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  • Ein Blick in die Zukunft der zahnärztlichen Praxis mit Christian Henrici

    Ein Blick in die Zukunft der zahnärztlichen Praxis mit Christian Henrici

    In seinem Buch „Mein Beruf- meine Zukunft, Kriterien einer Entscheidungsfindung – Angestellt oder Selbstständig?“ gibt uns Christian Henrici, CEO OPTI health consulting GmbH, einen Einblick in die Zukunft der zahnärztlichen Praxis. Wir haben uns in diesem Beitrag einmal genauer über das Buch aber auch über Christians Beweggründe dieses Buch zusammenzustellen unterhalten. Auch ich habe einen Beitrag mit Hinblick auf die Digitalisierung dazu geleistet und freue mich die Informationen hier zu teilen.

    • Intro Christian Henrici, CEO OPTI health consulting GmbH
    • Die Arbeit der Zahnärzte in den USA vs. Deutschland (ab 3:11)
    • Wie kam es zu dem Buch „Mein Beruf – meine Zukunft“? (ab 8:03)
    • Buchvorstellung mit Schwerpunkt „Warum ist Marketing von besonderer Relevanz für Zahnärzte?“  (ab 10:12)
    • Ein Blick in die weitere Kapitel des Buches (ab 17:15)
    • Abschluss (ab 20:00)

    Weitere Informationen zum Buch gibt es beim Verlag Quintessence Publishing unter folgendem Link: https://www.quintessence-publishing.com/deu/de/product/mein-beruf-meine-zukunft

     

  • Stadt, Land, Gorillas.

    Stadt, Land, Gorillas.

    Regelmäßige Digitalkaufmann-Leser wissen, dass ich in einem niedersächsischen Dorf zu Hause bin. Hier finden ja die Amazon-Dorf-Talks statt, hier unterhalte ich mich übers digitale Landleben und hier erlebe ich die Höhen und Tiefen beim Bau und Betrieb eines Einfamilienhaus im Grünen. Allerdings spielt auch die Stadt seit jeher eine große Rolle in meinem Leben: In Hamburg sitzen nämlich die Unternehmen, die ich mitgegründet habe. Erst mit der Pandemie entfiel für mich über Monate die Verpflichtung, mindestens zweimal die Woche in die Stadt zu fahren. Insofern war 2020 das „landigste“ Jahr, das ich bislang verbracht habe.

    Zu Mitte 2021 wendet sich das Blatt nun wieder. Bei Etribes ist im Büro wieder mehr los. So gut das mobile Arbeiten und Home-Office geklappt haben mögen: Alle wissen wir, was dabei verloren ging. Und immer mehr von uns sind geimpft. Und so kommt es, dass ich im letzten Monat wieder öfter in der Stadt war und mich mehr mit Mitarbeitern unterhalten habe, die in Hamburg wohnen – einfach so, über dies und das. Was mir dabei auffällt: Der Graben zwischen Stadt und Land ist realer denn je und ist in der Pandemie ein ganzes Stück tiefer geworden.

    Infrastruktur auf dem Dorf: Besser als ihr Ruf

    Dabei rede ich nicht von einem imaginären mentalen Graben, wie der so oft propagiert wird. Es ist eben nicht so – wie sich das einige in Hamburg vorstellen –, dass alle auf dem Dorf gegen die Homo-Ehe sind und aus ihren SUVs gegenstandslos „Merkel muss weg!“ brüllen. Hamburg tendiert dazu, für sich eine Monopolstellung in Sachen Liberalität zu beanspruchen, die schon 2001 mit dem Einzug der Schill-Partei in die Bürgerschaft – und spätestens 2015 mit dem der AfD – offenkundig so nicht gegeben ist.

    Nein, der Graben ist ein digitaler. Darunter verstehe ich allerdings keinen infrastrukturellen Graben: Ja, es mag noch ländliche Gegenden in Deutschland ohne Breitband und ohne Mobilempfang geben, aber längst nicht mehr so viele, wie gedacht. In unserem Dorf haben wir zum Beispiel dank EU-Fördermittel bereits Glasfaser und surfen mit derselben Geschwindigkeit wie die Bürger in Stellingen, Schnelsen und der Schanze – Vielleicht sind wir sogar ein paar Megabits schneller unterwegs. Die Vorstellung, dass das Land vom schnellen Internet völlig abgekoppelt ist, stimmt längst nicht mehr.

    Digitale Dienstleistung außerhalb der Stadt? Fehlanzeige!

    Wo die Stadt dem Land aber spürbar davongerast ist: Digitale Dienstleistungen. Vor allem seit Beginn der Pandemie hat sich hier wieder ein Graben aufgetan. Für jemanden, der den Großteil der letzten 12 Monate mit geringem Kontakt zur Stadt verbrachte, ist es einfach krass, jetzt zu erleben, was man in Hamburg mittlerweile per Klick innerhalb weniger Minuten alles geliefert bekommen kann. So habe ich letztens das Wochenende in Hamburg verbracht und bei Gorillas den Einkauf dafür gemacht – der in 9 (sage und schreibe: neun!) Minuten da war. 

    Das war Anfang 2020 noch nicht so. Da nutzten einige in Hamburg den Lieferservice von Rewe und man sah recht viele Lieferando-Boten rumradeln; hin und wieder bestellten wir bei Etribes (damals noch draußen in der Schokoladenfabrik) bei so einem Lieferdienst auch etwas, der allerdings selten in unter 40 Minuten da war. Schnitt, Sommer 2021: Alle holen ihre Getränke von Flaschenpost und den Supermarkteinkauf bei Gorillas: Jetzt bestellt, in 10 Minuten da! Krass.

    Und umso krasser, wo ich jetzt wieder auf dem Dorf bin. Der Wochenendeinkauf von Gorillas? Mach mal aus 9 Minuten wieder mindestens zwei Stunden: Da muss man sich ins Auto setzen, zum örtlichen Edeka fahren, das Zeug in den Einkaufswagen legen, an der Kasse anstehen, zurückfahren… Lieferung in unter 10 Minuten bestellen? Utopisch! Hier kann man nämlich gar nichts bestellen, von niemandem. Nein, kein Supermarkt weit und breit bietet überhaupt einen Lieferservice an – auch nicht für den nächsten Tag oder selbst nur an einem Tag der Woche mit einer festen Runde. Da kann mir Picnic nicht schnell genug ins benachbarte Kreisstädchen kommen! 

    Gorillas am Toben in der Stadt – Stille auf dem Land

    Das wird allerdings dauern. Einerseits, weil es natürlich völlig illusorisch wäre, mit unserer ländlichen Bevölkerungsdichte einen on-demand-Schnelleinkaufsservice wie Gorillas betriebswirtschaftlich sinnvoll auslasten zu wollen. So schnell werden solche Konzepte nicht einmal die dichtest besiedelten Viertel der Ballungsräume verlassen, geschweige denn sich auf dem Dorf niederlassen. Andererseits, weil selbst auf kleinere Städte gemünzte Konzepte wie Picnic noch viele low-hanging fruits in der Kategorie 50.000 bis 100.000 Einwohner abzuernten haben, bevor sie sich die Weiten der norddeutschen Tiefebene vornehmen.

    Was ich mir allerdings denken kann: Genau so, wie das Thema Breitbandausbau hier auf dem Land vor rund fünf Jahren heiß diskutiert wurde und sich so viel Druck aufbaute, dass Politik und Verwaltung tätig wurden – ja, genau so könnte es mit dem sich auftuenden digital services gap kommen. Wenn nämlich in fünf Jahren in jeder deutschen Stadt ab 100.000 Einwohner jeder Einkauf nach Hause bestellt werden kann, wird die Hälfte der Bevölkerung, die in Städten und Gemeinden unterhalb dieser Schwelle wohnt, mehr und besseres von ihren Händlern verlangen. Nicht zuletzt deswegen, weil die ländliche Bevölkerung Deutschlands vorwiegend aus Familien mit Kindern einerseits und rasch alternden Seniorenhaushalten andererseits besteht, die beide gute Gründe haben, sich die schweren Einkäufe nach Hause bestellen zu wollen. 

    Spätestens dann also wird der örtliche Edeka vermutlich anfangen müssen, ein wie auch immer geartetes Lieferkonzept anzubieten, weil die anderen diesen Markt für sich entdecken werden. Da vertraue ich übrigens ganz auf die Marktwirtschaft: Zwischen Verlangen nach convenience bei entsprechender Zahlungsbereitschaft auf dem Dorf und operativen Herausforderungen in dünner besiedelten Gegenden wird irgendwer auf ein Geschäftsmodell kommen, das profitabel zu betreiben ist. 

    Bis die Gorillas aber über die Wiesen stürmen, wird es wohl allerdings dauern…

  • Amazon Dorf Talk – Wiesemann 1893 Handwerkzeug digitalisiert

    Amazon Dorf Talk – Wiesemann 1893 Handwerkzeug digitalisiert

    Heute schauen wir uns das Unternehmen Wiesemann 1893 einmal genauer an. Gründer und Geschäftsführer von Wiesemann 1893, Manuel Siskowski, zeigt uns wie er mit seinem Team „alte Handwerkzeugskunst“ neu aufgelegt und komplett digitalisiert hat. Christian Kelm und ich hatten so viele Fragen, dass wir noch einen weiteren Podcast hierzu aufnehmen werden.

    • Intro und Vorstellung Manuel Siskowski, Gründer und Geschäftsführer von Wiesemann 1893
    • Test Christian Kelm: Wieviele Handwerkzeugmarken sind bekannt? (ab 2:48)
    • Positionierung, Portfolio, Aufstellung und Vertrieb Wiesemann 1893 (ab 4:34)
    • Zukunftspläne Wiesemann 1893 (ab 20:56)
    • Was sagen Mitbewerber? (ab 25:27)
    • Vor- und Nachteile des rein digitalen Models und Kundenansprache (ab 30:17)
    • Amazon Content und Onlineshop Content sind nahezu gleich. Welche Entscheidungen sind wann und warum zum Thema Amazon getroffen worden? (ab 39:05)
    • Abschluss und Ausblick auf die Fortsetzung dieses Gesprächs in einer weiteren Amazon Dorf Talk Folge (ab 44:07)

  • Interview zu Spacs auf startbase.de

    Interview zu Spacs auf startbase.de

    Kürzlich habe ich ein Interview auf startbase.de gegeben zum Thema Spacs:

    „Spacs sind für mich das Zeichen einer völligen Überhitzung des Marktes. Wir leben derzeit in einer Start-up-Welt, in der es noch nie so einfach war, schnell an Geld zu kommen. Wir haben derzeit eine Überversorgung mit Kapital.“ Was meint ihr dazu?

    Das Interview könnt ihr hier lesen:

    https://www.startbase.de/interviews/spacs-sind-fuer-mich-das-zeichen-einer-voelligen-ueberhitzung-des-marktes/

  • Rechtstexte für Websites und Online Shops digitalisiert

    Rechtstexte für Websites und Online Shops digitalisiert

    Niklas Plutte ist Gründer und Geschäftsführer von avalex GmbH, einem Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat  Rechtstexte für Websites oder Online Shops zu erstellen, die sich dann automatisch an die aktuelle Rechtslage anpassen. Wie funktionieren die Prozesse dahinter und wäre die Idee noch erweiterbar bzw. gibt es Konkurrenz? Danke Niklas für einen spannenden Einblick und weiterhin viel Erfolg!

    • Intro Thematik und Niklas Plutte
    • Vorstellung avalex GmbH (ab 3:13)
    • Zielkunden von avalex (ab 6:00)
    • Könnte avalex auch als Abmahnbusiness funktionieren? (ab 7:46)
    • Rechtsanwälte und Digitalisierung, wie ist da der Stand? (ab 9:40)
    • Wird es in Zukunft beispielsweise auch Möglich sein gesellschaftsrechtliche Verträge so abzubilden, oder andere Bereiche? (ab 12:36)
    • Kundenakquise (ab 17:38)
    • Wie steht es um Notare und Digitalisierung? (ab 24:40)
    • Abschluss (ab 29:09)

  • Wie wurde ich Unternehmer? – Ein Podcast mit Victor Neumann von Startuprocks

    Wie wurde ich Unternehmer? – Ein Podcast mit Victor Neumann von Startuprocks

    Wie wurde ich Unternehmer, was war meine persönliche Motivation und welche Tipps würde ich weitergeben?

    Der Startup.rocks Podcast ist ein Teil der #12cast Familie, der Podcast Reihe von 12min.me.

    Danke Victor Neumann von Startup.rocks für den spannenden Podcast:

  • Klinische Studien digitalisiert – Anna Abraham von Mondosano GmbH

    Klinische Studien digitalisiert – Anna Abraham von Mondosano GmbH

    Anna Abraham ist Co-Gründerin und Geschäftsführerin von Mondosano GmbH. Zusammen mit ihrem Team leistet sie Aufklärungsarbeit über die Verfügbarkeit und Inhalte von klinischen Studien. Patienten werden einerseits bei der Suche nach der passenden Studie unterstützt, aber auch direkt an die Hand genommen und vermittelt. Wie entstand Mondosano GmbH, welche Herausforderungen gab bzw. gibt es und wie sieht es in anderen Ländern aus?

    • Vorstellung Anna Abraham und Mondosano GmbH
    • Wie monetarisiert sich Mondosano GmbH? (ab 2:23)
    • Entstehungsgeschichte von Mondosano GmbH (ab 3:28)
    • Wo steht Mondosano GmbH als Start-Up zum jetzigen Zeitpunkt? (ab 6:12)
    • Funding (ab 7:15)
    • Wie groß ist die Zielgruppe an Unternehmen die Forschung beauftragen/durchführen in Deutschland? (ab 11:00)
    • Die Aufgabenschwerpunkte im Gründerteam (ab 14:07)
    • Die ethische Komponente (ab 15:00)
    •  Technologie (ab 22:03)
    • Akzeptanz (ab 23:24)

  • Generationen Y und Z – Für mich das A und O

    Generationen Y und Z – Für mich das A und O

    Es vergeht mittlerweile kaum ein Tag, an dem die Generationen von zwischen 1985 und 2000 nicht irgendwelchen Anfeindungen von selbsternannten ‚Arbeitsmarktforschern‘ und gelangweilten Leitartiklern ausgesetzt sind. Ihrer Meinung nach sind die Millennials, geboren in den Jahren 1985 bis 1995, zwar arbeitswillig, aber höllisch anstrengend. Sie werden gern auch etwas spöttisch Generation Y genannt – erstens, weil sie auf die Generation X folgen (X, Y… Na, schon kapiert?) und zweitens, weil sie angeblich zu viele „Why?“-Fragen stellen. So. Und nach Jahren, in denen auf sie eingeschossen wurde, haben die erniedrigungsgeilen Karriere-Ressorts der großen Medien eine neue Zielscheibe gefunden: die neuerdings arbeitsmarktreife „Generation Z“, die – so die Vorwürfe – nicht mal den Antrieb aufbrächten, anstrengend zu sein, sondern nur noch auf Sabbaticals/Raves/Fridays for future rumhingen.

    Von diesem unschönen Medienphänomen gab es letztens bei WELT ein besonders hanebüchenes Exemplar. In feinstem, völlig sinnentleertem Journalistendeutsch – „Die nach 1995 geborenen jungen Arbeitnehmer und Hochschulabsolventen erobern aktuell den Arbeitsmarkt“ (Was soll man denn sonst im Alter von 24 ‚erobern‘? Das Arbeitsamt? Ein Nachbarland?) – wird eigentlich Selbstverständliches erklärt: Junge Menschen stellen gewohnte Abläufe und Zielsetzungen in Frage und – Haltet euch fest! – wollen was verändern. Dass ich nicht vom Stuhl falle!

    Natürlich hat jede Generation immer einen sehr kritischen Blick auf die jeweils nachfolgende. Schon Cicero klagte, die jungen Römer beherrschten nicht mehr den gepflegten Brauch des Lateinischen, seien feige im Kampf und das Reich (das übrigens noch drei Jahrhunderte halten sollte) gehe überhaupt den Bach runter. Im bundesrepublikanischen Sound von heute hört sich dieser ewiger Mechanismus folgendermaßen an: „Anspruchsdenken“, „erst einmal was leisten“ und „damals wurde ja sogar noch gesiezt/Krawatte getragen/Überstunden ohne Ende geleistet. Und sage mir jetzt einer, das hier sei zu unflexibel!“

    Kurz: Man selber ging barfuß zur Schule und beide Wege gingen Berg hoch. So weit, so normal. Und Menschen in meinem Alter werden sich in dreißig Jahren vermutlich auch so abfällig über die Nachfolger äußern („Damals in den 2010er mussten wir noch persönlich zum Notar, um Firmen zu gründen! Das kennen die alles nicht mehr! Kriegen den Arsch nicht hoch!“). Allerdings erfüllt es mich mit regelrechtem Zorn, dass die Generation der Millennials und Generation Z nicht nur den üblichen Vorwürfen ausgesetzt (Faulheit, Forschheit, fehlendes Allgemeinwissen), sondern auch noch dafür heruntergeputzt werden, dass sie nicht nur durch schnöde Zahlung von Gehalt motiviert sind.

    Das Wehklagen läuft immer nach dem gleichen Muster ab. Babyboomer werden zum Maßstab gesetzt, weil sie pflegeleicht und gut steuerbar sind: Mehr Geld rein, mehr Leistung raus. Arbeiten bis zum Umfallen mit den Ellbogen ausgefahren – und Scheiß auf die Folgen (für einen persönlich, für Wirtschaft und Gesellschaft, für Umwelt und Klima). Verhaltenstechnisch schon nicht unproblematisch, aber aus Arbeitgebersicht sicherlich sehr bequem! Generation X – gerade noch meine Generation – gilt zwar als ein bisschen kritischer, aber eben konsumgeil, hochgradig zynisch und daher auch ganz gut mit den richtigen finanziellen Anreizen auf Leistungskurs zu bringen. Aber diese Jungen, du! Stellen viel zu viele Fragen, wollen sich immer „selbst verwirklichen“ bei einem guten Gehalt und haben dabei nicht einmal ihren Beitrag geleistet! Und wenn man dem nicht nachkomme, gehen sie einfach weg! Sabbatical oder burn-out oder zu einem von diesen start-ups… Eine Frechheit!

    Wozu ich sage: Ja, Arbeitgeber müssen sich tatsächlich mehr ins Zeug legen, um jüngere Mitarbeiter zu finden und zu halten. Bei Etribes haben wir beispielsweise einmal im Monat eine interne Konferenz mit Weiterbildung und Speakern, damit wir unserer Belegschaft ein Angebot machen können, das über das Übliche hinausgeht. Danach gibt es immer ein Social-Event mit Essen und Getränken. Das ist kompliziert in der Organisation und kostet daher Aufwand. Weil das Freitagnachmittags stattfindet, geht zudem technisch gesehen dafür eine Menge werktägliche Arbeitszeit flöten.

    Das müssten wir überhaupt nicht tun. Aber viele Mitarbeiter sagen, dass das ihr Highlight bei Etribes ist. Denn Leistungen wie das Nahverkehrsticket, das Mittagessen oder das wettbewerbsfähige Gehalt, die wir selbstverständlich alle drei anbieten, sind mittlerweile bloß reine Hygienefaktoren, die einfach stimmen müssen, nicht aber den Ausschlag für die Loyalität der Mitarbeiter geben. Die Knackpunkte für sie sind eher: Wie bilde ich mich weiter? Wie unterstützt mich mein Arbeitgeber durch Coaching und gezielte Förderung bei der Karriereplanung? Und natürlich: Wie bringe ich Berufliches und Privates unter einen Hut?

    All das fragen sich unsere Mitarbeiter – und nur wenn wir dort als Arbeitgeber wirklich etwas leisten, können wir sie halten. Nun könnte ich sagen: „Ja, blöd, nervig, aber ist halt demografisch gesehen mittlerweile ein Arbeitnehmermarkt – and, hey, I don’t make the rules.“ Aber eigentlich gehe ich nicht nur erzwungenermaßen mit, sondern feiere das regelrecht. Denn auch wir haben eine Menge davon.

    Ja, was bekommen wir denn dafür, dass wir nicht „nur“ ein Gehalt bezahlen? Unsere Mitarbeiter sind bestens informiert und maximal weitergebildet. Zudem ist es selbstverständlich, dass sie für unsere Kunden extreme Leistungen erbringen und 100% dabei sind. Nachtschicht? Leistungen am Wochenende? Um die Ecke denken und neuste Informationen sammeln? Das machen sie alles – und sie machen es gern, aus Überzeugung und Teamgeist! Und wenn mal nicht so viel los sein sollte, nehmen sie wieder etwas mehr Zeit für sich, bis das nächste große Ding ansteht.

    Das ist total in Ordnung. Nein, mehr: So soll es sein. So tausche ich jederzeit Gehaltssöldner, die zwar immer von 8:00 bis 18:00 körperlich präsent sind (allerdings freitags nur bis 14:00…) aber im Kopf schon beim Feierabend, gegen Mitarbeiter, die viel fordern – aber dafür auch extrem viel leisten. Immer her mit den Millennials und der Generation Y also, denn mit ihnen bauen wir sehr, sehr erfolgreiche Unternehmen auf, die die digitale Transformation in Riesenschritten nach vorne bringen.

    Und auf Generation Z freue ich mich schon richtig!

  • Vortrag bei 12min.me „From Back Alley to Billions“

    Vortrag bei 12min.me „From Back Alley to Billions“

    Es ist noch nicht allzu lange her, da hatte ich die Gelegenheit bei 12min.me in Hamburg einen Vortrag zu halten. Danke an das 12min.me Team für die Aufzeichnung in der ich meine persönlichen Erfahrungen als Unternehmer in den letzten 8 Jahren teile.

     

  • Neue Technologie für die Finanzbranche – Paul Claudius von BlockState

    Neue Technologie für die Finanzbranche – Paul Claudius von BlockState

    Paul Claudius, Co-Founder von BlockState entwickelt zusammen mit seinem Team Blockchain-basierte Finanzprodukte und -dienstleistungen für die Bereiche Asset Management, Debt Issuance und Derivatehandel. Das Unternehmen arbeitet an der nächsten Generation von Finanzprodukten und -dienstleistungen, doch wie bringt man bestehende Strukturen und neue Technologien zusammen?

    • Intro Paul Claudius und BlockState
    • Wie wird die benötigte Infrastruktur gebaut und woher kommt das Vertrauen? (ab 4:40)
    • Clearing Settlement System und Änderungen (ab 8:53)
    • Geschäftsmodell von BlockState (ab 13:29)
    • Wie funktioniert der Vertrieb? (ab 14:30)
    • Finanzierung (ab 15:50)
    • Was ist das Endgame? (ab 16:30)
    • Sitz des Unternehmens (ab 21:30)
    • Paul Claudius‘ Entscheidung für diesen Bereich und Blockchain aktueller Stand (ab 22:11)
    • Zukunftsaussichten für BlockState (ab 30:05)