich nun in Ruhe diese längere Nachricht durchgelesen und mir den zweiten Kaffee geholt hatte, habe ich Spiegel.de geöffnet und wurde mit dem Schicksal von US-Retailkette Sears konfrontiert – ein Schicksal, das einem noch einmal mit Nachdruck vor Augen führt, wie der stationäre Handel in seiner jetzigen Form ans Ende gelangt ist. Denn die immer neuen Rettungsversuche von Sears, Karstadt, Kaufhof und wie die vormals dominanten Giganten des Einzelhandels alle hießen sind schlicht und einfach nicht umsetzbar. Durch die trotz dieser Tatsachen ständig angestrebte Wiederholung gewinnen die „neuen Konzepte“ um „Kunden zurück in die Läden zu bringen“ und „Tradition wiederaufleben zu lassen“ sogar was tragikomisches. El coronel no tiene quien le escriba. Wem die Werke von Gabriel García Márquez geläufig sind, fühlt sich zwangsläufig erinnert an den Oberst, der niemand hat, der ihm schreibt. In der bekannten Kurzgeschichte wartet ein verarmter Kriegsveteran seit 15 Jahren auf die amtliche Bestätigung einer Pension, die er trotz Anträge und Vorsprachen nicht bekommt und nie bekommen wird.

    Was ist denn aber eigentlich meine Lektion aus den letzten 11 Jahren? Die Verdienste von Vorgestern sind leider dem Kunden von heute egal. Wie immer ist es sinnvoll, hier den 1999 Investoren-Brief von Jeff Bezos zu lesen – unabdingbarer Kundenfokus ist die Seite, die immer gewinnen wird. Daher kann man nur empfehlen, keinem der mannigfaltigen Selbstbetrugsversuche des stationären Handels Glauben zu schenken.

    Hier ist Click-&-Collect wie immer mein Lieblingsbeispiel: Das Konzept kombiniert das Schlechte aus zwei Welten (nicht anfassen können und dann noch in den Laden laufen müssen!). Von skrupellosen Beratern lässt es sich zwar leicht als Hoffnungsvision verkaufen, ist aber blöderweise nicht aus der Sicht des Kunden gedacht und stellt somit keine Möglichkeit dar, sich für die Zukunft aufzustellen. Es wird auch nicht ausreichen, einen Paketkasten im Laden einzurichten und zu hoffen, dass der Kunde noch etwas mitnimmt. Jede Handlung und jede Investition muss nützlich für den Kunden sein und dann wird man zusammen mit den neuen Technologieunternehmen wie Amazon auf der Gewinnerseite der Digitalisierung stehen können.

    Oder man zieht sich in Fantasien zurück und wartet jeden Morgen beim Kaffee auf den Briefträger. Doch gibt es weiterhin keine Post für den Oberst! Und ich muss jetzt los.

    P.S.: Und heute folgt dann umgehend C&A: C&A entlässt vier der sieben Vorstände

  • Böses Erwachen im Matratzenlager

    Böses Erwachen im Matratzenlager

    Wie regelmäßige Leser wissen, rauben Matratzen mir seit längerem den Schlaf. War es für mich doch von Anfang an unverständlich, wie sich Start-Ups wie Casper, Emma, Bruno und wie sie alle heißen mittels eines einzelnen, äußerst sperrigen Produkts mit sagenhaft niedriger Wiederkaufsfrequenz dauerhaft am Markt zu behaupten gedachten. Ich habe versucht, das Thema von allen Seiten zu beleuchten und mich an Fachleute gewandt wie Boris Thomas von Lattoflex, um auf Nummer sicher zu gehen, dass ich nichts übersehen hatte. Aber das Ergebnis war und blieb: Das konnte einfach nicht funktionieren, weil es gegen sämtliche E-Commerce-Regeln geht, Kunden teuer zu akquirieren, um ihnen nur einmal etwas zu verkaufen.

    Und trotzdem floss den Matratzen-Me-Toos mit den lässigen Vornamen das Investoren-Geld in immer größeren Mengen zu: Man konnte der Blase beim Entstehen förmlich zugucken. Es war gewissermaßen wie in einem Alptraum, in dem man mitten in einer fröhlich-lachenden Gesellschaft schreit, so laut man kann, um vor einer drohenden Gefahr zu warnen – und keiner hört hin.

    Jetzt wachen aber alle nach einer hitzigen Nacht im kühlen Morgenlicht auf. Die britische Eve bleibt weit unter den eigenen Umsatzzielen für 2018 stecken und zieht sich aus einigen europäischen Märkten – vor allem Deutschland – zurück. Das Berliner Start-Up muun ist nun insolvent. So komme ich aus einem Zustand zu mir, in dem ich mich teilweise fragte, ob doch nicht ich von Sinnen sei und die anderen irgendwie eine Einsicht hätten, die mir verwahrt blieb. Matratzen-Start-Ups und Investoren werden hingegen aus einem schönen Traum geweckt, in dem sie glaubten, die Regeln der Schwerkraft überwunden zu haben.

    Beim bösen Erwachen müssen aber alle jetzt das einsehen, was mir und einigen anderen E-Commerce-Experten, auf die der Matratzen-Markt-Schlaftrunk nicht so recht einwirken wollte, schon immer auffiel.

    1. Nur weil ein Markt riesengroß ist, heißt es nicht unbedingt, dass da immer etwas zu holen ist. Ja, alle müssen schlafen. Alle müssen aber auch essen – und guckt euch mal die Margen im Lebensmittelhandel an! Weder Lebensmittelproduzenten noch Supermärkte verdienen besonders üppig: Nur über die Größe geht‘s. In der Gastronomie stehen Wirte meistens vor der Entscheidung, entweder das Personal oder das Finanzamt zu betrügen. Und bei den Online-Essenslieferdiensten ist die Konkurrenz brutal und die Marge messerfein. Zum Thema Essen übrigens: Alle müssen ebenfalls aufs Klo, aber die städtischen Wasserwerke, die die Sielnutzungsgebühren abkassieren, sind deswegen auch noch lange keine Gewinnmaschinen.
    2. Manche Produkte sind eben schwierig – vor allem in E-Commerce. Wie der Kollege Graf in einem Podcast mit dem Matratzen-Concord-Digitalchef Marcus Diekmann detailliert herausarbeitete, ist es ein Gerücht, dass Matratzen nur ein paar Euros in der Herstellung kosten. Zudem sind sie groß und sperrig, müssen aber gelagert und geliefert werden. Die im Online-Handel üblichen Retouren sind dabei praktisch immer Totalabschreibungen, weil der Verbraucher die Idee einer „gebrauchten Matratze“ im Einzelhandel eklig findet (dafür im Hotel irgendwie nicht). Dann kommt die Qualitätsfrage: Das Casper-Bruno-Eve-Konzept „Eine Matratze für alle!“ lehnen Fachleute allein schon aus dem Grund ab, weil die Gewichtsspanne bei erwachsenen Menschen von 40 Kilo bis 140 Kilo reicht. Der Marketingspruch lässt Erwartungen hochleben, die schlichtweg nicht erfüllt werden können.
    3. Ohne Wiederkäufer gibt es kein profitables Auskommen im E-Commerce. Der Deutsche kauft durchschnittlich alle 10-15 Jahre eine Matratze. Punkt. Auch wenn sie bis dahin total durchgelegen ist und nach Meinung der Schlafforscher schon früher ersetzt werden müsste, wird sie eben in dem Rhythmus gekauft. Ich muss also mit dem ersten Kauf schon eine sehr fette Marge einfahren, um auf meinen Deckungsbeitrag zu kommen. Denn die Akquisitionskosten sind hoch. Die schöne Idee, dass ich alternativ den einmal gewonnenen Kunden mit Bettwäschen und anderen Einrichtungsobjekten profitabel beglücken kann, läuft zudem ins Leere: An den Matratzenkauf denkt der Kunde eben alle zehn Jahre. Dazwischen sieht er schöne Bettwäsche stationär überall liegen oder sucht sie online mit höchster Wahrscheinlichkeit der Gewohnheit nach beim Plattformmarktplatz seines Vertrauens.

    Alle diese elementaren Haken an der Sache wurden nicht nur übersehen von den Scharen an Matratzen-Konzepten, die dem von Casper geschlagenen Pfad folgten, und den Investoren, die ihnen dabei Geld hinterherschmissen – nein, sie wurden noch zugespitzt. Großer Markt? Wird aber für jeden kleiner, wenn alle da gleichzeitig reinwollen. Schwierige Produkte? Werden noch komplizierter, wenn alle mit nahezu identischen Einheitsvarianten den Preis nach unten und die Erwartungen nach oben treiben. Teure Marketingkosten? Werden erst recht exorbitant, wenn alle auf dieselben Keywords bieten. Denn – und das ist auch noch so eine Tatsache, die alle übersahen – der Matratzenmarkt ist längst nicht so „offline“, wie alle das glauben und Gründerszene das schreibt (vermutlich deswegen, weil Innenstadtrandbereiche heutzutage gefühlt zu 90% aus Dänisches-Bettenlager-Matratzen-Concord-Filialen bestehen). Umfragen deuten doch darauf hin, dass schon vier Fünftel aller Matratzenkäufer ihre Customer-Journey online beginnen (siehe noch einmal den Podcast von Alex und Marcus). Wir schreiben eben nicht mehr 2008. Es liegen nicht mehr so weite Felder online brach rum, die man billig mit Google AdWords und Amazon Search Advertising bestellen kann, um danach die ganz große Ernte einzufahren.

    Insofern bleibt festzuhalten, dass das Geschäftsmodell – wie eine der von Casper & Co. vertriebenen Matratzen – im Kern aus Schaum besteht. Das, was wir in den letzten Tagen sehen, ist keine „Konsolidierung“, wie das Deutsche Start-ups nennt: Das ist das Ende.

    Das schöne Geld der dem Hype verfallenen Investoren ist dabei schon ausgegeben worden: Google, Amazon und alle anderen, die an Performance-Marketing verdienen, haben es eingesackt. Und hierbei sprechen wir über Beträge, die einem die Tränen in die Augen treiben könnten, wenn man denkt, was man damit alles Interessantes hätte finanzieren können: DN Capital war an einer 22-Millionen-Pfund-Runde für Eve beteiligt! Aber was soll’s: VCs werden weiterhin ihrem Herdentrieb folgen. Und leider mangelt es vielen institutionellen Investoren und den Fonds, denen sie ihre beträchtlichen Umfänge anvertrauen, an digitalem Knowhow (mehr zu diesem, meinem Lieblingssteckenpferd, hier).

    Die einzigen, die aus der ausgeträumten Mär am Matratzenmarkt jetzt noch Gewinn schlagen können? Naja, wenn ich ein großer Matratzenhersteller wäre, würde ich einfach die Domains aus der Insolvenzmassen für fast nichts kaufen und auf ein eigenes Portal umlenken. Aber zum Glück habe ich nicht so viel mit dem Matratzenmarkt zu tun – und die Dinge rauben mir nun nicht mehr den Schlaf!

  • E-Commerce Readiness sicherlich kein Sprint

    E-Commerce Readiness sicherlich kein Sprint

    Was bedeutet eigentlich E-Commerce Readiness und wie muss ich aufgestellt sein, um mein Unternehmen digital „fit“ zu machen? Stefan Tobel von Etribes war seit Launch 2014 bis 2017 bei About You, einem der am stärksten wachsenden Start-Ups Europas, tätig und dort maßgeblich am Unternehmensaufbau und schneller Skalierung beteiligt. Sein Fokus lag dort auf der Entwicklung des Online Shops, dem Bereich Business Intelligence sowie dem Thema Personalisierung. Im Gespräch zeigt er anhand seiner Erfahrungen, was es bedeutet und bedarf „ready“ für E-Commerce zu sein.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Vorstellung Stefan Tobel
    • Welche Punkte sind für E-Commerce Readiness unvermeidbar? (ab 1:27)
    • Wie könnte Technologie beispielsweise mit effizienter Logistik verknüpft werden? (ab 4:09)
    • Gab es Projekte bei denen Stefan vom Eigenerfolg erschlagen wurde? (ab 6:38)
    • Technologie und Online Marketing müssen mit einzelnen Prozessschritten vereint sein (ab 7:41)
    • Wie erfolgt die Koordination von E-Commerce-Aktivitäten in einer bestehenden Organisation? (ab 10:59)
    • Kundenkommunikation (ab 16:41)
    • Funktioniert Digitalisierung überhaupt ohne den Kunden in den Fokus zu stellen? (ab 19:02)
    • Wichtigkeit der Stammdaten/Produktdaten (ab 21:41)
    • E-Commerce zentral oder dezentral (ab 28:40)
    • Einfache, simplistische Tools am Anfang? (ab 30:56)

  • Kalte Säfte, kühle Köpfe – David Vinnitski von Kale&Me

    Wie nutzt Kale&Me die Vorteile des E-Commerce und ist es möglich auch ohne Amazon in Zeiten der Plattformökonomie am Markt zu bestehen? Beim OMR Digital Confession Drive erzählt der Gründer und Geschäftsführer David Vinnitski von Kale&Me im Gespräch mit Arne Stoschek, Geschäftsführer bei Etribes, die Entstehungsgeschichte von Kale&Me und wie aus einem Spaßprojekt von 3 Studienfreunden ein seriöses Geschäftsmodell entstanden ist, das sich erfolgreich am Markt etabliert hat.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Vorstellung David Vinnitski und die Entstehung von Kale&Me
    • Das Produkt, die Zielgruppe und wie die Customer Journey funktioniert (ab 4:06)
    • Unternehmensübersicht von Kale&Me (ab 10:07)
    • Vertrieb ohne Amazon – geht das? (ab 13:15)
    • Neukundengewinnung bei Kale&Me (ab 16:53)
    • Influencermarketing und Relations (ab 18:30)
    • Reaktivierung von Kunden (ab 23:13)
    • Digitale Begleitung einer Saftkur (ab 24:56)
    • Relevante Kanäle im CRM (ab 27:52)
    • Kundenbindung bei Kale&Me (ab 28:36)
    • Unterschiede zwischen Online- und Offlineverkauf (ab 30:00)
    • Zukunftsausblick bei Kale&Me (ab 33:31)

     

  • Janne Berngruber vom Orion Versand im Gespräch zu E-Commerce

    Beim Digital Confession Drive hatte ich das Vergnügen mit unserem langjährigen Weggefährten Janne Berngruber aus Flensburg zu sprechen. Er verantwortet beim Erwachsenenspielzeugversand Orion das E-Commerce Geschäft und hat somit tiefe Einblicke in eine Industrie die (fast) jeder nutzt aber nur wenige sprechen darüber. Stimmt https://naturheilpraxis-hauri.ch/ das aber? In letzter Zeit haben Modelle wie ICE oder AMORELIE sicherlich dafür gesorgt, dass das Thema Sexspielzeug durchaus aus der Bahnhof-Schmuddelecke rausgekommen ist. Orion selber ist sowohl als Großhändler wie auch im Einzelhandel aktiv und Janne bietet viele spannende Insights. Was mich immer überrascht ist, wie „relativ“ klein der Markt dann doch ist. Anscheinend wird über Sexspielzeug jetzt doch viel mehr geredet als es wirklich gekauft wird. Mit dieser Erkenntnis und Janne’s Tipp für den Besteller zu Weihnachten wünsche ich euch viel Spaß mit dem Interview. (mehr …)

  • Graue Zukunft für digitale Verticals? Wie geht es Home24?

    Als Antwort auf die Diskussion Plattform vs. Pure Play schaue ich mir regelmäßig die Finanz- und Webperformance von verschiedenen vertikalen Händlern an. Nach Windeln.de, Douglas und Zooplus schauen wir uns heute die Möbelbranche und den wohl prominentesten Möbel Pure Player Home24 an.

    Home24 war 2009 als Rocket’s Hoffnungsträger gestartet, um der stationären Möbelbranche das Fürchten zu lernen. Mit einem riesen Angebot, kostenloser Lieferung und aggressiver europäischer Expansion wollte Home24 der Category Leader im Segment Möbel werden. Wo stehen sie heute und wie ist das Modell heute einzuschätzen? (mehr …)

  • Fashion als Lehrstück für Amazon-Strategie Brands zu erschaffen

    Wie kann man eigentlich das Amazon-Schreckgespenst für alle „traditionellen“ Hersteller und Marken in einem Satz zusammenfassen? Hier ein Vorschlag: Amazon baut eigene Marken auf und der Konsument folgt! Das ist die Erkenntnis die es bereits gibt und die sich auch immer stärker durchsetzt. Es funktioniert auch bei Marken bzw. Brands diese rein online ohne stationäre Durchsetzung hoch erfolgreich in den Markt zu bringen. Unternehmen wie Zalando und AboutYou zeigen das ebenfalls erfolgreich aber grade im Fashionbereich ist Amazon auf globaler Ebene ein gutes Beispiel. Daher ist es hoch interessant zu beobachten, wie sich die Marke „FIND“ von Amazon weiter entwickeln wird.

    (mehr …)

  • Auf dem Weg zur Umsatzmilliarde – Zooplus!

    Ist Zooplus das Zalando des Heimtierbedarfs?

    Schon seit einiger Zeit wird im deutschen E-Commerce das Ende der vertikalen Geschäftsmodelle gepredigt. Stimmt das denn und wenn ja, was genau steckt dahinter? Um diese Entwicklung besser einzuordnen und zu beurteilen, nehme ich regelmäßig vertikale sogenannte Category Leader im deutschen E-Commerce genauer in Augenschein. Nach Windeln.de und Douglas schauen wir uns heute Zooplus als europäischen Category Leader im Heimtierbedarf an.

    Spätestens nach seinem Halbjahresbericht ist wohl klar, dass Zooplus dieses Jahr als zweiter deutscher Onlineshop die Umsatzmilliarde knacken wird. Das ist doch die perfekte Gelegenheit, sich das Unternehmen mal genauer anzuschauen. Hat Zooplus Potential, das Zalando der Heimtierwelt zu werden? Und hat Zooplus langfristig eine Chance gegen Amazon Fresh? (mehr …)

  • Fake News = Fake Geschäftsmodelle oder „Warum Spiegel.de mehr Geld braucht!“

    Fake News = Fake Geschäftsmodelle oder „Warum Spiegel.de mehr Geld braucht!“

    Nichts hat mich im letzten Jahr so schockiert wie die ständigen Angriffe auf die (Qualitäts-) Presse durch Politiker und die Öffentlichkeit (Lügenpresse, Fake News). Als Kontrollinstanz innerhalb einer Demokratie sind die Medien immer unwichtiger geworden, da die Angegriffenen jeden Vorwurf nur noch abblocken und mit einem ungerechtfertigten Gegenangriff diskreditieren. Eine unabhängige und finanzstarke Presse mit Möglichkeiten, sich Gehör zu verschaffen, ist somit heute so wichtig wie (fast) noch nie. Hier entstehen zwar, wie das Interview mit Philipp Westermeyer von den Online Marketing Rockstars gezeigt hat, viele spannende Geschäftsmodelle aber mitten in diese Gedanken hinein hat der Spiegel in seiner Rubrik „Backstage“ einen Artikel zu seiner Finanzierung veröffentlicht und die Inhalte dort finde ich doch sehr beängstigend. (mehr …)