Schlagwort: Amazon Business

  • Amazon Dorf Talk – Updates im Bereich B2B und Werbung

    Amazon Dorf Talk – Updates im Bereich B2B und Werbung

    Weiter geht’s: Wir haben uns in dieser Folge im ersten Teil den aktuellen Zwischenstand von Amazon Business angeschaut. Welche Neuerungen gibt es im B2B Bereich? Es kommt der Wunschliefertermin für Unternehmen in 14 Großstädten mit genauer Auswahl von Datum und Zeitfenster, die Möglichkeit der Sammelbestellung und kumulativen Rabattangeboten. Wie wird der B2B Bereich aktuell genutzt? In der zweiten Hälfte dieser Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema Produktdetailseiten und Werbung. Wie wird mit Daten umgegangen, was hat sich geändert und welche Chancen ergeben sich daraus? Selbstverständlich gibt es auch wieder Beispiele aus der Praxis – diesmal anhand von Schnürsenkeln, Bratpfannen, Regalen und Rasensprengern.

    • Amazon Business kommt mit Wunschliefertermin raus (ab 1:04)
    • Wie wird B2B bei Amazon bisher angenommen? (ab 3:31)
    • Exkurs zur Produktdetailseite, wie wird mit Daten umgegangen und welche Chancen ergeben sich daraus? (ab 6:28)
    • Werbung bei Amazon, neue Formate, wie sieht es aus? (ab 22:44)
    • Amazon DSP Updates (ab 28:11)

  • Amazon Dorf Talk – Überblick erste Hälfte 2020

    Amazon Dorf Talk – Überblick erste Hälfte 2020

    Es ist schon etwas länger her, dass Christian Otto Kelm und ich uns zum Amazon Dorf Talk getroffen haben. Viel ist in der ersten Hälfte 2020 vor allem durch die Corona-Pandemie passiert. Wir betrachten diese Krise als Katalysator, der bereits länger bestehende Versäumnisse in der digitalen Welt schonungslos aufdeckt. Daher lassen wir einfach einmal Revue passieren, wie das letzte halbe Jahr Amazon selbst und auch das Verhalten der Konsumenten verändert hat.

    • Amazon als Infrastruktur im E-Commerce wurde Grundversorger in der Pandemie (ab 1:52)
    • Was hat sich speziell auf Amazon verändert? (ab 5:20)
    • Bedarfsdeckung vs. Inspiration (ab 6:45)
    • Wie mussten sich Seller anpassen bzw. umstellen? (ab 10:05)
    • Gibt es neue Produktkategorien die es vorher noch nicht gab? (ab 12:14)
    • Wo stehen wir jetzt Mitte Juli 2020 nachdem die Lage sich wieder etwas beruhigt hat? (ab 16:30)
    • Wie sehen Vorbereitungen auf eine ggf. eintretende zweite Welle aus? Gibt es welche? (ab 22:40)
    • Abschluss (ab 34:47)

     

     

  • Der Nächste, bitte! Warum der Aufbau einer eigenen Logistik der nächste clevere Schachzug von Amazon ist

    Der Nächste, bitte! Warum der Aufbau einer eigenen Logistik der nächste clevere Schachzug von Amazon ist

    Man kennt das: Amazon nimmt sich eine Produktkategorie nach der anderen vor, macht seinen Kunden, die sich seit Jahren immer gedankenloser beim Konzern mit Waren eindecken, ein überaus konkurrenzfähiges Angebot – und plötzlich haben die nächsten, bis vor kurzem als unbesiegbar geltenden Platzhirsche ein Problem. So geschehen mit Büchern, mit Musik, mit Elektronik. So auch geschehen mit dem Konzept stationärer Handelsgeneralisten: Karstadt und Kaufhof klammern nun im Moment des endgültigen Untergangs fest aneinander. „Der Nächste, bitte!“ An den leeren Kassen verhallen die Worte.

    In Stein gemeißelt ist der Sieg von Amazon aber nicht immer. In einigen Bereichen können es andere Player immer noch besser: Weder das Mode- noch das Möbelsegment sind – wie einst prophezeit – dem Riesen widerstandslos zum Opfer gefallen. Auch im Bereich Food mussten Amazon und viele Branchenbeobachter so manch vollmundige Ankündigung relativieren. Im Food-Segment verteidigen viele Hersteller und Händler dank rechtzeitiger Innovationen und Verbesserungen on- wie offline ihre Stellung erfolgreich.

    Aber da, wo Vertreter einer satten Branche, die es gewohnt sind, dass die Leute nur zu ihnen kommen, es verschlafen, ihr Angebot auf die Höhe der Zeit zu bringen – da ist der Erfolg eines Amazon-Angriffs beinahe unausweichlich. So im Paketgeschäft. Dass Amazon mit den bestehenden Paketdiensten im höchsten Maße unzufrieden ist, ist nichts Neues. Schließlich gefährdet die sprichwörtlich gewordene Unzuverlässigkeit von DHL, Hermes & Co. einen enorm wichtigen Bestandteil des Amazon-Versprechens: Dass es auf der Plattform jederzeit fast alles zu einem konkurrenzfähigen Preis gibt und es auch zuverlässig geliefert wird. Ebenfalls lange bekannt: Der US-Konzern glaubt nicht, dass die Paketdienste am Markt ihre Kapazitäten schnell genug ausbauen und die Qualität in dem Maße verbessern können, wie er es selber tun kann. Schon 2017 berichtete beispielsweise die WELT darüber: „Amazon baut die eigene Paketzustellung massiv aus“.

    Und vor Kurzem – wieder in der WELT unter dem Titel „Amazon bereitet radikalen Wandel in der Paketzustellung vor“ – war Folgendes zu lesen: „Lag die Zustellquote von eigenen Paketen Anfang 2017 bei etwa zehn Prozent, so stellt Amazon aktuell jedes zweite Paket in den USA selbst zu.“ Was für eine Entwicklung und das innerhalb von nur drei Jahren! Inzwischen wurden auch viele Deutsche schon einmal von einem Amazon-Boten beliefert: In den deutschen Großstädten werden durch eine Art ‚Uber für Pakete‘ die Kapazitäten selbständiger Paketboten optimal (jedenfalls für Konzern und Kunden…) eingeteilt. Immer öfter heißt es nun: „Hallo, Amazon-Lieferung! Bitte einmal unterschreiben!“

    Bei verfrühten und nicht eingehaltenen Ankündigungen ist es in diesem Fall also nicht geblieben: Diese Amazon-eigene Zustellung ist nicht die neue „Paketdrohne“, die seit Jahren immer wieder medienwirksam angeteasert wird, um dann doch (noch) nicht zu kommen. Dafür „fliegt“ Amazon selbst bereits seit Jahren, aber bislang eher unter dem Medienradar. Die WELT hat nun ihren Peilsender angeschaltet und eine Entdeckung gemacht: „Schon heute ist Amazon der weltweit viertgrößte Transportkonzern, wenn es um die eigene Flugzeugflotte geht. Nur die Post-Tochtergesellschaft DHL und United Parcel Service sowie Federal Express aus den USA verfügen über noch mehr Frachtflugzeuge. Gestartet ist die erst vor vier Jahren gegründete Fluglinie Amazon Air mit zehn Maschinen, mittlerweile sind 50 Transportflugzeuge für die Gesellschaft unterwegs.“ Derzeit würde man sich in Seattle ebenfalls über eine eigene Containerschiffsflotte Gedanken machen.

    So weit, so erkennbar: Amazon vertikalisiert die Lieferkette, um immer mehr Wertschöpfungsschritte unter die eigene Kontrolle zu bekommen, weil das Unternehmen sie besser und günstiger ausführen kann. Einst kaufte Amazon Akkus ein und verkaufte sie weiter. Mittlerweile lässt der Konzern unter der Marke „Amazon Basics“ selber welche herstellen. Früher kaufte man bei Amazon DVDs von Serien ein, die von HBO & Co. produziert wurden. Heute guckt man auch Eigenproduktionen von Amazon Prime – möglicherweise mithilfe eines Amazon-Fire-Streaminggerätes.

    Die echte Disruption im Bereich Logistik liegt aber meines Erachtens nicht in der bloßen Vertikalisierung der Lieferkette: Das machen ja viele andere genauso. Auch Netflix setzt immer mehr auf Eigenproduktionen und kaum ein erfolgreicher Händler, ob online oder offline, lässt es sich heutzutage entgehen, mit Eigenmarken die Marge zu erhöhen: DM verkauft einem lieber „Balea“-Fußbutter als ein Produkt aus dem Hause Beiersdorf; ähnlich agiert die große Online-Parfümerie Flaconi, die mit Eigenentwicklungen im Bereich Körperpflege um die Ecke kommt. Ganze Ketten wie H&M und Zara kennen seit Jahren nur das Prinzip der totalen Vertikalisierung von Herstellung, Logistik und Handel.

    Nein, was viel revolutionärer ist: Über Amazon FBA („Fullfillment by Amazon“) stehen die vom Konzern neu aufgebauten Logistikkapazitäten allen Händlern auf der Plattform Amazon offen. Somit ist der Ausbau des eigenen Großtransports und Letzte-Meile-Dienstes nicht nur als Notmaßnahme eines an der Unfähigkeit der Logistikbranche leidenden Online-Händlers zu begreifen, sondern als groß angelegter Angriff auf die Unternehmen in ebendieser Branche. Denn hier arbeitet Amazon nicht nur am eigenen Volumen, was ja – gemessen an seinem Anteil im Online-Handel und folglich im Paketgeschäft – bedrohlich genug wäre, sondern bietet diese Kapazitäten sofort dem Markt an.

    Das ist nichts, was Amazon nicht schon gemacht hätte. Das ist vielmehr klassische Amazon-Logik und -Umsetzung par excellence: Ursprünglich war der Konzern bloß Händler, sah aber, dass seine Plattform nicht voll ausgelastet war und für andere Händler interessant sein könnte. So wurde Amazon zum Marktplatz. Und als Amazon Serverkapazität übrig hatte, kam dasselbe Prinzip zum Einsatz – man verkaufte Zugang dazu – mit dem Ergebnis, dass Amazon Web Services heute in der IT-Branche unumgänglich ist.

    Kurz: Erfolgreich skalieren kann Amazon erwiesenermaßen. Warum soll es in der Logistik anders sein?

  • Amazon Dorf Talk – Christian Otto Kelm über sein Amazon-Praxisbuch

    Amazon Dorf Talk – Christian Otto Kelm über sein Amazon-Praxisbuch

    Inzwischen ist es schon einige Zeit erhältlich, aber ich stelle euch nochmal einen Rückblick zur Entstehung von Christians Amazon-Buch „Amazon-Marketing: Das Praxisbuch für mehr Erfolg bei Amazon. Expertenwissen und Strategien von Amazon-Profi Christian Otto Kelm. Inkl. Amazon SEO“ bereit. 

    • Intro
    • Buchvorstellung und Zielgruppe (ab 2:33)
    • Inhalte und Aufteilung des Buches (ab 8:04)
    • Fachgutachter: Letztendlich war Frank Holzweißig der Fachgutachter und nicht Uwe Hamann (ab 16:52)
    • Abschluss und persönliche Weiterentwicklung von Christian Otto Kelm (ab 20:00)

  • Nils Zuendorf über das Geschäft mit dem Amazon-Marktplatz

    Nils Zuendorf über das Geschäft mit dem Amazon-Marktplatz

    Wie stark entwickeln sich Amazon-Marketing-Agenturen? Nils Zuendorf ist Head of Paid Advertising von dem Unternehmen factor-a. Eine der führenden Amazon Agenturen in Deutschland. Im Digital Confession Drive verrät er, was heute bei Amazon beachtet werden muss und wo genau für viele Unternehmen noch Potenziale sind.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Veränderungen bei factor-a nach der Aufnahme in das Agenturnetzwerk Dept  (ab 1:07)
    • Werbeformate auf Amazon (ab 5:17)
    • Die Kombination von Awareness + Sales Impuls (ab: 6:52)
    • Die Weiterentwicklung der Werbeformate für Amazon Business (ab: 8:23)
    • Die überraschenden Entwicklungen bei Amazon (ab: 10:25)  
    • Die besten Möglichkeiten für Werbetreibende (ab 15:10)
    • Die Amazon Prognosen für 2019 (ab 19:56)

  • Marc Aufzug von factor-a (part of Dept) über KPIs auf Amazon und Amazon Business

    Marc Aufzug von factor-a (part of Dept) über KPIs auf Amazon und Amazon Business

    Wie bekommt man KPIs von Amazon und wie läuft Amazon Business aktuell?

    Factor-a (part of Dept) bietet durch die Kombination von Software und Agentur Marken und Herstellern einen entscheidenden Vorsprung auf Amazon.

    Geschäftsführer Marc Aufzug, erklärt im Digital Confession Drive mehr über factor-a (part of Dept), KPIs von Amazon und Amazon Business.

    Hier die Aufteilung des Gesprächs:

    • Was hat sich durch Dept bei factor-a verändert? (ab 1:50)
    • Wie und weshalb wurde sich für Dept entschieden? (ab 3:15)
    • Wie ist die aktuelle Stellung im Dept Netzwerk (ab 4:30)
    • Wie interagieren Kunden mit Amazon? (ab 8:30)
    • Wie steht es 2019 um das Wachstum in Amazon (ab 12:20)
    • Der optimale Point of Sale bei Amazon (ab 15:50)
    • KPIs von Amazon (ab 17:10)
    • Schlechte Anwendungen und Kategorien bei Amazon (ab 18:10)
    • Die Meinung über Amazon Business (ab 23:10)

  • Warum man Amazon-Aktien besitzen sollte

    Dem Erfolgsrezept von Amazon auf der Spur

    Die Amazon-Aktie steigt dieser Tage stetig. Auch morgen wird der US-Konzern aus Seattle weiter wachsen. Alles nur Schall und Rauch oder welche Wunderformel verbirgt sich hinter dem Erfolg? Der angeblich von Jeff Bezos auf einer Serviette skizzierte Circle of Growth hat es bereits zu Bekanntheit gebracht. Doch wie übersetzt Amazon diese Strategie in Maßnahmen?

    Die Amazon-Aktie ist überbewertet und verspricht langfristig keine attraktive Anlage zu sein, sagen kritische Stimmen wie der Portfolio-Manager Robert Naess von der skandinavischen Nordea Bank. Aus meiner Sicht gibt es gute Gründe, wieso Amazon weiter wachsen wird und weshalb es sich nach wie vor lohnt, Amazon Aktien zu halten. Jeff Bezos bezeichnet Amazons Mission damit, das am stärksten kundenzentrierte Unternehmen der Welt zu sein. Hinter diesem Leitsatz verbirgt sich mehr als nur heiße Luft. Amazon hat einen Kreislauf bestehend aus fünf Elementen geschaffen, der sich dem kontinuierlichen Ausbau von Wachstum und Kundenorientierung verschrieben hat. Dieser Kreislauf besteht aus den Elementen Angebot, Service, Technologie, Daten und Anpassungsgeschwindigkeit. Wie Amazon aus diesen Zutaten einen richtig guten Cocktail mixt, nehmen wir im Folgenden unter die Lupe.

    Angebot

    Das Angebot von Amazon wird schon längst nicht mehr nur durch die Größe des auf der Plattform verfügbaren Produktsortimentes bestimmt. Amazon Video, Amazon Musik, Amazon Web Services und Alexa sind nur einige wenige von vielen Formaten und Sparten, die das Angebot des Online-Giganten ausweiten. Damit stärkt der Konzern seine Präsenz bei der Käuferschaft und dadurch auch seine Macht.

    Im Sinne der Kundenzentrierung ist Amazon stets bestrebt, klassische Denkmuster zu durchbrechen. In den USA ergänzt Amazon sein Online-Angebot bereits durch stationäre Filialen und innovative Formate wie Amazon Go, ein kassenloser Supermarkt, den es bald auch in London und Paris geben soll. Auch in Deutschland soll es zeitnah stationäre Konzepte geben, um die Einkaufsvielfalt in der Amazon-Welt zu erweitern. Das sorgt beim Einzelhandel für noch mehr Kopfschmerzen, als Amazon der Offline-Welt ohnehin bereits bereitet.

    Mit Amazon Business bewegt sich das Amazon-Angebot sowohl Produkt- als auch Service-seitig in ganz neue Dimensionen. Das Absatzpotential im B2B lässt alle verbleibenden Wachstumsmöglichkeiten im B2C wie einen Kindergeburtstag aussehen. Prognosen zufolge wird der B2B E-Commerce in den USA in 2020 die 1 Trillion-Marke knacken. Das Angebot für Unternehmen wächst täglich, genau wie die Anzahl der Business-Kunden.

    Die Plattform Amazon ist quasi alternativlos. Marken haben nur begrenzt Möglichkeiten zu rebellieren. Dies unterstrich Amazon jüngst erneut am Schuhhersteller Birkenstock, der im Dezember 2017 die Zusammenarbeit mit Amazon beendete. Während Birkenstock Amazon medienwirksam unter anderem als Mittäter bei Plagiatverkäufen bezeichnet, kommentiert Amazon das Ende der Partnerschaft nicht einmal. Für Amazon zählt nur der Kundenzugang. Den stellen unabhängig von einer direkten Kooperation der Marken die Marktplatz-Händler sicher. Zudem setzt Amazon im B2C verstärkt auf Handelsmarken aus dem eigenen Haus. Produktreihen wie Amazon Basics oder die im Herbst 2017 gelaunchte Fashion-Marke Find stellen für Amazon die Möglichkeit dar, die Profitabilität weiter zu steigern. Dank der zur Verfügung stehenden Datenbasis aus dem Marktplatz- und Direktgeschäft ist Amazon bestens aufgestellt, um profitable Kategorien und Produkte zu identifizieren.

    Fazit: Weltweit gibt es kaum ein vergleichbares Angebot wie das, was von Amazon direkt oder indirekt angeboten wird. Damit sichert sich Amazon den Spitzenplatz bei den Verbrauchern und zukünftig vermutlich auch bei den Unternehmen. Dafür spricht auch, dass laut einer Statista-Umfrage aus dem Mai 2017 bereits 96% aller erwachsenen Deutschen bei dem Online-Riesen bestellt haben.

    Daten

    Amazon weiß, wer was wann kaufen möchte. Und oft sogar besser als der Konsument selbst. Researcher Scott Galloway prophezeit bereits Amazon Prime Squared: Ein Service, der Kunden wöchentlich eine Box mit Produkten zusendet, die der Konsument nie bestellt hat, aber auf Basis des bisherigen Such- und Kaufverhaltens benötigen könnte. Die nicht gewünschten Artikel werden dann ganz einfach zurück gesendet. Auch wenn Amazon dieses Konzept offiziell nicht plant, würden die zur Verfügung stehenden Daten diese bereits ermöglichen.
    Amazon ist Meister in der Kommerzialisierung von Potentialen. Die Basis dafür stellen weltweit circa 304 Millionen aktive User  (Stand: 2015) zur Verfügung. Ein Resultat dieses Umwandlungsprozesses ist beispielsweise der Display-Advertising-Dienst Amazon-Advertising-Platform (AAP). AAP vereint den Datenschatz voller Kundenaktivitäten mit Display-Kampagnen und bildet daraus ein starkes Marketing-Tool.

    Es lässt sich nur mutmaßen, welche Unmengen an Daten Amazon hortet und weiter verarbeitet. Fakt ist, dass die von Amazon gesammelte Daten eine hohe Aussagekraft über das Kaufverhalten der Kunden haben und ein besonders gezieltes Targeting zulassen. Das macht sie für Werbetreibende häufig interessanter als die Datenpakete von Facebook oder Google. Mit dem Sprachassistent Alexa ist es Amazon nun möglich, Daten noch näher am Kunden zu sammeln.

    Fazit: Amazon versteht es Daten in Geld umzuwandeln. Die gezielte Vermarktung von Big Data beschert Amazon eine profitable Einnahmequelle. Durch den Einsatz der Daten zur kundenorientierten Weiterentwicklung des Angebotes, sichert sich das Unternehmen einen zentralen Platz im Leben von Verbrauchern und Betrieben.

    Service

    Mit den von Amazon angebotene Service-Prozessen kann kaum ein anderes Unternehmen mithalten. An der Spitze steht das Amazon Prime-Programm, das Abonnenten eine schnelle und kostenfreie Lieferung garantiert und gleichzeitig mit Zusatzleistungen wie Video- und Musik-Streamingdiensten bedient.

    Mit Prime Business eröffnet Amazon nun auch den Service-Wettkampf im B2B. Gerade in der C-Teile-Beschaffung konnten Anbieter lange durch hohe Versandkosten und Mindermengen-Zuschläge Zusatzgewinne einfahren. Amazon schafft hier eine neue Transparenz und erhöht den Veränderungsdruck auf etablierte Anbieter.

    Amazon-Dienstleistungen durchdringen die gesamte Wertschöpfungskette. Von der Zahlungsabwicklung über Amazon Pay bis zur Lieferung durch private Zusteller über Amazon FlexMit Amazon Key bietet die Plattform nun auch eine Problemlösung für ein altbekanntes Problem im E-Commerce: Eine Smart Home-Kombination aus Türschloss, Kamera und App, die es verifizierten Lieferdiensten ermöglicht ein Paket auch bei Abwesenheit des Empfängers zuzustellen.

    Fazit: Prime definiert den Standard im Service-Sektor. Ergänzt durch innovative Technologien und Dienstleistungen, sichert sich Amazon die Führung. Zukünftig wird Amazon weitere Prozessschritte insourcen und damit den eigenen Einfluss weiter ausbauen.

    Technologie

    Es gibt sicherlich Websiten, die mit einer besseren User Experience aufwarten als Amazon. Doch durch die intuitive Navigationsführung, die Größe des Sortimentes und bereits gesammelte Daten, versteht es Amazon dennoch erfolgreich sich als Nummer 1 in der Gunst der Kunden zu behaupten. Doch die etwas verstaubt anmutende Website täuscht. Amazon hat das Ende der Desktop-Era längst erkannt. Die Weiterentwickung der Website wird im notwendigen Maße durchgeführt. Amazon setzt stattdessen stark auf die Vorreiterrolle bei Zukunftstechnologien wie Voice Commerce.

    Amazon ist ein Technologieunternehmen und investiert in vielen Bereichen in Forschung und Entwicklung. In 2017 führte Amazon mit Forschungsausgaben in Höhe von 16,1 Milliarden bereits die Top 20 der forschenden Unternehmen an. Die hauseigene Entwicklungsschmiede Lab126 schuf unter anderem den Kindl, das Fire Phone sowie den Echo.[4] Und in Deutschland wird Amazon ein Forschungszentrum für künstliche Intelligenz in Tübingen eröffnen.

    Fazit: Amazon investiert vielseitig in Forschungsprojekte. Durch die eigene Marktposition hat Amazon zudem eine optimale Ausgangslage um neue Technologien zu vermarkten. Alexa und die Echo-Serie beweisen mit welcher Geschwindigkeit Amazon neuerdings Neuheiten etablieren kann.

    Anpassungsgeschwindigkeit

    Mit einer großen Dynamik pusht Amazon die zielgerichtete Weiterentwicklung des globalen E-Commerce. Dabei hält Amazon nicht zurück mit Beta-Versionen und entwickelt seine Angebote und Produkte auch gerne gemeinsam mit den Kunden zur Marktreife. Aktuelles Beispiel ist das Amazon Custom-Programm, welches für den B2B-Arm von höchstem Interesse ist. Custom wird aktuell auf der B2C-Plattform live getestet und in diesem Zug für den eigentlich relevanten Markt in Amazon Business vorbereitet.

    Und die Entwicklungsgeschwindigkeit ist beachtlich, betrachtet man beispielsweise den Echo: Die erste Generation des Echos wurde im Juni 2015 auf dem US-Markt gelauncht, im März 2016 folgte die Miniaturversion namens Echo Dot. Im April 2017 folgte der Echo Look, welcher den Funktionsumfang um Videos erweitert. Die neueste Erweiterung aus dem Oktober 2017, der Echo Plus, fungiert zudem als Smart Home-Hub. Bei der großen Schwämme an Neuerungen bleibt das ein oder andere Konzept auch mal auf der Strecke. Amazon fackelt bei schlechten Wachstumsraten nicht lange und widmet seine Aufmerksamkeit neuen Projekten. Der Shoppingclub BuyVIP und das Fire Phone wurden wegen dem ausbleibendem Erfolg eingestellt. Doch die Schublade mit neuen Konzepten ist bei Amazon prall gefüllt.

    Neben den Kunden profitiert insbesondere Amazon selbst von der hohen Entwicklungsgeschwindigkeit. Durch stetige Weiterentwicklungen bietet Amazon Leistungen und Produkten, die in regelmäßigen Abständen erneuert werden müssen und als alleinigem Anbieter Amazon weiteres Wachstum garantieren.

    Fazit: Schon die Entwicklungsbreite und -tiefe heben die Forschungsaktivitäten von Amazon von anderen Mitbewerbern ab. Ergänzt um die Geschwindigkeit und den passenden Kanal, um diese Entwicklungen auch zu vermarkten, gewinnt Amazon auf ganzer Linie.

    Das Erfolgsrezept

    “Day 2 is stasis. Followed by irrelevance. Followed by excruciating, painful decline. Followed by death. And that is why it is always Day 1.”, schrieb Jeff Bezos in seinem 2016 Letter to Shareholders. Diese Day One-Mentalität prägt den Wachstumskreiselauf von Amazon. Dank dieser fünf Elemente schaffen es Bezos und sein Team sich erfolgreich ständig neu zu erfinden – fernab von allen Stigma. Amazon beherrscht die Fähigkeit, bestehende Geschäftsbereiche zu verbinden und neue zu erschließen, um diese Symbiosen gezielt für nachhaltiges Wachstum zu nutzen.

    Kommen wir zurück zu Robert Naess aus der Einleitung, der die Amazon-Aktie für überbewertet hält. Die oben vorgestellten Elemente werden Amazon weiterhin neue Erfolge und Wachstumsrekorde sichern. Und es ist zu erwarten, dass die Börse dieses Wachstum spiegeln wird. Bezos wird auch in Zukunft den Kunden in den Mittelpunkt aller Unternehmensentscheidungen stellen und damit für ein sattelfest aufgestelltes Portfolio sorgen. Die US-Bank Morgan Stanley teilt diese Ansicht und sagt voraus, dass Amazon dank der Vielzahl seiner hoch-profitablen Unternehmensbereiche bereits 2018 zum ersten Trillionen-Unternehmen wird.

     

  • Amazon Dorf Talk – Ein Jahr Amazon Business

    Amazon Dorf Talk – Ein Jahr Amazon Business

    Amazon Business gibt es jetzt seit einem Jahr. Beschrieben wird es als Marktplatz für gewerbliche Kunden, zudem sich Unternehmen kostenlos registrieren können, um Zeit und Geld bei gewerblichen Einkäufen zu sparen. Den Händlern wird eine Umsatzsteigerung angepriesen. Wie hat sich Amazon Business bisher entwickelt und wo besteht durchaus noch Verbesserungspotential? Seht hier eine erste gedankliche Einschätzung von Christian Otto Kelm beim Amazon Dorf Talk im Gespräch mit Digitalkaufmann.de.

  • Stefan Grimm von Restposten.de beim Digital Confession Drive in Köln

    Stefan Grimm von Restposten.de beim Digital Confession Drive in Köln

    Stefan ist ein Urgestein der digitalen Handelswelt und hat mit Restposten.de einen Marktplatz gegründet der schon seit vielen Jahren eine wichtige Verknüpfungsplattform im digitalen Restpostengeschäft darstellt. Ebenso lange wie Alexander Graf bei Kassenzone.de den Tod des (Groß-)handels beschwört, hat Stefan gezeigt, dass es durchaus Modelle gibt die sich diesem Trend widersetzen. Die Gespräche mit Stefan sind nicht nur sehr kurzweilig für mich, sondern liefern auch immer wieder sehr spannende Informationen. Vor allem beim Thema Amazon Business hat Stefan viel zu berichten. (mehr …)

  • Amazon-Fresh: Kassandra, Kohlrabi, Knoblauch-Dip

    Amazon-Fresh: Kassandra, Kohlrabi, Knoblauch-Dip

    Als Berater im digitalen Umfeld kommt man leider äußerst selten um die Rolle des dunklen Propheten herum. Zumal man immer eine nahezu todsichere Wette eingeht, wenn man die Bedrohung durch Amazon für Mitbewerber in seinem jeweils neuen Geschäftsfeld unterstreicht. Wo habe ich nicht überall alles recht gehabt, als es hieß: „X? Das wird selbst ein Amazon online nie können“?

    Doch selbst für eine Kassandra qua Amt, wie ich es als digitaler Stratege nun einmal bin, ist der lokale Einzelhandel – vor allem der lokale Lebensmitteleinzelhandel – kein so von vornherein ausgemachtes Trauerspiel. Haben sich schließlich bereits andere, einst als unschlagbar geltende US-Riesen sich an diesem scheinbar saftigen Stück deutschen Einzelhandels die Zähne ausgebissen. Walmart etwa musste sich vor 10 Jahren mal geschlagen geben.

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