Wenn man einen Säugling aus dem Brutkasten holt, dann ist dieser eigenständig in der Lage zu überleben und hat alle nötige Unterstützung für diesen Lebensabschnitt erhalten. Jetzt muss eigenständig los gelegt werden. So ist das auch mit Firmen. Der Berliner Inkubator Epic muss erfahren, dass ein zu großer Brutkasten weder dem Baby noch dem Arzt Spaß macht. In einer „kleinen Änderung“ wurde die Holding massiv reduziert und die zentralen Funktionen zurück auf die Portfolio Unternehmen verteilt. Ebenfalls wurde über einige Entlassungen spekuliert. Dies ist einerseits ein Zeichen für verfehltes Kostenmanagement, da eine Holding in erster Linie „lean & mean“ sein sollte. Nur wenn man es als Holding schafft, die einzelnen Leistungen durch effektive Skalierung billiger als die Eigenkosten der einzelnen Unternehmen anzubieten, ist diese Struktur erfolgversprechend. Für Start-Ups ist dies sogar extrem nützlich, da im Schnitt besser qualifiziertes Personal für die Tätigkeit der Holding eingekauft werden kann, als für jedes einzelne Start-Up. Andererseits vergessen CEOs von Inkubatoren häufig, dass sie besonders kostenbewusst sein müssen und als Beispiel für ihre Portfoliounternehmen agieren sollten – nicht als mächtige Finanzholding mit unbegrenzten Budgets. Wenn dies vergessen wird, wie es hier der Fall gewesen zu sein scheint, dann wird die Holding sehr schnell ein Klotz am Start-Up Bein,
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Epic – Pivot zur richtigen Zeit?
