Monat: September 2018

  • Amazon Dorf Talk – Einschätzung zum Prime Day 2018

    Amazon Dorf Talk – Einschätzung zum Prime Day 2018

    Der Amazon Prime Day 2018 war in unseren Augen aus B2C-Sicht ein flop. Neben technischen Problemen, einem neuen nicht gut durchdachten Konzept und schlechtem Targeting haben Christian und ich uns einmal über unsere Eindrücke ausgetauscht. Wie sah es hingegen aus B2B-Sicht aus und wie waren eure Erfahrungen?

    • Amazon ist down: Marketing Gag oder technisches Problem? (ab 1:30)
    • Konzept des Prime Day 2018 und die eventuelle Problematik (ab 3:24)
    • Preisproblematiken und schlechtes Marketing (ab 4:45)
    • Thematik des Targeting (ab 7:10)
    • Keine großen Angebote, bzw. zum Beispiel auf Mobile auch gar nicht gut auffindbar (ab 8:33)
    • Woher kamen dann dennoch die guten Zahlen? (ab 10:14)
    • Der Prime Day 2018 aus Händlersicht (ab 12:54)
    • Abschluss, die Problematik der bisherigen Technologie und wie hat Amazon im Wandel (ab 17:00)

     

  • Bye bye Kreditkarte – bye bye Deutsche Bank(en)

    Bye bye Kreditkarte – bye bye Deutsche Bank(en)

    Kaum ist man ein paar Wochen weg und verbringt eine spannende Zeit in den USA – und schon reist man in ein anderes Deutschland wieder zurück! Und nein, ich will hier nicht über Politik schreiben, selbst wenn E-Commerce und die Auswirkungen des digitalen Wandels gesellschaftlich höchstrelevant sind! Vielmehr meine ich das Erdbeben im Dax. Denn es ist schon ein anderes Land, wenn nur noch die Deutsche Bank als einziges herkömmliches Finanzinstitut im Leitindex des deutschen Aktienmarkts (gerade noch) vertreten ist.

    Und zeitgleich mit dem Ausscheiden der Commerzbank aus dem Dax – immerhin eins der Gründungsmitglieder, das (ähnlich wie der HSV in der Bundesliga) den Anschluss verpasst hat –, fangen auch liebgewonnene Zahlungsmittel an, sich aus dem Alltag zu verabschieden. Wie auch im letzten Artikel will ich wieder aus meiner gerade zu Ende gegangenen jährlichen USA-Sommer-Auszeit erzählen, um die Verhältnisse hierzulande zu erklären. Bin ich doch nach wie vor davon überzeugt, dass Reisen bildet – und dass Reiseberichte Verfassern sowie Lesern neue Perspektiven auf die Heimat eröffnen können.

    Was ich drüben diesmal extrem spannend fand, war das Verschwinden der Kreditkarte aus dem täglichen Leben. Ohne Übertreibung: Wer in USA jetzt nicht mit Handy, AppleWatch oder einem anderem App-fähigen Gerät bezahlt, wird beinahe schon schief angeguckt. Einerseits ist das natürlich nichts weiter als eine logische Entwicklung, da viele Menschen zwar kein Portemonnaie mehr in der Tasche haben, aber dafür eigentlich immer ihr Handy dabei haben. Andererseits hat es schon eine größere Bedeutung: nämlich, dass eins der GAFA-Unternehmen – hier Apple mit Apple Pay – nun auch in der offline Welt viele Transaktionen (und die damit verbundenen Daten) übernimmt.

    Dieser Vorstoß kommt für die hiesige Finanzwirtschaft zur Unzeit. Egal ob Investorenausstieg bei der Deutschen Bank oder eben der Abstieg der Commerzbank aus dem Dax, die großen Banken hierzulande haben sich, wie viele deutsche Unternehmen, wesentlich stärker auf das Produzieren von peinlichen Skandalen konzentriert, als auf das Entwickeln von Zukunftsstrategien. Gerade in Deutschland sehen die Banken ihre Aufgabe anscheinend eher darin, endlich die Kunden mit lästigen Gebühren und Negativzinsen zu vertreiben (denn eine Bank ließe sich doch so herrlich leicht verwalten, wenn nur nicht diese ganzen Kunden immer wären…!), als darin, sich zu überlegen, wie ihr zerbrochenes Geschäftsmodell zu ersetzen sein könnte.

    Ja, klar, die Finanzindustrie wird von aufstrebenden FinTechs einerseits, der Zinspolitik der Notenbanken andererseits und auch noch den GAFAs in die Mangel genommen. Ebenfalls klar: Vorstand bei einem etablierten Finanzinstitut mit miserabler Legacy-IT und demotivierten, innerlich kündigenden Belegschaft möchte ich nicht sein. Aber es ist nun nicht so, dass sämtliche Banken in den entwickelten Volkswirtschaften gleich stark unter diesen zugegebenermaßen widrigen Bedingungen leiden. Einige schlagen sich sogar ganz tapfer, anstatt – wie fast die gesammelte deutsche Finanzwirtschaft – einfach der EZB den schwarzen Peter zuzuschieben, Gebühren zu erhöhen und Kunden in die Arme der N26s und Solaris‘ der Hauptstadt zu treiben.

    Die EZB hat sogar schon belegt, dass neue oder höhere Gebühren für Endkonsumenten „lediglich schwach positiv“ mit höherer Profitabilität korrelieren. Dies tat sie sicherlich teils zu ihrer Selbstverteidigung, aber sicherlich teils auch, weil es einfach stimmt und weil sie kein Interesse daran hat, dass hier Banken reihenweise pleitegehen. So versucht sie ihnen sanft durch die Blume zu sagen: „Ändert euer Geschäftsmodell! Denkt vom Kunden her!“

    Und genau damit tun sich die deutschen Banken wirklich schwer. Sie setzen nach wie vor darauf, dass der Kunde sie einfach braucht und gehen davon aus, dass Größe nach wie vor ein Vorteil ist. Damit haben sie zwar ein bisschen recht: Wer wollte es ohne ein Girokonto probieren? In Amerika zahlen die Leute einerseits beherzt mit AppleWatches, was einem hier in einem Penny- oder Netto-Markt wie Science-Fiction vorkommen könnte. Andererseits müssen doch genug Leute hohe Beträge (Gas, Strom, Miete) in Bar begleichen. Das wiederum kommt einem Deutschen wie ewiggestrig vor. Man hat ja ein Konto.

    Damit ist aber nicht gesagt, dass man dieses Konto bei einer Kundenbank oder Sparkasse braucht. Die Kollegen von Etribes zitieren in ihrer Studie zu den Banken Knut zahlt bar treffend Bill Gates: „Banking is necessary. Banks aren’t.“ Apple übernimmt in den Staaten bereits eine Säule des Bankenwesens: Zahlungsverkehr – und kommt im Herbst nach Deutschland.

    Zum Thema Zahlungsverkehr war es übrigens ein in der New Economy entstandener Bezahldienst, der die Commerzbank im Dax abgelöst hat: Wirecard. Ja: Ein FinTech hat eine Großbank im Leitindex des deutschen Aktienmarktes ersetzt.

    Die Zukunft ist nicht nur auf der anderen Seite des Atlantiks zu finden. Sie ist bereits bei uns angekommen! Hoffentlich verpassen wir nicht auch noch hier vor lauter rascheln der Geldscheine die nächste technologische Entwicklung.

  • Vom Salat zur Agentur – Rapid Prototyping mit Moritz Mann

    Vom Salat zur Agentur – Rapid Prototyping mit Moritz Mann

    Moritz Mann, Gründer von Stadtsalat und Protofy, hat sich mit mir in den Etribes-Büros in Hamburg zu einem spannenden Interview getroffen. Im Gespräch erzählt er wie es zu der Gründung von Stadtsalat und Protofy kam und warum es sich seiner Meinung nach lohnt schnell ein MVP (Minimum Viable Product) an den Markt zu bringen und zu testen. Stadtsalat wurde beispielsweise in nur einer Woche auf die Beine gestellt.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Intro Moritz Mann und die Gründung von Stadtsalat
    • Rapid Prototyping vom Salat zur Agentur (ab 9:07)
    • Kunden von Protofy (ab 12:15)
    • Livegang nach einem Wochenende – wie kommt das an? (ab 14:37)
    • Re-Integration des MVPs ins Kerngeschäft (ab 18:30)
    • Kaufangebote nach erfolgreichem MVP? (ab 24:00)

  • Amazon Dorf Talk – Teuer oder billig auf Amazon

    Amazon Dorf Talk – Teuer oder billig auf Amazon

    Kaufe ich den Autositz oder den Schulranzen für meine Kinder online oder doch offline? Was zählt für mich – Beratung oder Preis oder beides? Wie verhalte ich mich als Käufer, wenn es um hochpreisige Produkte geht? In diesem Gespräch haben Christian Otto Kelm und ich einmal unsere eigenen Erfahrungen als Beispiele genommen. Anhand dieser betrachten wir wie Amazon noch bestehende Vorteile des bisherigen stationären Handels, vor allem rund um das Thema Beratung, zukünftig besser umsetzen könnte.

    • Intro
    • Amazon, eher ja oder nein für einen Kauf im Preisbereich von 200 bis 300€ (ab 1:28)
    • Learning aus dem Verhalten „research offline, purchase online“ (ab 14:10)
    • Wie wird Amazon zukünftig mit beratungsintensiven Produkten umgehen, um dem Kunden die gewünschte Beratung anbieten zu können? (ab 17:36)
    • Beim Kauf auf Amazon zählt vorrangig der Preis (ab 26:24)
    • Abschluss und Résumé „Stand Amazon erstes Halbjahr 2018“ (ab 31:06)

     

  • Butter bei die Fische – Digitale Bierverkostung Runde 2

    Butter bei die Fische – Digitale Bierverkostung Runde 2

    In der zweiten Runde von „Butter bei die Fische“ mit Helge Morgenstern probieren wir nicht nur zwei weitere Biere, sondern steigen vertieft in die Thematik „Getränkevielfalt durch die Digitalisierung in der Gastronomie“ ein. Wie bleibt man sich treu, bietet den Gästen aber auch Neuheiten an? Welche Rolle spielt Digitalisierung im Getränkebereich und wie sieht es seitens der Logistik aus?

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Große Vielfalt im Getränkebereich, wie stellt sich ein Gastronom auf?
    •  Die Logistikfrage – B2B vs. B2C (ab 6:10)
    • Was haben Getränke und deren Logistik mit Digitalisierung zu tun und wie ist Amazon in diesem Bereich aufgestellt? (ab 10:46)
    • Amazon Business und der Bereich der Bürobelieferungen (ab 19:25)
    • Welche Start-Ups sind aktuell im Foodbereich hinsichtlich Logistik interessant? (ab 23:26)

     

  • Tasty Geheimtipps mit Malte Steiert von Foodguide

    Tasty Geheimtipps mit Malte Steiert von Foodguide

    Wie konnte Foodguide ohne Marketing Budget wachsen? Welche Rolle spielen Instagram und wie wirkten sich TV Auftritte wie bei der Höhle des Löwen auf das Geschäft aus?

    Im Digital Confession Drive Interview erzählt Malte Steiert, CEO & Co-Founder der Foodguide App UG, über das bisherige Wachstum der Company und der Entwicklung von Geschäftsmodellen in einem durch Yelp, Foodora und Co. geprägten Markt.

    • Vorstellung Foodguide
    • Wie kam es zu der Entwicklung der Foodguide App? (ab 5:10)
    • Das Geschäftsmodell dahinter – Monetarisierung der Idee (ab 8:25)
    • Wie groß ist Foodguide heute und woher kam das Funding? (ab 14:20)
    • Werbewirkung und Nebenwirkungen des “Höhle des Löwen” Auftritts  (ab 17:20)
    • Wie sieht die Zukunft aus für die Foodguide App? (ab 19:50)
    • Warum steht der große Investmentcase noch aus? (ab 22:25)
    • Warum zieht der Social-Network-Gedanke bei Investoren nur noch bedingt? (ab 23:45)
    • Ist der Gastronomiemarkt durch Yelp, Foodora und Co. von digitalen Geschäftsmodellen abgeschreckt? (ab 28:00)
    • Expansion außerhalb von Europa? Wo geht die Reise hin? (ab 35:00)
    • Taste Tours und weitere Konzepte (ab 40:00)