Autor: Nils Seebach

  • Ist Zusammenarbeit heutzutage ein Fremdwort?

    Ist Zusammenarbeit heutzutage ein Fremdwort?

    Was bedeutet eigentlich wirkliche Zusammenarbeit, wie kann diese geschaffen werden und wie kann ein Unternehmen davon profitieren? In dem ersten Interview der Digital Confession Drive Serie, diesmal live von den Online Marketing Rockstars 2018, erklärt Judith Andresen, Inhaberin der BERATUNG JUDITH ANDRESEN, wie Sie Unternehmen im Finden und Implementieren neuer Methoden und Strukturen, die durch Testen und Lernen ein schnelles Liefern ermöglichen, unterstützt. 

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Intro BERATUNG JUDITH ANDRESEN
    • Falsche Zusammenarbeit in Zahlen (ab 2:20)
    • Projektvorgehen zur Verbesserung der Zusammenarbeit (ab 4:00)
    • Agiles Change Management (ab 6:00)
    • Warum agile IT-Methoden nicht nur in der IT Anwendung finden (ab 7:40)
    • Heutige Arbeitsmethoden sind oftmals nicht an die Anforderungen eines komplexen Projektmanagements angepasst (ab 10:00)
    • Agile Reifegrade D-C-B-A für einen ganzheitlichen organisationalen Roll-Out für richtige Zusammenarbeit (ab 12:30)
    • Wie reagieren Führungskräfte auf neue Zusammenarbeitsmethoden? (ab 17:55)
    • Agile Due Diligence – Warum wollen Sie agil werden? (ab 20:10)
    • Gibt es Organisationen in denen ein agiles Zusammenarbeiten nicht sinnvoll ist? (ab 21:05)
    • Beispiele für informelle & formelle Methoden zum Wissenstransfer innerhalb einer Organisation (ab 23:39)
    • Informationsaustausch in Großkonzernen (ab 25:00)
    • Wie rege ich Organisationen zum Experimentieren an? (ab 28:00)
    • Die Entwicklung des Unternehmens – BERATUNG JUDITH ANDRESEN (ab 32:50)

  • Ja es gibt sie – die Flatrate für Sportangebote

    Ja es gibt sie – die Flatrate für Sportangebote

    Seit 2012 gibt es sie, die Möglichkeit, mit dem Urban Sports Club, Sport ganz individuell in den unterschiedlichsten Locations innerhalb Deutschlands zu machen. Ein Blick in die App zeigt einem die teilnehmenden Venues – heute Yoga, morgen Fitness, übermorgen Wellness oder vielleicht doch mal Klettern ausprobieren? „Kein Problem!“ sagt Moritz Kreppel Gründer und Geschäftsführer vom Urban Sports Club. Eine tolle Sache, die ihren Nutzern die Möglichkeit bietet Sport flexibel und unkompliziert in den Alltag einfließen zu lassen.

    • Intro Urban Sports Club
    • Tarife – was kostet die Mitgliedschaft? (ab 1:36)
    • Abdeckung – wo kann ich hingehen? (ab 3:08)
    • Urban Sports B2B oder B2C? (ab 4:08)
    • Partnerstudios (ab 8:10)
    • Wer nutzt das Angebot? (ab 10:15)
    • Wie werden Nutzer auf Urban Sports Club aufmerksam? (ab 13:10)
    • Gründerteam (ab 14:13)
    • Finanzierung (ab 14:50)
    • Skalierung (ab 15:18)
    • Mögliche Verknüpfungen in der App (ab 18:08)

  • Warum Vermögensverwalter die nächsten Einzelhändler sein könnten

     

    Wer hier des Öfteren mitliest, wird wissen, dass ich schon seit Jahren die fehlende digitale Ausrichtung im Asset Management anprangere. Sei es bei kommerziellen Anlagefonds, institutionellen Investoren wie Versicherungen oder den im Auftrag vermögender Familien agierenden Beratern: Der Mangel an Verständnis für die Risiken – und vor allem für die Chancen – der Digitalisierung ist eklatant (siehe hierzu meine Serie Private Equity ist tot, lang leben Private Equity). Und wenn sich das nicht ändert, so dürften einige Fonds den Weg der angeschlagenen Einzelhandelskonzerne gehen, in die sie teilweise immer noch Geld reinpumpen.

    Denn gleich und gleich gesellt sich gern, wie es nicht zu Unrecht im Volksmund heißt. Will sagen: Ein Vermögensverwalter, der selber wenig Ahnung vom Digitalen hat, wird das Risiko nicht erkennen, das damit einhergeht, einen acht- oder neunstelligen Betrag in ein spätestens mittelfristig von digitalen Angreifern gefährdetes Handelsunternehmen zu stecken. Erst recht nicht wird er die Chance erkennen, die darin liegen könnte, gegen ein solches Unternehmen eine Short-Strategie zu fahren.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich plädiere nicht dafür, massenhaft Leerverkäufe zu tätigen gegen deutsche Mittelständer in demnächst von der digitalen Umwälzung betroffenen Bereichen wie dem B2B-Handel. Ich wundere mich nur, dass selbst aggressiv agierende Fondsmanager, die sich für den leibhaftigen Gordon Gecko halten, nicht mal auf die Idee kamen, gegen den Einzelhandel zu wetten, als es schon allen Beobachtern eigentlich klar sein konnte, welchen Effekt Amazon & Co. da gerade entfalteten. Das sagt eine Menge über das fehlende Digitalwissen in der Branche aus.

    Wofür ich schon eintreten möchte, ist eine umfassende Erneuerung des Selbstverständnisses von professionellen Investoren – und von ihren Kunden. Wer Investitionsentscheidungen auf Basis von einem soliden Verständnis der Digitalisierung trifft – und wer entsprechend in der Lage ist, bei Bedarf eine Digital Due Diligence einer Strategie oder eines einzelnen Unternehmens durchzuführen – wird viel bessere Chancen haben, überdurchschnittliche Erträge einzufahren. Und (was noch wichtiger ist): der wird seltener Geld verlieren!

    Ja, ich bin der Überzeugung, dass man in den kommenden Jahren digital genau verstehen muss, um auch nur werterhaltend zu arbeiten. Das muss Investoren sowie ihren Geldgebern klar sein. Zumal letztere zunehmend unangenehme Fragen stellen werden. Denn meines Erachtens steht der Branche eine ähnliche Entwicklung wie ebenjenem Einzelhandel bevor, in den sie so oft noch investiert. Früher kam der Kunde zum Fachhändler ins Geschäft und sagte: „Ich möchte gern einen Fernseher kaufen.“ Da konnte der Händler die Vorzüge zweier oder dreier Modelle anpreisen, um die Illusion der Auswahl herbeizuschaffen, bevor er dann knallhart dasjenige Gerät mit einem nicht mehr auszuschlagenden Angebot loswurde, an dem er am besten verdiente. Der Kunde hatte zu wenig Informationen um unabhängig vom Händler die für sich „beste“ Wahl treffen zu können.

    Schöne Zeiten! Heute hat der Fachhändler seinen Laden zugemacht und arbeitet höchstens für Tariflohn beim örtlichen Saturn, wo die Einkaufsbummler trotz satter „Chef-Rabatte“ letztens immer öfter ausbleiben. Der Kunde kauft seinen neuen Flachbildschirm bei Amazon.

    Im Asset Management sieht es auf dem ersten Blick anders aus. Dennoch ist das Prinzip dasselbe. Das Geschäftsmodell basiert allzu oft auf einem Informationsdefizit seitens des Kunden. Es wird das verkauft, was für den Fondsmanager bekannt, aufwandsarm, und einträglich daherkommt. Aber wer auf Informationsmangel im Zeitalter des Internets baut, errichtet sein Haus auf Sand.

    Vielmehr müssen sich Vermögensverwalter darauf gefasst machen, dass ihnen Anbieter Kunden abnehmen, die mit niedrigerer Marge arbeiten, weil sie besser investieren – und das alles auch noch sehr offen kommunizieren. Nehmen wir als Beispiel den Patrick O’Shaughnessy, der zuletzt im zarten Alter von 32 schon zum Chef von einer Firma aufgestiegen ist, die $6 Milliarden verwaltet. Der Mann gibt Woche für Woche seine Strategie und sein Wissen in einem öffentlichkeitsstarken Podcast für lau preis. Er sagt von sich selber: „Ich entzaubere Wertpapiere durch harte Fakten.“ Mehr noch: In einem Umfeld, in dem es schwieriger geworden sei denn je zuvor, besser als der Markt zu investieren, wären sehr viele Anleger dazu übergegangen, einfach in ETFs und Ähnliches zu investieren. Sein Rezept dagegen: „Unsere Firma ist auf Transparenz gegründet. In Zukunft werden diejenigen erfolgreich sein, die das Verfahren des Investierens für den Kunden interessant und unterhaltend gestalten.“

    Soweit kann wohl nur ein Amerikaner mit dem landestypischen Überschwang gehen. Inwieweit es hier wirklich um Unterhaltung gehen soll, sei dahingestellt. Was sicher nicht mehr geht: Geheimniskrämerei und Business-as-usual. Sonst drohen viele Fonds und Verwalter zu den Karstädten und Neckermännern zu werden, bei denen sie schon mal so viel Geld verloren haben.

  • Digitalisierung in Südostasien – Ein Einblick mit Max Scheichenost

    Max Scheichenost ist vor sechs Jahren nach Südostasien ausgewandert. Dort leitet er die Internetagentur Falcon Agency und ist selbst Gründer und Managing Partner von Alps Ventures, einem Inkubator für Digitalagenturen, mit Sitz in Singapur. Die Zeit in der er auswanderte beschreibt er als „Disneyland für Unternehmer“, er fand quasi einen Markt vor in dem noch alles möglich war und viel ausprobiert werden konnte. Im Gespräch mit Digitalkaufmann.de gibt er einen Einblick wie sich dieser Markt entwickelt hat, welche Projekte gerade ihn für sein Team spannend sind und wie die digitale Welt in Südostasien heute aussieht.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Intro Max Scheichenost
    • Südostasien per Definition (ab 1:58)
    • Falcon Agency & Alps Ventures (ab 3:53)
    • Inwiefern ist digitales Know How aus Europa „exportierbar“ und wie sah der Markt noch vor sechs Jahren aus? (ab 6:08)
    • Wie sieht der digitale Markt in Südostasien heute aus und wie geht man mit dem Thema Talente/Mitarbeiter vor Ort um? (ab 9:55)
    • Was sind die momentanen Hauptprojekte und Themen von Max und seinem Team? (ab18:15)
    • Hat man in Südostasien als Unternehmen noch die Chance eine eigene Kundenbindung herzustellen, ohne sich die Kunden von großen Plattformen wie Amazon oder Alibaba zu „mieten“? (ab 21:15)
    • Ausblick auf die Zukunft der großen Player am Markt – Wer wird in Südostasien das digitale Rennen gewinnen? (23:50)

    Eine kleine Anmerkung noch:
    Leider durften wir im SOHO House Berlin nicht filmen, daher gibt es ein Foto von uns und ansonsten den strahlend blauen Himmel über den Dächern Berlins

     

  • Wie sieht die Beratung der Zukunft aus?

    In der letzten Zeit machen wir uns bei der Wald und Wiese Holding viele Gedanken zu diesem Thema. Daher fand ich das Gespräch zwischen Tarek und Roland Berger in der Wirtschaftswoche vor ein paar Wochen äußerst interessant. Als der Redakteur der altehrenwürdigen Beraterlegende die Frage stellte, was er anders machen würde, wenn er heute gründen würde, antwortete er, er würde „eine Mischung aus Beratung und Beteiligungsgesellschaft wählen, um zum Beispiel Start-ups oder Restrukturierungen zu finanzieren.“ Darauf Tarek: „So macht das auch die Beratungsfirma eTribes, bei der ich Gesellschafter bin.“ Und darauf Berger: „Da bin ich ja erleichtert. Offenbar habe ich trotz meines fortgeschrittenen Alters noch das richtige Gespür für die Zeit.“

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  • Amazon Dorf Talk – Der optimale Neuprodukt-Launch auf Amazon

    Amazon Dorf Talk – Der optimale Neuprodukt-Launch auf Amazon

    Wie sieht eigentlich ein optimaler Neuprodukt-Launch auf Amazon aus? In einer weiteren Amazon Dorf Talk Runde diskutieren Christian Otto Kelm und Nils Seebach genau dieses Szenario. Welche Vorabdefinitionen muss ich mir setzen? Wie könnte die Userjourney aussehen und wie bringe ich mein Produkt letztendlich erfolgreich an den Kunden? Schaut selbst rein wie man anhand von Beispielen wie Lego-Schaufeln, Bratpfannen und Hyaluronsäure eine Menge informativer Tipps und Tricks mit an die Hand bekommt.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Intro
    • Neu-Launch vs. Re-Launch und Setup (ab 2:47)
    • Festlegung des Produktportfolios (ab 3:50)
    • Nachempfinden der Userjourney vor Produktlaunch – Wie denkt meint Kunde? (ab 4:50)
    • Gibt es Tools um für mein Produkt relevante Daten vorab gezielt zu sammeln? (ab 10:20)
    • Wichtigkeit der Keyword-Analysen (ab 14:33)
    • Thematik der Qualität und des Produktbedürfnisses (ab 15:50)
    • „If you don’t have a brand strategy you don’t have an Amazon strategy“ (ab 24:35)
    • Amazon hat ein begrenztes Suchvolumen (ab 29:30)
    • Stichwort Werbekanäle (ab 30:50)
    • Wann ist der Launch beendet? (ab 37:50)
    •  Produktlaunch vs. Portfoliolaunch (46:25)
    • Abschluss (48:36)

  • Bundesanzeiger 2.0 oder Stalking für Firmen

    Bundesanzeiger 2.0 oder Stalking für Firmen

    Den Begriff Digitalkaufmann habe ich mir damals als Blogger-Pseudonym nicht nur deswegen einfallen lassen, weil es lustig klingt – sondern auch, weil ich finde, dass sich auch im digitalen Zeitalter die traditionellen Tugenden und Verpflichtungen eines ehrbaren Kaufmannes mitnichten erübrigt haben. Für einen guten Kaufmann hat es sich beispielsweise seit jeher gehört, sich über potenzielle Geschäftspartner gründlich zu informieren, damit man bei der Kontaktaufnahme weiß, mit wem man es zu tun hat. Globale Geschäfte in Echtzeit machen eine umfassende Auskunft heute nicht unwichtiger, sondern für alle Stakeholder noch viel relevanter. Egal ob Geschäftsbeziehung, zukünftiger Arbeitgeber oder Konkurrent – mehr über die Unternehmen und die dahinter stehenden Personen zu erfahren ist immer wertvoll.

    Zu Zeiten der holzgetäfelten Kontorräume in schiefen Fachwerkhäusern führten Geschäftsleute, die neu in Hamburg waren, Empfehlungsschreiben mit sich. Und schon immer haben sich Gesprächspartner bei Dritten vertraulich nach dem Ruf ihres Gegenübers erkundigt. Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelten dann die Geschäftswelt und die Zentralstaaten Instrumente, die dazu dienten, Hochstaplern und Serienpleitiers das Leben schwer zu machen. So gibt es heutzutage Firmenpflichtveröffentlichungen, die in Zeitungen und/oder dem Bundesanzeiger, dem Handelsregister usw. erscheinen müssen.

    Der Gedanke ist nach wie vor gut: Finanzdaten, Inhaberstrukturen, usw. sollen alles transparent dargelegt werden. Die Ausführung ist allerdings – nett ausgedrückt: etwas in die Jahre gekommen. Wer schon versucht hat, den Bundesanzeiger für die Informationssuche zu benutzen, wird wissen, dass es nach allem anderen als nach Transparenz aussieht. Der Verlag Bundesanzeiger hat genau wie die Handelskammern, oder der öffentliche Rundfunk, über Jahre hinweg erfolgreich den Kundennutzen an zweite Stelle delegieren können, weil es sich um eine Pflichtveranstaltung handelt. Als Geschäftsmann auf der Suche nach Information (also: als Kunde) hat man daher nicht selten das Gefühl, man könnte genauso gut eine Auskunftei beauftragen – oder glatt einen zwielichtigen Trenchcoat-tragenden Detektiven samt belegter Raucherstimme, ollem 80er-Jahre-Mercedes und übergroßem Aktenkoffer.

    Deswegen bin ich – wie so viele – ein großer Fan von Northdata. Das Angebot ist Deutschlands beliebtestes Portal für Firmeninformationen, denn es verarbeitet Firmenpflichtveröffentlichungen mit Methoden der Big-Data und der künstlichen Intelligenz, um sie zugänglicher und aufschlussreicher zu gestalten. Vor allem ist Northdata da zur Stelle, wo wir alle heutzutage nach Informationen über alles suchen: in den Suchergebnissen bei Google & Co. ganz weit oben. Kein Wunder, dass selbst Finanzbeamte regelmäßig da zugreifen, statt den eigenen, mühsamen Dienstweg zu gehen oder den Web-1.0-illgen Auftritt bundesanzeiger.de zu nehmen. Zumal sich die Daten von Northdata maschinell weiterverarbeiten und sogar hübsch visualisieren lassen.

    Da hätte ein Kaufmann alten Schlages sicher ebenfalls zugegriffen (wenn es denn damals neben den Kupferröhren für Wasserhähne, durch die Aale schwammen, auch Kupferleitungen des Internets gegeben hätte…). Ja, mir gefällt diese neue Herangehensweise an eine uralte Idee so gut, dass ich dazu glatt ein Interview mit dem Gründer von Northdata Frank Felix Debatim geführt habe, um mehr darüber zu erfahren. Viel Spaß bei der Lektüre!

    Was hat zur Entwicklung von North Data geführt? Und was war am Bundesanzeiger falsch?

    Der Bundesanzeiger ist eine digitaler Friedhof für Firmenveröffentlichungen: Um einen wirklichen Überblick zu den Finanzdaten der letzten Jahre einer bestimmten Firma zu bekommen, kann man einen BWL-Studenten zwei Tage davor setzen. Bei uns gibt es das alles – und viel mehr – mit einem Mausklick. Wir verdichten die Informationen und zeigen das Wesentliche auf einen Blick. Einfach und verständlich für jeden. Daher haben wir auch so viele Visualisierungen.

    Wozu benutzen Privatanwender bzw. Professionals eure Daten?

    Uns nutzen viele Fintech-Startups: ich glaube, insbesondere wegen des unkomplizierten und leistungsfähigen API. Unsere echte Stärke ist die interaktive Recherche: Das ist insbesondere spannend für Corporate-Finance-Dienstleister, B2B und Key Account Vertrieb, Kanzleien, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater. Aber auch die Steuerfahndung und das Bundesamt für Finanzen gehören zu unseren eifrigsten Nutzern.

    Wie verdient ihr Geld damit? Was ist euer Geschäftsmodell?

    Wir bieten einen Premium Service an. Die Premium-Nutzer unserer Website bekommen zusätzliche Informationen und Funktionen, die nicht auf der öffentlichen Website zu finden sind, wie z.B. ausführliche Finanzdaten, und eine sehr leistungsfähige Suche, bei der man Firmen geographisch, nach Branchen, finanziellen Kennzahlen und Ereignissen filtern kann.

    Unsere zweite Säule ist der Data-Service. Über ein leistungsfähiges API können Kunden unsere Daten und Visualisierungen in ihre Software integrieren. Manche Kunden haben die Daten auch lieber komplett in der eigenen Datenbank, für diese bieten wir einen Export im Quartals-Abo an.

    Wie viele seid ihr und wo findet die Entwicklung statt?

    Wir sind nur ein kleines Team, und arbeiten in Hamburg und Berlin vom Home-Office aus. Ich glaube, deutsche Startups setzen in der Entwicklung zu sehr auf Masse statt auf Klasse. Instagram hatte gerade den dritten Entwickler eingestellt, als sie von Facebook übernommen wurden. Das ist unser Vorbild.

    Wie plant ihr das Tool bekannt zu machen? Bieten doch Bloomberg, Factset, Reuters etc. bereits eine Vielzahl von ähnlichen Services für Unternehmenskunden an, oder?

    Wenn man auf Google Informationen zu deutschen Firmen sucht, findet man North Data! Nicht immer auf Platz Eins, aber immer öfter.

    Veröffentlicht ihr etwas zu euren Kennzahlen (Datensätze, User, Umsätze usw.)?

    Ich schäme mich fast das zu sagen, aber ich schaue nur selten auf Kennzahlen. Und auch nicht auf die Konkurrenz. Wichtig ist mir unser Produkt und das Feedback, was wir dazu erhalten. Andere in dem Markt bauen Produkte, mit dem sie ihre Nutzer maximal schröpfen können. Wir bauen ein Produkt, wie ich es selbst gerne nutzen würde. Was ich schon kennzahlenmäßig sagen kann: Seit Mitte 2017 sind wir profitabel.

    Woher bezieht ihr eure Daten und wie haltet ihr die aktuell?

    Es gibt nur ganz wenige „originäre“ Datenquellen. Die meisten Anbieter von Firmeninformationen kaufen Daten von anderen Anbietern ein. Irgendwo am Ende der Kette – ich glaube, in Indien – werden sie manuell zusammengestellt, und dann in Deutschland ergänzt: zum Beispiel durch Recherche von lokalen Büros.

    Wir aber generieren die Daten komplett selber, durch Analyse der Pflichtveröffentlichungen der Firmen im Bundesanzeiger, Handelsregister und Insolvenzregister. Dieser Prozess ist vollautomatisiert. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht! Die Veröffentlichungen werden nämlich von Menschen geschrieben, von Geschäftsführern, Steuerberatern, Notaren. Um das maschinell auszuwerten, benötigt man leistungsfähige Software, die an die Grenzen dessen geht, was auf dem aktuellen Stand der Technik möglich ist.

    Gefühlt bezieht ihr euch viel auf Amtsgerichtsdaten – das heißt: Ihr achtet auf Geschäftsführer usw., aber weniger auf die Gesellschafterstruktur. Wie wollt ihr perspektivisch Northdata mit den weiteren Daten anreichern, die zur Analyse von Unternehmen spannend sind?

    Die Gesellschafterdaten rückt das Handelsregister nur gegen Bezahlung heraus. Wir hätten sie wahnsinnig gerne, aber es rechnet sich unter dem Strich nicht. Allerdings gibt es in den Jahresberichten noch viel Informationen, die wir noch nicht auswerten, also zur Konzernstruktur, zum Aufsichtsrat, zur Vergütung, und vieles mehr. Das wird alles früher oder später kommen, ergänzt durch attraktive Visualisierungen.

    Welches Feedback habt ihr bisher zur Datenqualität aus dem Markt erhalten?

    In Podiumsdiskussionen wird oft der Vergleich gezogen zwischen manuell und automatisch gewonnen Firmendaten. Beide haben Stärken und Schwächen. Keines der Verfahren liefert 100% korrekte Daten. Aber unsere Qualität ist bereits mindestens gleichwertig, und die Aktualität ist bei der automatischen Verarbeitung natürlich deutlich höher.

    Wie seid ihr auf die – meiner Meinung nach brillante, alleinstellungsmerkmaltaugliche – graphische Darstellung von Vernetzungen zwischen Firmen gekommen?

    Die Panama Papers! Wir wollen ja Firmendaten mit Leben füllen – und die Vernetzungen und Verflechtungen zwischen Firmen und Personen ist das spannendste in der Wirtschaft überhaupt. Das schwierige an der Netzwerkdarstellung ist die Auswahl. Viele Firmen haben massenweise Querverbindungen. Welche davon sind die relevanten? Da steckt sehr viel Arbeit drin.

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  • borek.digital – „Machen wir mal“ – Ein Accelerator Programm aus Braunschweig

    borek.digital – „Machen wir mal“ – Ein Accelerator Programm aus Braunschweig

    Wie bekomme ich heutezutage als Unternehmen die passenden Leute zu mir, wenn ich nicht in den digitalen Hubs wie Berlin, Hamburg oder München sitze? Richard Borek, von Richard Borek GmbH & Co. KG und sein Team, haben sich genau dieser Problematik gestellt und unter dem Motto „Machen wir mal“ das Accelerator Programm borek.digital in Braunschweig ins Leben gerufen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es gibt jungen Leuten vor Ort die Chance ihre Startup Ideen vorzustellen, genauer zu durchdenken und bestenfalls auch noch umzusetzen. Ich selbst habe mir als Teil der Jury des letzten Startup-Weekends ein Bild machen dürfen. Erfahrt hier selbst, was da in Braunschweig auf die Beine gestellt wurde.

    • borek.digital – Startup Weekend (ab 1:45)
    • borek.digital – Accelerator Programm (ab 7:39)
    • Welche Unterstützung/Beschleunigung bietet das Programm (ab 9:02)
    • Braunschweig als Standort mit der TU Braunschweig (ab 12:20)
    • Anzahl Gründerinnen vs. Gründer in Braunschweig (ab 20:30)
    • Abschluss und bereits entstandene Gründungen (ab 24:40)

  • Influencer wird Hersteller – Niklas Heinen von 100TAUSENDLUX Group

    Influencer wird Hersteller – Niklas Heinen von 100TAUSENDLUX Group

    Eigentlich repräsentieren Influencer die Produkte und Marken anderer Unternehmen. Joana Heinen jedoch hat aus ihrer Arbeit als Influencerin heraus mit ihrem Team eigene Produkte und Marken entwickelt. Zusammen mit ihrem Mann Niklas Heinen gehört ihr die 100TAUSENDLUX Group. Im Gespräch mit Niklas haben wir uns unter anderem ihre Marke odernichtoderdoch einmal genauer angeschaut.

    • Influencer von eigenen Produkten vs. Fremdprodukten (ab 2:19)
    • Produktaufbau über Team und Community – emotional vs. KPI (ab 5:21)
    • 100TAUSENDLUX Group – Geschichte und Zahlen (ab 8:40)
    • Wie wurde das Wachstum wahrgenommen? (ab 16:50)
    • Qualitätsanspruch und Brandawareness im Team (ab 21:05)
    • Skalierungsprozess (ab 23:20)
    • Hagelsturm (ab 31:00)  🙂
    • Online ist und bleibt Hauptkanal – erste Erfahrungen/Tests im stationären Handel (ab 31:55)

  • 2018 -Trends und Tendenzen im Amazon Dorf Talk

    2018 -Trends und Tendenzen im Amazon Dorf Talk

    In dieser Rundes des Amazon Dorf Talks geht es um Trends und Tendenzen für das Jahr 2018. Folgender Fragenkatalog wird diesmal angegangen: Wie könnte Alexa weiterhin in das tägliche Leben eingebunden werden? Wird es Amazon Go auch in Deutschland vielfältig geben? Wird das Thema Versicherungen noch ausgebaut? Wird der Bereich Apotheke noch einmal neu angegangen? Wie sieht es mit Amazon Business aus und wie steht es um das Thema Dienstleistungen? Gibt es Neuigkeiten zu den Bewertungen und was ist eigentlich Amazon SEO?
    Christian Otto Kelm und Nils Seebach hangeln sich bei ihrem ersten Treffen im neuen Jahr anhand von euch eingegangener Fragen entlang. Eins steht fest: 2018 wird ein weiteres großes Jahr für Amazon werden.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs im Überblick:

    • Überblick Amazon Trends 2018 (ab 1:40)
    • Insights zum Thema Amazon Bewertungen und Style Guide (ab 15:48)
    • Was ist Amazon SEO? (ab 31:17)
    • Die vier Felder des Amazon SEO (ab 38:55)