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  • Warum man Amazon-Aktien besitzen sollte

    Dem Erfolgsrezept von Amazon auf der Spur

    Die Amazon-Aktie steigt dieser Tage stetig. Auch morgen wird der US-Konzern aus Seattle weiter wachsen. Alles nur Schall und Rauch oder welche Wunderformel verbirgt sich hinter dem Erfolg? Der angeblich von Jeff Bezos auf einer Serviette skizzierte Circle of Growth hat es bereits zu Bekanntheit gebracht. Doch wie übersetzt Amazon diese Strategie in Maßnahmen?

    Die Amazon-Aktie ist überbewertet und verspricht langfristig keine attraktive Anlage zu sein, sagen kritische Stimmen wie der Portfolio-Manager Robert Naess von der skandinavischen Nordea Bank. Aus meiner Sicht gibt es gute Gründe, wieso Amazon weiter wachsen wird und weshalb es sich nach wie vor lohnt, Amazon Aktien zu halten. Jeff Bezos bezeichnet Amazons Mission damit, das am stärksten kundenzentrierte Unternehmen der Welt zu sein. Hinter diesem Leitsatz verbirgt sich mehr als nur heiße Luft. Amazon hat einen Kreislauf bestehend aus fünf Elementen geschaffen, der sich dem kontinuierlichen Ausbau von Wachstum und Kundenorientierung verschrieben hat. Dieser Kreislauf besteht aus den Elementen Angebot, Service, Technologie, Daten und Anpassungsgeschwindigkeit. Wie Amazon aus diesen Zutaten einen richtig guten Cocktail mixt, nehmen wir im Folgenden unter die Lupe.

    Angebot

    Das Angebot von Amazon wird schon längst nicht mehr nur durch die Größe des auf der Plattform verfügbaren Produktsortimentes bestimmt. Amazon Video, Amazon Musik, Amazon Web Services und Alexa sind nur einige wenige von vielen Formaten und Sparten, die das Angebot des Online-Giganten ausweiten. Damit stärkt der Konzern seine Präsenz bei der Käuferschaft und dadurch auch seine Macht.

    Im Sinne der Kundenzentrierung ist Amazon stets bestrebt, klassische Denkmuster zu durchbrechen. In den USA ergänzt Amazon sein Online-Angebot bereits durch stationäre Filialen und innovative Formate wie Amazon Go, ein kassenloser Supermarkt, den es bald auch in London und Paris geben soll. Auch in Deutschland soll es zeitnah stationäre Konzepte geben, um die Einkaufsvielfalt in der Amazon-Welt zu erweitern. Das sorgt beim Einzelhandel für noch mehr Kopfschmerzen, als Amazon der Offline-Welt ohnehin bereits bereitet.

    Mit Amazon Business bewegt sich das Amazon-Angebot sowohl Produkt- als auch Service-seitig in ganz neue Dimensionen. Das Absatzpotential im B2B lässt alle verbleibenden Wachstumsmöglichkeiten im B2C wie einen Kindergeburtstag aussehen. Prognosen zufolge wird der B2B E-Commerce in den USA in 2020 die 1 Trillion-Marke knacken. Das Angebot für Unternehmen wächst täglich, genau wie die Anzahl der Business-Kunden.

    Die Plattform Amazon ist quasi alternativlos. Marken haben nur begrenzt Möglichkeiten zu rebellieren. Dies unterstrich Amazon jüngst erneut am Schuhhersteller Birkenstock, der im Dezember 2017 die Zusammenarbeit mit Amazon beendete. Während Birkenstock Amazon medienwirksam unter anderem als Mittäter bei Plagiatverkäufen bezeichnet, kommentiert Amazon das Ende der Partnerschaft nicht einmal. Für Amazon zählt nur der Kundenzugang. Den stellen unabhängig von einer direkten Kooperation der Marken die Marktplatz-Händler sicher. Zudem setzt Amazon im B2C verstärkt auf Handelsmarken aus dem eigenen Haus. Produktreihen wie Amazon Basics oder die im Herbst 2017 gelaunchte Fashion-Marke Find stellen für Amazon die Möglichkeit dar, die Profitabilität weiter zu steigern. Dank der zur Verfügung stehenden Datenbasis aus dem Marktplatz- und Direktgeschäft ist Amazon bestens aufgestellt, um profitable Kategorien und Produkte zu identifizieren.

    Fazit: Weltweit gibt es kaum ein vergleichbares Angebot wie das, was von Amazon direkt oder indirekt angeboten wird. Damit sichert sich Amazon den Spitzenplatz bei den Verbrauchern und zukünftig vermutlich auch bei den Unternehmen. Dafür spricht auch, dass laut einer Statista-Umfrage aus dem Mai 2017 bereits 96% aller erwachsenen Deutschen bei dem Online-Riesen bestellt haben.

    Daten

    Amazon weiß, wer was wann kaufen möchte. Und oft sogar besser als der Konsument selbst. Researcher Scott Galloway prophezeit bereits Amazon Prime Squared: Ein Service, der Kunden wöchentlich eine Box mit Produkten zusendet, die der Konsument nie bestellt hat, aber auf Basis des bisherigen Such- und Kaufverhaltens benötigen könnte. Die nicht gewünschten Artikel werden dann ganz einfach zurück gesendet. Auch wenn Amazon dieses Konzept offiziell nicht plant, würden die zur Verfügung stehenden Daten diese bereits ermöglichen.
    Amazon ist Meister in der Kommerzialisierung von Potentialen. Die Basis dafür stellen weltweit circa 304 Millionen aktive User  (Stand: 2015) zur Verfügung. Ein Resultat dieses Umwandlungsprozesses ist beispielsweise der Display-Advertising-Dienst Amazon-Advertising-Platform (AAP). AAP vereint den Datenschatz voller Kundenaktivitäten mit Display-Kampagnen und bildet daraus ein starkes Marketing-Tool.

    Es lässt sich nur mutmaßen, welche Unmengen an Daten Amazon hortet und weiter verarbeitet. Fakt ist, dass die von Amazon gesammelte Daten eine hohe Aussagekraft über das Kaufverhalten der Kunden haben und ein besonders gezieltes Targeting zulassen. Das macht sie für Werbetreibende häufig interessanter als die Datenpakete von Facebook oder Google. Mit dem Sprachassistent Alexa ist es Amazon nun möglich, Daten noch näher am Kunden zu sammeln.

    Fazit: Amazon versteht es Daten in Geld umzuwandeln. Die gezielte Vermarktung von Big Data beschert Amazon eine profitable Einnahmequelle. Durch den Einsatz der Daten zur kundenorientierten Weiterentwicklung des Angebotes, sichert sich das Unternehmen einen zentralen Platz im Leben von Verbrauchern und Betrieben.

    Service

    Mit den von Amazon angebotene Service-Prozessen kann kaum ein anderes Unternehmen mithalten. An der Spitze steht das Amazon Prime-Programm, das Abonnenten eine schnelle und kostenfreie Lieferung garantiert und gleichzeitig mit Zusatzleistungen wie Video- und Musik-Streamingdiensten bedient.

    Mit Prime Business eröffnet Amazon nun auch den Service-Wettkampf im B2B. Gerade in der C-Teile-Beschaffung konnten Anbieter lange durch hohe Versandkosten und Mindermengen-Zuschläge Zusatzgewinne einfahren. Amazon schafft hier eine neue Transparenz und erhöht den Veränderungsdruck auf etablierte Anbieter.

    Amazon-Dienstleistungen durchdringen die gesamte Wertschöpfungskette. Von der Zahlungsabwicklung über Amazon Pay bis zur Lieferung durch private Zusteller über Amazon FlexMit Amazon Key bietet die Plattform nun auch eine Problemlösung für ein altbekanntes Problem im E-Commerce: Eine Smart Home-Kombination aus Türschloss, Kamera und App, die es verifizierten Lieferdiensten ermöglicht ein Paket auch bei Abwesenheit des Empfängers zuzustellen.

    Fazit: Prime definiert den Standard im Service-Sektor. Ergänzt durch innovative Technologien und Dienstleistungen, sichert sich Amazon die Führung. Zukünftig wird Amazon weitere Prozessschritte insourcen und damit den eigenen Einfluss weiter ausbauen.

    Technologie

    Es gibt sicherlich Websiten, die mit einer besseren User Experience aufwarten als Amazon. Doch durch die intuitive Navigationsführung, die Größe des Sortimentes und bereits gesammelte Daten, versteht es Amazon dennoch erfolgreich sich als Nummer 1 in der Gunst der Kunden zu behaupten. Doch die etwas verstaubt anmutende Website täuscht. Amazon hat das Ende der Desktop-Era längst erkannt. Die Weiterentwickung der Website wird im notwendigen Maße durchgeführt. Amazon setzt stattdessen stark auf die Vorreiterrolle bei Zukunftstechnologien wie Voice Commerce.

    Amazon ist ein Technologieunternehmen und investiert in vielen Bereichen in Forschung und Entwicklung. In 2017 führte Amazon mit Forschungsausgaben in Höhe von 16,1 Milliarden bereits die Top 20 der forschenden Unternehmen an. Die hauseigene Entwicklungsschmiede Lab126 schuf unter anderem den Kindl, das Fire Phone sowie den Echo.[4] Und in Deutschland wird Amazon ein Forschungszentrum für künstliche Intelligenz in Tübingen eröffnen.

    Fazit: Amazon investiert vielseitig in Forschungsprojekte. Durch die eigene Marktposition hat Amazon zudem eine optimale Ausgangslage um neue Technologien zu vermarkten. Alexa und die Echo-Serie beweisen mit welcher Geschwindigkeit Amazon neuerdings Neuheiten etablieren kann.

    Anpassungsgeschwindigkeit

    Mit einer großen Dynamik pusht Amazon die zielgerichtete Weiterentwicklung des globalen E-Commerce. Dabei hält Amazon nicht zurück mit Beta-Versionen und entwickelt seine Angebote und Produkte auch gerne gemeinsam mit den Kunden zur Marktreife. Aktuelles Beispiel ist das Amazon Custom-Programm, welches für den B2B-Arm von höchstem Interesse ist. Custom wird aktuell auf der B2C-Plattform live getestet und in diesem Zug für den eigentlich relevanten Markt in Amazon Business vorbereitet.

    Und die Entwicklungsgeschwindigkeit ist beachtlich, betrachtet man beispielsweise den Echo: Die erste Generation des Echos wurde im Juni 2015 auf dem US-Markt gelauncht, im März 2016 folgte die Miniaturversion namens Echo Dot. Im April 2017 folgte der Echo Look, welcher den Funktionsumfang um Videos erweitert. Die neueste Erweiterung aus dem Oktober 2017, der Echo Plus, fungiert zudem als Smart Home-Hub. Bei der großen Schwämme an Neuerungen bleibt das ein oder andere Konzept auch mal auf der Strecke. Amazon fackelt bei schlechten Wachstumsraten nicht lange und widmet seine Aufmerksamkeit neuen Projekten. Der Shoppingclub BuyVIP und das Fire Phone wurden wegen dem ausbleibendem Erfolg eingestellt. Doch die Schublade mit neuen Konzepten ist bei Amazon prall gefüllt.

    Neben den Kunden profitiert insbesondere Amazon selbst von der hohen Entwicklungsgeschwindigkeit. Durch stetige Weiterentwicklungen bietet Amazon Leistungen und Produkten, die in regelmäßigen Abständen erneuert werden müssen und als alleinigem Anbieter Amazon weiteres Wachstum garantieren.

    Fazit: Schon die Entwicklungsbreite und -tiefe heben die Forschungsaktivitäten von Amazon von anderen Mitbewerbern ab. Ergänzt um die Geschwindigkeit und den passenden Kanal, um diese Entwicklungen auch zu vermarkten, gewinnt Amazon auf ganzer Linie.

    Das Erfolgsrezept

    “Day 2 is stasis. Followed by irrelevance. Followed by excruciating, painful decline. Followed by death. And that is why it is always Day 1.”, schrieb Jeff Bezos in seinem 2016 Letter to Shareholders. Diese Day One-Mentalität prägt den Wachstumskreiselauf von Amazon. Dank dieser fünf Elemente schaffen es Bezos und sein Team sich erfolgreich ständig neu zu erfinden – fernab von allen Stigma. Amazon beherrscht die Fähigkeit, bestehende Geschäftsbereiche zu verbinden und neue zu erschließen, um diese Symbiosen gezielt für nachhaltiges Wachstum zu nutzen.

    Kommen wir zurück zu Robert Naess aus der Einleitung, der die Amazon-Aktie für überbewertet hält. Die oben vorgestellten Elemente werden Amazon weiterhin neue Erfolge und Wachstumsrekorde sichern. Und es ist zu erwarten, dass die Börse dieses Wachstum spiegeln wird. Bezos wird auch in Zukunft den Kunden in den Mittelpunkt aller Unternehmensentscheidungen stellen und damit für ein sattelfest aufgestelltes Portfolio sorgen. Die US-Bank Morgan Stanley teilt diese Ansicht und sagt voraus, dass Amazon dank der Vielzahl seiner hoch-profitablen Unternehmensbereiche bereits 2018 zum ersten Trillionen-Unternehmen wird.

     

  • Finde den Fehler: „Amazon war damit doppelt so viel wert wie der rivalisierende Supermarktriese Wal-Mart“

    Finde den Fehler: „Amazon war damit doppelt so viel wert wie der rivalisierende Supermarktriese Wal-Mart“

    Amazon hat mit USD1.000 pro Aktie und 478 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung bereites einiges an Börsenhoffnung erfüllt. Trotzdem ist die Aktie meiner Meinung nach immer noch deutlich unterbewertet – denn die öffentlichen Märkte erliegen immer noch der Fehlannahme, dass Amazon mit Unternehmen wie Wal-Mart oder anderen Händlern auch nur annähernd vergleichbar ist. Das ist auch sehr schön in diesem Spiegel Artikel zu erkennen.

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  • Werden Inkubatoren und E-Commerce Konglomerate an der Börse nicht verstanden?

    Den Eindruck macht der Kapitalmarkt jedenfalls seit einiger Zeit: Wenn selbst Oliver Samwer eine “how-to” Anleitung für den Kapitalmarkt schreiben muss, dann steht es um den Börsenkurs von Rocket wirklich nicht gut. Die neusten Preisverfälle sind da nur ein weiteres Zeichen für die Problematik, die öffentliche Märkte mit komplexen Investoren-Geschäftsmodellen haben. Zugegebenermaßen sind Rocket’s Entwicklungen in Bezug auf seine eigenständige Investmentfirma sicherlich nicht gerade Maßnahmen, die für Vertrauen sorgen. Wie soll sich ein externer Investor jetzt noch auf vorab-Bewertungen von Investitionsrunden aus dem Hause Rocket verlassen, wenn die Investitionsrunden nicht von unabhängigen Investoren erfolgen? Doch immerhin, durch den Rückkauf von Schuldverschreibungen kann Rocket seine Aktionäre immerhin vorerst wieder positiv stimmen. Doch wird dies sicherlich nur kurzzeitige Effekte haben.  (mehr …)

  • Digitale “Shorts” kommen in Mode

    Digitale “Shorts” kommen in Mode

    short sale

    Im digitalen Umfeld gibt es viele spannende Entwicklungen und die Diskussion um gut aufgestellte digitale Unternehmen wird auch zunehmend an der Börse geführt. Allerdings wird wenig darüber gesprochen, welche Unternehmen wohl untergehen werden, weil sie den richtigen Zeitpunkt für die Digitalisierung verpasst haben. Wie man bei Kassenzone grade sehr anschaulich lesen kann, sind einige Firmen mit doch sehr merkwürdigen Strategien unterwegs. Die digitalen Vorreiter aber werden vielfach erörtert und z.B. durch die K5 Fond Aktivitäten auch für Investoren greifbar dargestellt. Daher bietet sich uns hier ein sehr spannendes Gegenbeispiel an. Welche Firmen sind, grade durch die Effekte der Digitalisierung, als Kandidaten für einen Leerverkauf – auf Englisch so schön Short Selling – einzuschätzen? Es stellt sich außerdem die Frage, wer durch diese Entwicklung in die Lage versetzt wird, Firmen im Short Selling Modus zu betrachten. (mehr …)

  • Amazon – kaufen oder verkaufen?

    Amazon – kaufen oder verkaufen?

    Die irrationalen Entscheidungen der Finanzmärkte haben manchmal Vorteile. Der Aktienpreis von Amazon ist im Verlauf des Tages (24/10/2014) teilweise um 10% eingebrochen. Hätte es Sinn gemacht das Portfolio aufzufüllen , wenn man an einem langfristigen Investment Interesse hätte? Schaut man sich den Verlauf des Aktienpreises an, dann muss das nicht unbedingt sein. Die Aktie ist zwar vom hohen Niveau runtergekommen aber auf 10 Jahressicht gesehen kauft man immer noch so ziemlich an der Bewertungsspitze. (mehr …)

  • Equity Story Telling – Deutsche Gründer erzählen keine Geschichten…

    Equity Story Telling – Deutsche Gründer erzählen keine Geschichten…

    Man leaning booksIn der letzten Woche war ich zweimal in Berlin und es ist schon spannend tiefer in die Berliner Start-up / digital Szene einzutauchen. Egal was man über die Qualität der Berliner Start-Up Geschäftsmodelle denkt – die Stadt lebt und atmet Start-Up Luft. In Hamburg wird mehr verbissen im Hinterkämmerchen geschraubt bis dann die Geld verdienden Start-Ups sich vorsichtig an die Öffentlichkeit pirschen. Protonet oder Jimdo wären sicherlich in Berlin bereits an Tag 1 mit dem Plan zum globalen Player an den Markt gegangen. In Hamburg gab es erst einmal eine lange Zeit des Tüfftelns bevor es raus in die Welt ging. Das war auch das Thema der heutigen Veranstaltung: „Equity Story Telling“ im Rahmen

    einer Buchvorstellung. Hier die Zusammenfassung aus der KPMG Einladung:

    „Eine gute Equity Story macht ein Unternehmen greifbar. Sie regt die Fantasie an. Und am Ende steigert sie auch immer den Wert.“ Nicht nur für Start-ups sind diese Punkte essenziell für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Für jedes Unternehmen ist es entscheidend, sich mit der „eigenen“ Botschaft am Markt zu positionieren, um individuelle Ziele zu erreichen. Dr. Veit Etzold und Thomas Ramge werden in dem Vortrag ihre Ansätze, Erkenntnisse und Erfahrungen vorstellen.

    Um die Thesen nicht ungeklärt im Raum stehen zu lassen, diskutieren anschließend Experten die folgende Frage: „Story = $tory? Der Wert der (wahren) Geschichte“. Neben den beiden Referenten werden Karime Mimoun (Corporate Finance Partners), Thomas Andrae (3M New Ventures) und Heiko Rauch (Mitgründer von Zanox) ihre Sichtweise darstellen. Die Moderation übernimmt Florian Frei (KPMG).“ (mehr …)

  • Exitcon Berlin – Falscher Name aber richtiges, wichtiges Thema!

    Frankfurt BörseDer Besuch  bei der Exitcon war wieder einmal ein spannendes Erlebnis. Viele bekannte Gesichter aus der Unternehmer Szene und eine Vielzahl von mal bekannten, mal unbekannten Dienstleistern, die Ihre Angebote unter die Leute bringen wollen. Somit erst einmal nichts Besonderes – was besonders war ist natürlich die Nähe zur hohen Politik in Berlin. Die Eröffnungsrede von unserem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel war eine wirkliche Überraschung. Nicht nur war die Rede fachlich gut ausgearbeitet, sie hat auch ein echtes Interesse des Ministers an der jungen Start-Up Branche anklingen lassen. Es ist auf jeden Fall erfreulich, dass das Thema eine ganz neue Relevanz hat. Vor allem seine fachliche Auseinandersetzung mit Themen wie der Reduzierung/Aufhebung von Verlustvorträgen bei Gesellschafterwechsel (ein Thema das mir sehr am Herzen liegt) zeigt, dass die Gesetzgebung langsam aber sicher auch für Start-Ups und Finanzinvestoren verbessert werden soll. Hierzu hat sicherlich auch der Bundesverband Deutsche Startups ein ganzes Stück beigetragen.

    Jetzt aber zur thematischen Ausgestaltung. Zu der Konferenz und den Workshops wurden zahlreiche relevante Speaker eingeladen. Gleich am Anfang wurde aber auch klar, dass der Name „Exitcon“ falsch gewählt wurde. Aus Sicht eines Unternehmers ist die IPO lediglich ein Weg um frisches Kapital zu erhalten und es Investoren aus früheren Runden einfacher zu machen den gewünschten ROI zu realisieren. Ein Unternehmer/Gründer der im Zuge einer IPO abspringt, würde wohl den dadurch resultierende Kurseinbruch die Zeit am Strand mit den Erlösen aus dem Börsengang ganz schön verderben. Das schöne an einer IPO ist sicherlich die neue Kapitalspritze und die damit verbundenen Wachstumsmöglichkeiten, bei denen dann das Management Team aus dem Vollen schöpfen kann. Exitcon ist somit nur der richtige Begriff für Kapitalgeber, aber nicht für die Gründer bzw. das Management Team.

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  • Zooplus – Papiertiger oder 800-pound Gorilla?

    Zooplus – Papiertiger oder 800-pound Gorilla?

    Frustrated Monkey In Business SuitWie bereits von Jochen beschrieben, hat Zooplus vor kurzem die aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht. Für den weiteren positiven Verlauf der Aktienentwicklung steht jetzt die Frage im Raum, ob die ersten Vorsteuergewinne der Beginn einer profitablen Entwicklung sind oder ob es nur ein kurzer, vom Management durch reduzierte Marketingausgaben gesteuerter, Ausflug in die Profitabilität ist, um den Aktienkurs weiter zu beflügeln oder andere unternehmerische Ziele zu erreichen. Ist Zooplus also ein Papiertiger, der bald zusammenfallen wird oder der 800-pound Gorilla der im durchaus attraktiven Tierbedarf-Markt eine dominante Position eingenommen hat?

    Die Aktie von Zooplus befindet sich zur Zeit in der Nähe der 60-€-Grenze und hat nach einer negativen Entwicklung im Jahr 2012 in 2013/14 eine sehr gute Performance gezeigt. Der momentane Stand der Aktie zeigt erhebliche Investitionsbereitschaft und eine ungebrochene Erwartung des Marktes in zukünftige Gewinne bzw. Kurszuwächse. (mehr …)

  • Alibaba – Staatliche (Handels-)Transparenz aus China?

    Alibaba macht nicht nur mehr Umsatz als eBay und Amazon zusammen, sondern bald wird es über eine ungeheure Finanzkraft verfügen. Der anstehende Börsengang wird sicherlich die nötigen Milliarden für eine schnelle globale Expansion in die Taschen spülen.  Hier eine spannende Zusammenfassung aus dem sehr lesenswerten Heibel Ticker zu Alibabas bevorstehendem Börsengang:

    Made In China Silver Badge„Alibaba ist eine 40%ige Tochter von Yahoo! und der Grund für die gute Kursperformance von Yahoo! seit dem Amtsantritt von CEO Marissa Mayer vor zwei Jahren. Yahoo! bringt insgesamt 35 Mrd. USD auf die Waage, für den chinesischen Online-Versandhändler schätzt man eine Marktkapitalisierung von 150 – 250 Mrd. USD. Im schlechtesten Fall ist allein die Alibaba-Beteiligung von Yahoo! mehr wert als die gesamte aktuelle Marktkapitalisierung von Yahoo!.

     Die Chinesen haben sechs Investmentbanken beauftragt, darunter natürlich auch die Deutsche Bank, den Börsengang zu inszenieren. In den kommenden Wochen werden unzählige Roadshows stattfinden, auf denen die Geschäftszahlen von Alibaba in englischer Sprache den amerikanischen institutionellen Anlegern durch Investmentbanker nahegebracht werden. Dadurch versuchen die Banker abzuschätzen, wie viele Aktien sich wohl am Markt platzieren lassen.

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  • XING – Wachstum im Tausch für Profitabilität?

    Auch Xing kann sich leider nicht von der immer schneller drehenden Preisspirale im digitalen Geschäft entkuppeln. Topline Wachstum wird durch Fernsehwerbung zu kosten der EBITDA Marge erkauft. Die aktuellen Quartalszahlen zeigen in allen Geschäftsbereichen (Mitgliederzahlungen, Recruitment und Events) soliden Umsatzwachstum, allerdings sinkt die Profitabilität deutlich. Der um Akquisitionskosten bereinigte EBITDA fällt von Q1/2013 €5,3m auf Q1/2014 €4,5m bei einem wesentlich höheren Quartalsumsatz von €22,8m (Q1/2013: €19,6). Somit ergibt sich eine EBITDA Marge die von einem sehr guten 2013 Wert von 27,0% auf jetzt 19,7% gefallen ist.  Den verstärkten Fokus auf Marketing zeigen auch die Ausgaben bei diesem Kostenpunkt. Marketingausgaben steigen von Q1/2013 €1,2m auf Q1/2014 €3,8m und belasten das operative Ergebnis erheblich.  Es bleibt abzuwarten, ob die neu gewonnen Umsätze erhalten bleiben, wenn keine Neukunden mehr durch teure Marketingausgaben gewonnen werden können.

    Xing vs. Linkedin

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