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Donnerstag

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März 2018

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Bundesanzeiger 2.0 oder Stalking für Firmen

Written by , Posted in Entrepreneur, Kaufmann

Den Begriff Digitalkaufmann habe ich mir damals als Blogger-Pseudonym nicht nur deswegen einfallen lassen, weil es lustig klingt – sondern auch, weil ich finde, dass sich auch im digitalen Zeitalter die traditionellen Tugenden und Verpflichtungen eines ehrbaren Kaufmannes mitnichten erübrigt haben. Für einen guten Kaufmann hat es sich beispielsweise seit jeher gehört, sich über potenzielle Geschäftspartner gründlich zu informieren, damit man bei der Kontaktaufnahme weiß, mit wem man es zu tun hat. Globale Geschäfte in Echtzeit machen eine umfassende Auskunft heute nicht unwichtiger, sondern für alle Stakeholder noch viel relevanter. Egal ob Geschäftsbeziehung, zukünftiger Arbeitgeber oder Konkurrent – mehr über die Unternehmen und die dahinter stehenden Personen zu erfahren ist immer wertvoll. Zu Zeiten der holzgetäfelten Kontorräume in schiefen Fachwerkhäusern führten Geschäftsleute, die neu in Hamburg waren, Empfehlungsschreiben mit sich. Und schon immer haben sich Gesprächspartner bei Dritten vertraulich nach dem Ruf ihres Gegenübers erkundigt. Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelten dann die Geschäftswelt und die Zentralstaaten Instrumente, die dazu dienten, Hochstaplern und Serienpleitiers das Leben schwer zu machen. So gibt es heutzutage Firmenpflichtveröffentlichungen, die in Zeitungen und/oder dem Bundesanzeiger, dem Handelsregister usw. erscheinen müssen. Der Gedanke ist nach wie vor gut: Finanzdaten, Inhaberstrukturen, usw. sollen alles transparent dargelegt werden. […]