Schlagwort: Amazon Business

  • Amazon im KI-Zeitalter: Evolution statt Revolution – und die gnadenlose Optimierung des Bestehenden

    Amazon im KI-Zeitalter: Evolution statt Revolution – und die gnadenlose Optimierung des Bestehenden

    Amazon verliert sich nicht in KI-Träumereien. Stattdessen nutzt der Konzern die KI-Euphorie als strategischen Schutzschirm – um Effizienzmaßnahmen zu kaschieren, seine Marktposition auszubauen und die eigenen Infrastrukturen zu zementieren.

    Das ist auf den ersten Blick weniger spektakulär als das, was andere Tech-Unternehmen mit viel Rhetorik und Vision verkaufen. Doch der zweite, genauere Blick lohnt sich (das sage ich durchaus selbstkritisch, weil mein Urteil zu Amazon jüngst auch nicht gut ausfiel): Amazon ist dabei, zum elementaren Omni-Dienstleister und Versorger unserer Gesellschaft zu werden. Aber der Reihe nach.

    Die Erzählung der Effizienz: KI als Etikett, Restrukturierung als Realität

    Wenige Tage vor den Q3/25-Zahlen sickerte der Plan durch, weltweit bis zu 30.000 Büro-Jobs zu streichen. Die Botschaft ist eindeutig: Amazon will die Kosten senken, die Margen stabil halten, die Story für den Kapitalmarkt kontrollieren.

    Andere Firmen würden von „Sparprogrammen“ sprechen. Amazon erzählt die Geschichte des technologischen Fortschritts, wie ich auch gegenüber der Süddeutschen Zeitung kommentiert habe. KI wird zum Narrativ, das unangenehme Maßnahmen legitimiert. Doch man sollte sich vom Buzzword nicht blenden lassen. Das ist keine KI-Revolution – das ist klassische Restrukturierungspolitik im Tech-Label.

    Parallel dazu bereitet Amazon den massiven Einsatz von Robotik vor: interne Dokumente sprechen davon, dass bis 2033 bis zu 600.000 Logistikjobs in den USA nicht mehr nachbesetzt oder durch Maschinen ersetzt werden. Die offizielle Kommunikationslinie: Alles nur Szenarien. Die inoffizielle Realität: Automatisierung ist Amazons größte Leidenschaft. 

    Und damit die Story nicht nach „Kahlschlag“ klingt, investiert Amazon parallel 2,5 Milliarden Euro in Weiterbildung (“Future Ready 2030”). 50 Millionen (!) Menschen sollen „fit für die Zukunft“ gemacht werden. Clever: erst die Belegschaft verschlanken – dann global „Umschulung“ versprechen.

    KI im Handel: Amazon baut den perfekten Einkaufsagenten – aber nur für sich selbst

    Während Microsoft und OpenAI versuchen, das Interface der Zukunft zu erschaffen, baut Amazon still und sehr konsequent seine eigene Form des Agentic Commerce: „Help Me Decide“. In den USA testet Amazon das KI-Feature zur Analyse von Suche, Browsing und Kaufhistorie. Es ist ein personalisierter Produktempfehlungs-Agent mit Budget-Option und Premium-Alternative. Das ist keine „Shopping-Revolution“, sondern die nächste Evolutionsstufe des klassischen Amazon-Funnels: Amazon ersetzt das Vergleichen, nicht das Kaufen.

    Und Amazon gibt die Kundenschnittstelle dabei nicht aus der Hand: Das System läuft auf Amazons eigener KI-Stack (Bedrock, SageMaker, OpenSearch). Externe Agenten? Werden ausgesperrt.

    Dass Amazon den OpenAI-Crawler blockiert und Perplexity wegen angeblich unautorisierter Bestellautomatisierung verklagt, ist kein Zufall. Das ist Plattformlogik: Wer die Kundenschnittstelle kontrolliert, kontrolliert den Handel. Ein Shopping-Agent, der Bestellungen direkt im Chat tätigt, ist für Amazon nichts anderes als ein Angriff auf das Flywheel. Deshalb öffnet Amazon dem Nutzer – der sein Kaufverhalten schon weitgehend auf Amazon eingerichtet hat – die Tür, aber schließt sie für alle anderen Agenten.

    Amazon als globaler Versorger

    Die wirklich großen Moves spielen sich jenseits der KI-Buzzwords ab. Amazon-CEO Andy Jassy formuliert im „Letter to Shareholders 2024“ (veröffentlicht im April 2025) zwei wichtige strategische Schritte:

    1) Versorgung der Landbevölkerung – physisch und digital

    Amazon investiert bewusst in Regionen, die bisher als nicht profitabel gelten: Same-Day- und Next-Day-Delivery in Tausende ländliche ZIP Codes, über 1 Milliarde Pakete pro Jahr in dünn besiedelte Gebiete senden – die Ziele gibt Jassy aus. Helfen soll dabei der Aufbau kleinerer, verteilter Logistikpunkte im Hinterland – das Gegenteil dessen, was klassische Händler tun. Parallel dazu entsteht eine zweite Versorgungsebene: Amazon Leo (früher Project Kuiper) liefert Satelliten-Internet à la Starlink und damit die Voraussetzung dafür, dass noch mehr Kunden Amazon nutzen. Zielgruppe: 400–500 Millionen Haushalte weltweit ohne Breitband. Was wirkt wie Digitalpolitik, ist ökonomisch gesehen Folgendes: Amazon schafft sich neue Märkte, indem es Regionen erschließt, in denen Handel, Prime, Werbung, Streaming – und bald Healthcare – heute nicht stattfinden.

    2) Healthcare wird Amazons drittes Fundament

    Jassy wird im Shareholder Letter in Sachen Healthcare ungewöhnlich klar: Das US-Gesundheitssystem sei ineffizient, frustrierend, teuer, schwer zugänglich. Amazon bietet die Alternative: One Medical, Arzttermine am nächsten Tag. Amazon Pharmacy, transparente Preise, einfache Abwicklung. Medikamenten-Automaten direkt in Arztpraxen mit QR-Code-Abholung in Minuten (Tests ab Dezember 2025). Ich lese daraus: Healthcare ist kein Nebenprojekt von Amazon. Das ist ein Kernelement des Versuchs, die komplette Infrastruktur zu beherrschen – wiederkehrend, datenintensiv, hochprofitabel. Healthcare bietet Amazon drei strategische Vorteile: Wiederkehrende Nachfrage, extreme Kundenloyalität und sensible Daten, die Amazon helfen, KI-Modelle bestmöglich zu personalisieren.

    AWS: Amazon wird zum Rückgrat der KI-Welt

    Während alle von KI-Agenten reden, baut Amazon im Maschinenraum das, was wirklich zählt: Computer-Kapazität über die Cloud. Der 38-Milliarden-Dollar-Deal von AWS mit OpenAI ist dabei eine deutliche Ansage: OpenAI wird über Jahre AWS-Infrastruktur nutzen, inklusive NVIDIA-GPUs in gigantischen Mengen, die zukünftig durch Amazons eigene Chips (Trainium, Inferentia) ergänzt/ersetzt werden. 

    Amazon macht KI zu einer Frage der Grundversorgung: AWS ist gewissermaßen das Rückgrat der KI-Wirtschaft. Ein Geschäft, das in den nächsten zehn Jahren extremen Wert schaffen wird, wenn die KI-Blase nicht platzt.

    Amazon baut kein KI-Produkt – Amazon baut einen Staat im Staat

    Wenn man die Bausteine zusammensetzt, entsteht folgendes Bild: 

    • Satelliteninternet für Kontinente
    • B2C: Einkaufsmöglichkeiten von A bis Z (nur Food bleibt schwierig…)
    • B2B: Händler-Ökosystem auf globalem Traffic-Fundament plus Top-Logistik (überall!)
    • Healthcare-Services vom Arztbesuch bis zum Tablettenkauf
    • AWS als Rückgrat der KI-Wirtschaft
    • KI-Anwendungen/-Agenten, die jede Interaktion optimieren

    Amazon wird damit zum Grundversorger, ja zum Betriebssystem für digitale Gesellschaften. Und genau das ist der Grund, warum der Konzern langfristig stärker aus dieser Phase hervorgehen wird als viele Konkurrenten: Amazon nutzt KI, um sein bestehendes Modell unbezwingbar zu machen. Schneller, günstiger, breiter, unausweichlicher. Ich bin wieder sicher: Peak Amazon kommt erst noch!

  • Handel ist Wandel! Warum der Aufstieg des E-Commerce für Ladensterben und neue Lebensräume in den Innenstädten sorgt

    Handel ist Wandel! Warum der Aufstieg des E-Commerce für Ladensterben und neue Lebensräume in den Innenstädten sorgt

    Nein, das „Ladensterben“ in den deutschen Innenstädten ist nicht primär eine umkehrbare Folge von Corona, sondern das Ergebnis eines tiefgreifenden Strukturwandels hin zum Onlineshopping. Zugleich zeigt sich eine große Chance für die Zukunft: Dort, wo Läden schließen, können neue Ideen für Gastronomie, Wohnen und Freizeitangebote entstehen.

    Seit Jahren verschwindet ein Geschäft nach dem anderen aus den deutschen Innenstädten. Nach Berechnung des Handelsverbandes HDE schlossen über die vergangenen 10 Jahre hinweg im Schnitt rund 6.600 Läden pro Jahr. Dass das nicht erst seit Corona so ist, zeigt ein Blick auf die langfristige Entwicklung: Selbst in Städten, in denen die Besucherzahlen zuletzt wieder anziehen, zeigt sich ein struktureller Rückgang der Geschäfte vor Ort. Der Hauptgrund ist dabei weniger eine kurzfristige Pandemie-Folge, sondern vielmehr ein deutlich verändertes Konsumverhalten: Die Menschen haben sich längst an das Einkaufen im Netz gewöhnt, Onlineshopping wird zum Standard. Dieser Wandel – in Form von Filialschließungen und Insolvenzen – wird sich weiter fortsetzen.

    Alte Innenstadtkonzepte funktionieren nicht mehr

    Das klassische Bild einer Innenstadt als „Shopping-Paradies“ verblasst immer mehr. Die Kundschaft findet ihre Lieblingsprodukte inzwischen online, vergleicht Preise und spart sich Wege. Dadurch entzieht sich vielen stationären Läden die wirtschaftliche Grundlage – es entsteht ein Teufelskreis: Weniger Geschäfte bedeuten weniger Anreiz für Kundinnen und Kunden, überhaupt noch in die Innenstadt zu kommen. Der Umsatz der verbleibenden Läden sinkt weiter, was zu neuen Schließungen führt.

    Manche Händler versuchen mit rabattengetriebenen „Discount-Feuerwerken“ ihr Lager zu leeren. Kurzfristig mögen reduzierte Preise die Kundschaft erfreuen, doch häufig steckt dahinter ein Abverkauf kurz vor der Insolvenz. „Das toxische Klima“, wie es manche Branchenkenner nennen, zeigt: Der Markt bereinigt sich. Dies bedeutet zwar auf der einen Seite günstigere Angebote, aber auch die Gefahr von immer mehr Insolvenzen sowie von höherer Arbeitslosigkeit, weniger Kaufkraft und letztlich steigende Preise, sobald sich der Markt konsolidiert hat.

    „Retail for Rent“ – von B- und C-Lagen zum Wohnraum

    Da die Verlagerung zum Onlinehandel ungebremst weitergeht, stellt sich die Frage, wie sich stationäre Flächen in den deutschen Städten künftig nutzen lassen. A-Lagen in Top-Städten dürften erhalten bleiben, weil dort Frequenz, Tourismus und/oder Kaufkraft hoch genug sind, um Retailflächen weiterhin zu rechtfertigen. Diese müssen sich jedoch zu echten Erlebniswelten entwickeln – etwa nach dem Vorbild von Karls Erdbeerhof, der mit Entertainment, Kinderbetreuung und Shopping auf der Fläche kombiniert und gleichzeitig auf E-Commerce setzt.

    In vielen anderen Regionen hingegen sollte aus leerstehenden Läden zunehmend Wohnraum entstehen – damit würde direkt die Lücke auf dem Wohnungsmarkt geschlossen! – oder aber es kommen neue Konzepte für Gastronomie und Freizeit in die Innenstädte. Denn was die Konsumentinnen und Konsumenten im stationären Handel suchen, ist nicht bloß der Erwerb von Produkten: Sie wollen Erlebnisse. Deswegen sollten Händler ihre Läden eher als Eventlocations verstehen, statt als reine Verkaufsflächen.

    Strategiewechsel bei Amazon und Alibaba: ein Blick in die Zukunft

    Auch große E-Commerce-Konzerne haben erkannt, dass der Mix aus Online und stationärem Handel schwieriger ist als gedacht. So hat Amazon mit seinen „Amazon Fresh“-Filialen nie den erhofften Durchbruch erzielt und auch hierzulande Standorte zurückgefahren. Der Stationärhandel-Kaufrausch im Zuge einer „Omnichannel-Offensive“ scheint vorerst abgeflaut.

    Noch deutlicher wird das am Beispiel Alibaba: Der chinesische Gigant hat in kurzer Zeit zwei große stationäre Beteiligungen wieder abgestoßen – Sun Art Retail und Intime Retail Group. Beide Transaktionen brachten Alibaba zwar frisches Kapital, bedeuten aber auch große Verluste. Gleichzeitig zeigt sich so ein Strategiewechsel: Nachdem Alibaba ursprünglich sein „New Retail“-Konzept (Online und Offline) vorantreiben wollte, konzentriert sich das Unternehmen nun wieder stärker auf das reine E-Commerce-Geschäft.

    Diese Entwicklung illustriert eindrucksvoll, dass das richtige Zusammenspiel von Online und Offline kein Selbstläufer ist. Wenn selbst die Großkonzerne beim Thema stationärer Handel zurückrudern, ist das ein Fingerzeig für die hiesige Branche.

    Die Zukunft der Innenstädte: Lebensräume statt Shoppingmeilen

    All diese Entwicklungen lassen sich unter einen zentralen Gedanken zusammenfassen: Handel ist Wandel. Stationäre Läden, wie wir sie aus den „Glanzzeiten“ kannten, werden in der Masse nicht zurückkommen. Die Menschen haben längst gelernt, anders zu konsumieren. Mit einem Klick bestellen sie online, lassen sich Waren nach Hause liefern und vergleichen Preise weltweit.

    Was Innenstädte jedoch weiterhin attraktiv machen kann, ist die Entwicklung hin zu Lebensräumen, in denen Einkaufen nur noch ein – wenn auch wichtiges – Element von vielen ist. Wo Kultur, Gastronomie, Wohnen, Arbeiten und Freizeitangebote sich mischen und damit neue Frequenzbringer entstehen. Während A-Lagen für Retail, Entertainment und Gastronomie erhalten bleiben, werden leer stehende Flächen in B- und C-Lagen verstärkt zu Wohnungen oder zu Orten für neue Geschäftsideen umgewandelt.

    Handel ist Wandel – wer das erkennt und sich anpasst, kann das Potenzial der Innenstädte als ganzheitliche Lebensräume heben und zugleich vom Boom des E-Commerce profitieren.

    Damit diese Transformation gelingt, braucht es einen Schulterschluss zwischen Kommunen, Immobilienbesitzern und Investoren sowie kreativen Konzepten von Händlerseite. Nur so können aus sterbenden Einkaufsstraßen wieder lebendige Quartiere werden.

  • Amazon-Aggregatoren: Der Traum ist ausgeträumt

    Amazon-Aggregatoren: Der Traum ist ausgeträumt

    Mal wieder rumort es bei den Amazon-Aggregatoren. Nachdem sich Berlin Brands Group letzten Sommer von 100 Mitarbeitern trennen musste  und das Urgestein des Segments Thrasio im Herbst Pleite ging, fragen sich jetzt viele, wer da als nächstes keine Chance mehr haben wird. Der Traum, durch Übernahme und Bündelung vieler kleiner Seller auf Amazon es zu einer relevanten Größe und attraktiver Marge zu bringen, scheint endgültig ausgeträumt zu sein.

    Regelmäßige Digitalkaufmann-Leser wissen: Diesem Traum hielt ich schon damals für unerfüllbar, als es noch in den Boom-Jahren für möglich gehalten wurde. Und spätestens 2022 musste es klar sein, dass es sich beim Konzept nur um eine Gewächshausblüte handeln konnte, die den kalten Winden der Krisenzeit nicht gewachsen sein würde. Denn nur mit starkem Wachstum auf Amazon gewässert und viel Wagniskapital gedüngt hatte die Aggregatoren-Wette überhaupt eine Chance aufzugehen.

    Nun stockt das Wachstum im E-Commerce und selbst Amazon war davon betroffen. Folglich sind Investoren vorsichtig geworden – und zwar derart, dass selbst sehr günstige Einkaufspreise sie nicht mehr hinterm Ofen hervorlocken. Vorbei die aufgeheizten Zeiten, in denen man nur dann Marken akquirieren konnte, wenn man sofort viel Geld auf den Tisch legte und due diligence in den Wind schlug („Wir kaufen innerhalb von 30 Tagen nach Erstgespräch!“, wie es Pleitiers Brands United einst ankündigten…). Ja, man könnte nun in diesem Käufermarkt richtiggehend auf Einkaufstour gehen, aber mögliche Kapitalgeber bleiben lieber auf ihrem Geld sitzen, als Aggregatoren einen erneuten Kaufrausch der Kleinhändler zu finanzieren.

    Allein deshalb ist trotz der in solchen Situationen obligatorischen ‚Sanierungspläne‘ und ‚Turnaround-Versuche‘ nichts mehr von den Aggregatoren erwarten. Zumal es zwei weitere triftige Einwände gibt, die unabhängig von der jeweiligen Marktstimmung gegen das Konzept sprechen.

    „Operational excellence“: Fehlanzeige

    Erstens hat sich die oft beschworene „operative Exzellenz“ der Aggregatoren als genau die Mär entpuppt, für die ich sie nach näherer Inaugenscheinnahme mehrerer im Segment schon länger hielt. Die Logik der Bündelung hörte sich zwar erst einmal bestechend an: ‚Als große Digitalfirma voller Profis, die den lieben Tag lang nichts anderes machen, als Marken nach allen Regeln der Kunst auf Amazon hochzupushen, haben wir bessere Chancen, das Beste aus ihnen auf der Plattform herauszuholen…‘ So ging die Darstellung für Investoren.

    Wie sich aber schnell zeigte, lag das wirkliche Wissen darum, wie man auf Amazon erfolgreich ist, oft eher bei den aufgekauften Marken, nicht bei den Aggregatoren. Einkauf, Operatives, Kundentreue-Tricks und Ranking-Kniffe: Im Lagerhausbüro in Castrop-Rauxel verstand man oft intuitiv mehr davon als in den schicken Räumlichkeiten in Berlin-Mitte. Noch schlimmer: Einige der Aggregatoren waren bloße Trittbrettfahrer, die hier nicht einmal über eigene Expertise verfügten und auch diese mit viel Geld einkaufen mussten. Und selbst bei Thrasio oder Berlin Brands Group, die zum Teil von echtem Können Beweis machten, war man nicht so viel schlauer als der Durchschnitt – und die erhoffte Wirkung versprochener datenbasierter automatisierter Ansätze glänzte mit Abwesenheit.

    Auf Amazon aufbauen: Abhängigkeitsfalle

    Zweitens hat man mit dem Modell Aggregator ein elementares strategisches Problem. Letztendlich ist Amazon ein machtvoller Monopolist, der die Regeln auf der eigenen Plattform erfindet und durchsetzt – zum eigenen Vorteil. Wessen Geschäftsmodell also nur auf Amazon aufgebaut ist, lebt gefährlich. Denn Seattle ist kein neutraler Marktplatzbetreiber, sondern ein Megakonzern der – übrigens für eine Aktiengesellschaft vollkommen nachvollziehbarerweise – seine Stärken zum eigenen kommerziellen Vorteil auszuspielen versucht.

    So werden, jetzt, da sich Amazon rund die Hälfte des Volumens im E-Commerce gesichert hat, die einst für Kunden und Verkäufer so attraktive Bedingungen sukzessive zugunsten der Monetarisierung verschärft: Seller kriegen höhere FBA-Kosten aufgedrückt und müssen auf einmal Werbebudget in die Hand nehmen, um bloß die Position im Ranking zu halten, die sie einst mit organischer Optimierung erreichten. Da kann ein Thrasio oder ein BBG so viel Erfahrung in der Disziplin Amazon-SEO mitbringen, wie sie wollen: Amazon wird sie in Richtung SEA drängen und sich so ihre Marge einzuverleiben versuchen.

    Wer diese Darstellung für übertrieben hält, sollte Prime-Kunden fragen. Früher blieben sie von Werbung verschont, weil sie ja Amazon einen jährlichen Mitgliedsbeitrag überließen. Mittlerweile werden aber auch sie mit Anzeigen und Sponsored-Listings traktiert – bloß nicht mehr so viel von Marken, die Thrasio oder Berlin Brands Group gehören…

  • Amazon: Der Riese, den alle kleinreden

    Amazon: Der Riese, den alle kleinreden

    Ende April hat Amazon die Zahlen für das erste Quartal 2022 präsentiert. Analysten und Börse haben den E-Commerce-Riesen daraufhin mit einem sinkenden Kurs abgestraft – ein Fehler, wie der genaue Blick auf die KPIs verrät.

    Tech-Werte erleben schwere Zeiten an der Börse. Der Performance-Druck steigt angesichts der Auswirkungen von Krankheit, Klimawandel und Krieg. Im B2B und im B2C wird nach zwei Jahren Euphorie wieder genauer hingeschaut. Natürlich auch und ganz besonders bei Amazon. Und doch entgeht den Analysten, Börsianern und Expertinnen etwas: der Sinn fürs große Ganze.

    Anders gesagt: Wer jetzt Amazon aufgrund des nur leicht gesunkenen Ergebnisses im Handelsgeschäft abstraft, hat E-Commerce nie geliebt! 


    Im Vergleich zum ersten Quartal 2021 sinken die Net Sales im Onlinehandel im ersten Quartal 2022 um drei Prozent, wie aus dem Q1-Report von Amazon hervorgeht. Analysten und die Börse bestrafen das, wie hier beispielhaft die WirtschaftsWoche berichtet — und verkennen dabei, dass die Wachstumsraten vor einem Jahr noch vom Pandemie-Boost unerwartet hoch ausgefallen sind. 

     

    Wachstumsschmerzen, Amazon-Style

    Die Message ist hier doch: Amazon hält nun quasi das Niveau, nachdem in kurzer Zeit Wachstum erreicht wurde, das sonst nur über fünf bis sieben Jahre denkbar gewesen wäre — was eine absolute Bestätigung für Geschäftsmodell und Ambition ist. 

    Dazu kommt: E-Commerce wird weiter wachsen, und damit auch Amazon. Matthias Schrader schreibt etwa, dass „the pandemic has radically changed customer behavior. The e-commerce volume has grown as much in the last 20 months as it did in the first 20 years of the Internet from 1995 to 2015.“ Word!

    Fakt ist aber auch: Amazon erlebt im Handelsgeschäft gerade besondere Wachstumsschmerzen, die durch Investitionen in Lager und Logistik behoben werden müssen (wie etwa die LebensmittelZeitung zu berichten weiß). Gerade in der Pandemie ist der Konzern ja viel, viel schneller gewachsen als gedacht und so ein adäquates Lagerzentrum oder eine robuste Lieferflotte kann man nicht über Nacht aufbauen. 

    Amazon hat aber quasi unbegrenzt viel Zugang zu Kapital und daher ist es nur eine Frage der Zeit, bis an jeder Autobahnabfahrt ein Logistikzentrum von denen steht. Es geht für Amazon nicht um eine „Entweder, oder“-Entscheidung, sondern um das dem Selbstverständnis entsprechende Nachziehen der Struktur entsprechend des Erfolgs. 

     

    Viel Stoff zum Diskutieren

    Meiner Meinung nach will Amazon gegenüber allen anderen – trotz aller Unkenrufen immer noch unterlegenen – Wettbewerbern wieder den alten Vorsprung von fünf Jahren haben – das macht eben extreme Investments erforderlich.

    Das sehen auch einige versierte Köpfe bei LinkedIn so. Unter meinem LinkedIn-Kommentar zu Amazons Zahlen kommentiert beispielsweise „Doppelgänger“ Philipp Kloeckner, dass er zwar glaubt, Amazon hätte eher mit teuren Überkapazitäten zu kämpfen. Aber er glaubt auch, „dass die Zahlen zu negativ aufgenommen werden und Amazon RELATIV gesehen weiter Stärke gewonnen hat“. 

    Zum Schluss will ich gern ein wunderbares Zitat von Wiesemann-1893-Gründer Marius Siskowski wirken lassen: „Wer geglaubt hat, dass man 2022 wie 2020 und 2021 wachsen kann, liegt genauso falsch wie die, die glauben, dass insgesamt dauerhaft Berg ab geht.“

  • Target und Amazon: Auch zwei Schwalben machen noch keinen stationären Sommer

    Target und Amazon: Auch zwei Schwalben machen noch keinen stationären Sommer

    Vieles im Leben verläuft in Zyklen. So folgt auf Sommer Herbst und auf Herbst Winter. Nach Winter kommt Frühling und dann wieder Sommer. Auch die Konjunktur hat einen Zyklus: Der eine oder andere Boom mag zwar etwas länger anhalten. Auch ein Abschwung kann sich in die Länge ziehen. Aber nachdem es lange genug abwärts gegangen ist, kann es ab einem gewissen Punkt nur wieder aufwärts gehen. Wie auch in der Mode: Hosen werden weiter, dann enger, dann wieder weiter…

    So gehen nicht wenige Analysten unausgesprochen davon aus, dass etwa das furiose Wachstum im E-Commerce irgendwann in einer Stagnation enden, gar in ein Schrumpfen umkehren wird – und dass der schwindende stationäre Handel dadurch wieder zu Kräften kommt. Selbst auf den tiefsten, kältesten Winter folgte nämlich bislang noch immer irgendwann ein Sommer. Es ist also durchaus verständlich, dass viele dieses Denkmuster auf andere Entwicklungen übertragen. Schließlich hat es sich bislang bewährt.

    Wer zu einem zyklischen Verständnis der Handelslandschaft neigt, sucht also bereits seit Jahren nach den ersten Anzeichen von Frühling in einem für bricks-and-mortar retail äußerst lang anhaltendem Winter. Gleich jemand, der die ersten Krokusse erspäht, wie sie sich durch den Schneemantel empor kämpfen, deuten sie jede positive – bzw. jede nicht negative – Nachricht aus der Warte stationärer Händler als erstes Frühlingszeichen oder gleich als Vorbote vom lang ersehnten Sommer.

    Diese Herangehensweise ist in den letzten Wochen besonders deutlich an den Beispielen Amazon und Target zu sehen gewesen. „Amazon trug zum Kollaps der Warenhäuser bei. Nun will das Unternehmen angeblich selbst zu einem Warenhaus werden!“, hieß es letztens bei CNN Business, dem zu Ohren gekommen war, dass der Seattler Konzern plane, in Ohio und Kalifornien einige kleinformatige Gemischtwarenläden aufzumachen. Tenor: Saulus wird zum Paulus; auf Abschwung folgt Aufschwung; nach Winter kommt Sommer.

    Im Falle von Target wird gern ein neulich erschienener Artikel aus der Financial Times zitiert, der detailliert auf die derzeit gute Lage des US-Einzelhandelskonzerns eingeht. In vielen Sachen bloß Glück. Obwohl die Kette nur 18 Prozent seiner Umsätze mit Lebensmitteln macht, dufte es als versorgungsrelevant auch während der Lockdowns geöffnet bleiben und weiterhin die Kosmetik-, Haushaltswaren-, Möbel-und-Deko-, sowie Kleidungssortimente verkaufen, die zusammengenommen gute 75 Prozent seines Absatzes ausmachen. Andere Ketten, die nur Kosmetik oder nur Kleidung verkaufen, mussten ihre Türen schließen. So blieb einfach mehr vom stationären Kuchen für Target übrig.

    Auch gern übersehen: „Revenues in 2020 leapt 20 per cent to $93.6bn, driven by in-store traffic as well as ecommerce.“ Die 20 Prozent Wachstum im Pandemiejahr waren also – wen wundert’s? – nicht einzig und allein aufs stationäre Geschäft zurückzuführen. Und gerade hier hat Target ein Problem: Online-Bestellungen versendet es zum größten Teil aus den „Wohlfühloasen“, zu denen es seine Geschäfte umgemodelt hat. Ja, es laufen Picker durch die Gänge des Einkaufsparadies – und sie werden dabei von Kunden angesprochen, was sie in ihrer Arbeit behindert. Das ist ineffizient, kostspielig und suboptimal für die Kunden, die mit vollem stationären Service einkaufen wollen. Nicht umsonst bauen etwa Rewe und DM hierzulande große automatisierte Lagerhallen. Diese Händler, die lange mit „Läden als Läger“ als Strategie flirteten, haben nämlich erkannt, dass das Kommissionieren in bestehenden Märkten höchstens als Brückenlösung anzusehen ist: Statt Synergien in der Fläche gibt es letzten Endes nur Reibefläche.

    Der Artikel wird also tendenziös quergelesen, wozu zugegebenermaßen die Überschrift „US retailer Target defies bricks-and-mortar doubters“ auch einlädt (Online-Redakteure überspitzen ja gern Texte, damit sie geklickt werden). Wer ihn aufmerksamer liest, bekommt einen nuancierteren Eindruck. Umso mehr, wenn er oder sie noch anderes Wissen dazu aufruft, um den Erfolg von Target in Verhältnis zu setzen.

    Target und Amazon – Fische und Teiche

    Target ist im Pandemiejahr um 20 Prozent gewachsen? Sehr schön. Amazon hat fast 40 Prozent geschafft. Target hat einen Gesamtumsatz von beinahe 100 Milliarden USD. und einen Nettoertrag von gut 4 Milliarden USD? Amazon setzte Richtung 400 Milliarden USD um und steigerte dabei den net income um 84 Prozent auf 21,33 Milliarden USD. Target genießt derzeit eine außerordentlich gute Marktbewertung von 130 Milliarden USD? Amazon wird mit über 1,5 Billionen USD bewertet…

    So haben wir hier das alte Phänomen mit der Größe des Fisches im Verhältnis zum Teich. Neben den anderen stationären Ketten, mit denen es seit jeher verglichen worden ist, sieht Target gar nicht mal so schlecht, ja sogar ganz gut aus. Schließlich ist es nicht bereits insolvent (wenn auch – wie der aufmerksame Leser ebenfalls dem FT-Artikel entnimmt – mit Schulden beladen).

    Verglichen mit Amazon ist Target allerdings kein so toller Hecht. Und während Target jetzt dafür gefeiert wird, dass es im Jahr nach der Pandemie sein Gewicht hält, legt Amazon jeden Tag weiter zu – und wächst pro Jahr um ein ganzes Target. Wir sollten also die Verhältnisse klar im Kopf behalten. 

    Amazon: Die stationäre Einkaufsfläche als Mittel zum Zweck

    Natürlich bleibt die Frage, warum Amazon jetzt Läden aufmacht, wenn es weiterhin online so gut läuft. Sind etwa die Grenzen der Expansionsmöglichkeiten online erreicht? So nach dem Motto: Nach dem langen, warmen E-Commerce-Sommer kommt nun der Herbst? Mitnichten. Amazon hat weiterhin überhaupt keine Probleme, neue Kunden online anzusprechen und aus bestehenden immer mehr share of wallet herauszuholen.

    Die stationären Flächen, die es aufmachen will – sowie die Wholefood-Stores, die es vor ein paar Jahren aufkaufte und die ersten Amazon-Go-Märkte – sind anders zu verstehen. Sie dienen nämlich der Amazon-Logistik und sind primär als innerstädtische Lagerfläche zu verstehen, die zufällig auch Läden sind. Einen zweiten Zweck erfüllen sie als Marketing-Kanal: Amazon kann es sich leisten, nicht nur durch Plakatwände und Bushaltestellen auf sein Prime-Programm aufmerksam zu machen und sich ins öffentliche Gespräch einzubringen. (Es funktioniert übrigens bestens: Die Meldungen zu Amazons Plänen sind ja auch bei mir wieder Anlass zu einem Artikel gewesen…)

    Ist aber ein Amazon-Laden, in den Kunden reingehen können und dessen Lagerfläche auch für Lieferungen innerhalb einer Stunde im Umkreis verwendet wird, nicht doch wieder das Gleiche wie ein Target- Store, in dem gepickt wird? Oberflächlich betrachtet vielleicht schon. Bloß: Jeder, der in einen Amazon-Laden reinläuft, ist bereits Amazon-Kunde mit einem Konto und einer Kaufhistorie. Beiläufige Frequenzbummler sind nicht vorgesehen. Nach wie vor kann aber ein jeder ganz anonym in ein Target-Geschäft reingehen und gegen Bargeld einen beliebigen Artikel erwerben. Die Logik ist also eine völlig andere – und fällt für Amazon in puncto Kundendaten und -treue ungemein günstiger aus.

    So geht der endlose Amazon-Sommer weiter. Für Target und seinesgleichen handelt es sich hier höchstens um ein paar warme Herbstwochen. Oder wir ändern das Denkmuster im Falle Stationär/Online grundlegend und achten darauf, keine linearen Entwicklungen mit exponentiellen Kurven als Zyklen zu denken – so natürlich und verständlich diese Tendenz auch sein mag.

  • Weitere Features bei Business Prime!

    Weitere Features bei Business Prime!

    Was beginnt am 21. Juni? Der meteorologische Sommer? Ja, auch. Aber noch interessanter ist – für mich jedenfalls – dieser Stichtag aus Amazon-technischer Sicht. Ab dem 21. Juni beginnen nämlich die Prime-Day-Angebote. Und in diesem Jahr bewirbt Amazon den vergleichsweise neuen Business Prime mit einem Sondermailing! (Es gibt Business Prime bereits seit 2017. Danke Lennart von warenausgang.com)

    Erst im Frühjahr ging ich mal wieder auf die Bedeutung von Business für Amazon ein. Daher überrascht es nicht, dass der Konzern nun das Angebot auf B2B weiter ausdehnen möchte, das im B2C-Bereich aus gelegentlichen Nutzern scharenweise hochprofitable Amazon-Dauerkunden gemacht hat, die glücklich im Lock-in taumeln und so gar keine Preis- oder Produktvergleiche mehr durchführen.

    Womit will Amazon also Geschäftskunden diesen Rundumsorglos-Pakt schmackhaft machen? Ja, ich schreibe „Pakt“, nicht „Paket“, denn die Entscheidung für Prime gleicht einer inoffiziellen Vereinbarung: Du, liebes Amazon, machst mir das Einkaufen einfacher denn je und sorgst dafür, dass ich nie wieder etwas von Lieferkosten höre; ich zahle dir dafür eine Gebühr und tätige dann den Löwenanteil meiner Einkäufe bei dir. Damit sich aber ein Geschäftskunde – zumal ein professioneller Einkäufer, dem es in die Wiege gelegt worden ist, immer mehrere Angebote zu vergleichen – für eine ähnliche Abmachung entscheidet, muss man ihm natürlich etwas Besonderes bieten.

    Was genau bietet Amazon also seinen Business-Kunden im Mailing vom 9. Juni an? Die vier Punkte kann man wie folgt zusammenfassen und interpretieren:

    1. Amazon Guided Buying: Hier können Kunden ihre Richtlinien einstellen, um ihre Teams zu Produkten und Verkäufern zu leiten, die ihrer jeweiligen Einkaufspolitik entsprechen. Wer also genug hat von Mitarbeitern, die nach Lust und Laune – ohne weitere Kriterien – entscheiden, soll hier ein Werkzeug an die Hand bekommen.
    2. Amazon Spend Visibility: Amazon bietet (vermutlich AI-gestützte) Tools an, um Ausgabenmuster zu analysieren, die Kunden bei Budgetentscheidungen und der Erstellung von Richtlinien unterstützen sollen. Eine gut organisierte Einkaufsabteilung hat so etwas womöglich bereits. Andere nicht unbedingt. Könnte also für einige interessant sein. 
    3. Schnelle, KOSTENLOSE Lieferung für Unternehmen: Die Großbuchstaben sind nicht von mir. Amazon weiß eben, was die Kunden wollen – ob B2C oder B2C. 
    4. Exklusive Angebote für Business-Prime-Kunden: Hier erhält man Angebote von „Partnern wie LexOffice und American Express“. Ich glaube, das kann man getrost als „begleitendes Geplänkel“ verbuchen, wie es das bei allen Treueprogrammen gibt. Nice-to-have, selten entscheidend.

    So dekliniert Amazon also seine legendäre convenience im B2B-Bereich. Auf den ersten Blick schlüssig. Auf dem zweiten Blick frage ich mich allerdings, warum Punkt 3 nicht Punkt 1 ist!? In der Kommunikation lernt man ja immer, das Wichtigste zuerst und an prominentester Stelle zu betonen. Und für mich ist das die „KOSTENLOSE Lieferung“. Es wird sehr interessant, ob das wirklich für sämtliche Waren, auch sperrige Produkte, gilt und ob das so stark zieht, wie im B2C-Segment – wo Liefergebühren von 4€,  5€ oder 10€ natürlich eine höhere Barriere darstellen und wo Versandkostenfreiheit erst überhaupt von Amazon durchgesetzt wurde.

  • Jeff Bezos tritt ab: Jetzt kommt Day Two

    Jeff Bezos tritt ab: Jetzt kommt Day Two

    Der Paukenschlag ist mittlerweile verhallt. Aber als er im Februar ankündigte, an der Spitze seines Unternehmens den Platz für einen Nachfolger zu räumen, war der Überraschungscoup perfekt. Viele hadern damit, am Zenit ihrer Macht abzutreten und damit der alten Weisheit Folge zu leisten, dass man dann besser gehe, wenn es am Schönsten ist. Bezos tat es einfach. 

    Klassisch Jeff Bezos. Ein Mann, dessen Vorgehensweise, wäre er denn Norddeutscher, mit dem Motto „Nicht lange snacken, Kopp in Nacken“ gut beschrieben wäre. Mit seinem Hang zum Machen, wo andere zaudern, hat er Amazon gegründet, ausgebaut und zu bislang ungekannten Höhen geführt. Dabei machte er selten einen Hehl daraus, wie ihm seine Kunststücke gelangen. Deswegen genossen seine Letters to Shareholders immer so viel Aufmerksamkeit: Hier erklärte ein – vielleicht: Der – Ausnahme-Unternehmer seiner Generation freimütig, Jahr für Jahr, Schritt für Schritt und in aller Offenheit, wie er seinen Weltkonzern erschuf. 

    Nun also erschien vor ein paar Wochen sein letztes Schreiben an die Aktionäre. Was sagt uns denn dieses Finale über Bezos und über das nach seinem Bilde erschaffene Amazon?

    Eine glänzende Bestandsaufnahme – mit einigen Überraschungen

    Vielleicht das Offensichtlichste zuerst: Hier lässt einer seine Erfolge Revue passieren – und zwar berechtigterweise. Denn nach nur 25 Jahren Bestand steht das Unternehmen Amazon nämlich folgendermaßen da:

    Last year, we hired 500,000 employees and now directly employ 1.3 million people around the world. We have more than 200 million Prime members worldwide. More than 1.9 million small and medium-sized businesses sell in our store, and they make up close to 60% of our retail sales. Customers have connected more than 100 million smart home devices to Alexa.

    Es handelt sich also um ein Unternehmen der Sonderklasse, bei der es zur Verbildlichung nur noch Ländervergleiche tun. Amazon hat so viele Mitarbeiter wie Estland Einwohner. Und wären Prime-Mitglieder ein Land, würde sich dessen Bevölkerungszahl vermutlich an fünfter Stelle – direkt nach dem bevölkerungsreichen Inselstaat Indonesien (264 Millionen Menschen) und noch vor Brasilien und Pakistan (jeweils 207 Millionen) – einpendeln. Bezos lässt übrigens – vermutlich aus Pietätsgründen – den schon länger exorbitant und nun noch einmal in der Coronakrise sprunghaft angestiegenen Gesamtumsatz unerwähnt, der fürs Jahr 2020 als Bruttoinlandsprodukt Amazon zwischen Argentinien und Österreich situieren würde.

    Stattdessen stellt er einige andere interessante Berechnungen an – etwa wer die Aktionäre sind und um wie viel genau sie über die Jahre von Amazon profitiert haben:

    We’ve created $1.6 trillion of wealth for shareowners. Who are they? Your Chair is one, and my Amazon shares have made me wealthy. But more than 7/8ths of the shares, representing $1.4 trillion of wealth creation, are owned by others. Who are they? They’re pension funds, universities, and 401(k)s, and they’re Mary and Larry, who sent me this note out of the blue just as I was sitting down to write this shareholder letter.

    Im Folgenden fügt Bezos einen Brief von besagten Kleinaktionären der ersten Stunde ,Mary und Larry ein, aus dem hervorgeht, dass zwei 1997 gekaufte Aktien mittlerweile reichen, um eine satte Anzahlung für ein Eigenheim aufzubringen. Das ist ein sehr geschickter – und keineswegs tatsachenverdrehender – rhetorischer Schachzug von Bezos, um den sagenhaften Reichtum, zu dem er gekommen ist, ins Verhältnis zu stellen. Tatsächlich ist es mir schon immer zu billig gewesen, auf die Gründer von Jahrhundertunternehmen und deren enormen Verdienste zu schimpfen: Klar, Jeff Bezos hat sich eine goldene Nase verdient – wie Bill Gates oder Henry Ford vor ihm auch. Was oft genug dabei unbeachtet bleibt: Solche Unternehmer schöpfen auch Werte für ihre Anteilseigner. In den USA sind diese zu einem nicht unbeträchtlichen Teil vergleichsweise „kleine Fische“, deren Depots nicht in die Millionen oder Milliarden gehen, die aber dank der Investition einen bescheidenen Wohlstand sichern. Das im Letter to Shareholders einmal herauszuarbeiten, ist legitim. (Übrigens sei hier zum Vergleich einmal angemerkt, dass die reichsten Unternehmer Deutschlands – die ALDI-Brüder – keinen solchen weitverbreiteten Wertezuwachs generiert haben: Wie so viele der größten Konzerne hierzulande scheuen sie Streubesitz und halten lieber alles in Familienhand.)

    Eine weitere ungewöhnliche und äußerst legitime Berechnung aus dem Brief: Wie viel Zeitaufwand Amazon seinen Kunden über die Jahre erspart hat.

    Customers complete 28% of purchases on Amazon in three minutes or less, and half of all purchases are finished in less than 15 minutes. Compare that to the typical shopping trip to a physical store – driving, parking, searching store aisles, waiting in the checkout line, finding your car, and driving home. Research suggests the typical physical store trip takes about an hour. If you assume that a typical Amazon purchase takes 15 minutes and that it saves you a couple of trips to a physical store a week, that’s more than 75 hours a year saved. That’s important. We’re all busy in the early 21st century.

    Auch diese Sichtweise ist typisch Bezos: Erfrischend anders und absolut ehrlich. Gewissermaßen gibt er hier ein großes (Nicht-)Geheimnis des Amazon-Erfolgs preis: Es spart den Leuten Zeit. Wer die Geschichte des Unternehmens kennt, weiß um die Bedeutung des früh eingeführten one-click buy. Kunden lieben Amazon unter anderem deswegen, weil es wahnsinnig schnell geht – vor allem Kunden in den endlosen amerikanischen Haus-mit-Vorgarten-Vororten, die sonst für jeden Kleineinkauf in ihre Autos steigen müssen. (Und eben auch die 60% der Deutschen, die nach wie vor nicht in den größten Ballungszentren der Bundesrepublik leben und die es ebenfalls so langsam leid sind, immer in die Stadt fahren zu müssen, wenn ihnen im Neubau-Eigenheim mit Carport das Küchenkrepp ausgeht.)

    Die Schattenseiten des Amazon-Erfolgs – ebenfalls mit Überraschungen

    Ebenso interessant wie der gut begründete Bombast der ersten Hälfte seines letzten Aktionärsschreibens ist allerdings der Platz, der sich Bezos in der zweiten Hälfte für einen vorauseilenden Widerspruch gegen Kritik an Amazon – und daher an ihm und seinem Vermächtnis – einräumt. 

    Eine erste Feststellung: Rund ein Viertel der ca. 4100 Wörter im 2021 Letter to Shareholders entfallen auf Absätze, in denen Bezos entweder die Vorwürfe dementiert, Amazon würde seinen Lagerhallenarbeiter schlecht behandeln oder Amazons neue Initiative beschreibt, der weltbeste Arbeitgeber mit den weltweit sichersten Arbeitsplätzen zu werden. 1170 Wörter zu Arbeitnehmerthemen sind enorm viel, wenn man bedenkt, dass der legendäre erste 1997 Letter to Shareholders überhaupt nur 1630 Wörter zählte, von denen bloß 126 den Arbeitnehmern galten – und wo maßgeblich ihre „Aufopferungsbereitschaft“ beschworen wurde.

    Lange schien Bezos – und mit ihm sein Konzern – nach dem Motto zu verfahren: „Einmal den Ruf ruiniert, lebt es sich herrlich ungeniert“. Vielleicht wird einem allerdings der Ruf doch wieder etwas wichtiger, wenn man sich mit wachsendem Alter fragt, was von einem zurückbleiben wird. Klar ist, Bezos will nicht als Menschenschinder in die Geschichte eingehen und versucht nun einiges zurechtzurücken:

    If you read some of the news reports, you might think we have no care for employees. In those reports, our employees are sometimes accused of being desperate souls and treated as robots. That’s not accurate. (…) Employees are able to take informal breaks throughout their shifts to stretch, get water, use the restroom, or talk to a manager, all without impacting their performance. These informal work breaks are in addition to the 30-minute lunch and 30-minute break built into their normal schedule.

    Ich lasse das mal so stehen, merke aber lediglich an, dass zahlreiche systematische Verstöße gegen arbeitsrechtliche Standards in verschiedenen Ländern von so vielen Mitarbeitern, Gewerkschaften und unabhängigen, vertrauenswürdigen Medien dokumentiert worden sind, dass man eigentlich nur zum Schluss gelangen kann, dass da etwas dran ist. Man darf ebenfalls annehmen, dass Bezos arg suboptimale Zustände in der Amazon-Fulfilment-Maschinerie lange Zeit wenn nicht aktiv so gestaltet, doch zumindest im Streben nach dem besten Kundenerlebnis billigend in Kauf genommen hat.

    So viel gibt er ja auch selbst zwischen den Zeilen zu. Mitten in einer Breitseite gegen Gewerkschaften heißt es dann plötzlich: „I think we need to do a better job for our employees.“ Später kommt dann folgender Schlüsselpassus:

    Despite what we’ve accomplished, it’s clear to me that we need a better vision for our employees’ success. We have always wanted to be Earth’s Most Customer-Centric Company. We won’t change that. It’s what got us here. But I am committing us to an addition. We are going to be Earth’s Best Employer and Earth’s Safest Place to Work.

    Danach folgen weitere 825 Wörter zu einem weiteren Engagement, das der scheidenden Bezos seinem Unternehmen auf die Fahne schreibt: The Climate Pledge. Amazon wolle schnell grüner werden. Auch hier bekommt man den deutlichen Eindruck, es schreibe einer mehr als ein Stück weit an seiner eigenen Geschichte und versuche auf den letzten Metern so einige Versäumnisse zu korrigieren. Weshalb es auch etwas wundert, dass der Begriff „tax“ lediglich einmal im Schreiben vorkommt. Denn neben der Missachtung der Arbeitnehmerrechte sowie den steigenden Emissionen durch den Betrieb von Lagerfläche, Lieferlogistik und Rechenzentren ist die Steuermoral immer der dritte Kritikpunkt, der an Amazon angebracht wird. Allerdings hat Bezos hier bereits vorgebaut: In einer überraschenden Wendung forderte er Anfang April selbst höhere Unternehmenssteuern! Auslöser war wohl, dass kein geringerer als US-Präsident Joe Biden Amazon namentlich unter den Unternehmen erwähnte, die seiner Ansicht nach allzu aggressiven Gebrauch von Steuerschlupflöcher machten. 

    Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass Amazon in meinen Augen seine politische Kommunikationsstrategie wohl deswegen vernehmbar in Richtung Versöhnlichkeit verändert hat, weil regulatorische Eingriffe mittlerweile eins der größten Risiken für den Fortbestand des Konzerns darstellen. Man könnte ja Amazon locker in einen Marktplatzbetreiber, ein Werbeunternehmen und einen Hosting-Anbieter aufspalten und hätte immer noch drei der größten Firmen der Welt (die übrigens meine Meinung nach auf längerer Sicht vielleicht kompetitiver wären, als der Großtanker Amazon es künftig noch bleiben wird…). Ob Bezos nun wirklich ein Geläuterter ist oder einfach nur jetzt so tut – um seines Rufs sowie um die Unversehrtheit seines Lebenswerks willen – , ist unwichtig. Ihm ist jedenfalls wohl klar geworden, dass Amazon künftig etwas mehr auf den Unterschied wird achten müssen zwischen dem, was es per Gesetz (oder eben per Gesetzeslücke) darf und dem, was es in den Augen einer zunehmend kritischen politischen Öffentlichkeit eigentlich sollte.

    Das sind natürlich alles Themen für seinen Nachfolger, Andy Jassy, dem er zum Schluss allerdings einen gewichtigen Gedanken mit auf den Weg gibt, der vor allzu viel Anpassung an äußeren Erwartungen warnt: „Differentiation is survival and the universe wants you to be typical.“ Mit einem ausführlichen Zitat aus dem Werk von Evolutionsbiologen Richard Dawkins beschreibt Bezos nichts Geringeres als die Eigenschaften vom Leben an sich: Die Unterscheidung und Abgrenzung von der unmittelbaren Umgebung. Wo es kalt ist, sind Lebewesen wärmer. Wo es trocken ist, halten Lebewesen Flüssigkeit. Arbeiten Lebewesen nicht daran, sich von der Umgebung zu differenzieren, sterben sie. Das Leben ist immer – und auch hier sehe ich in Bezos eine weitere norddeutsche Haltung (allerdings der etwas melancholischeren Sorte) – Streben, Anstrengung, Müh. 

    Bezos schließt sein Schreiben daraufhin mit folgendem Appell samt seiner bekanntesten Lösung: „Never, never, never let the universe smooth you into your surroundings. It remains Day 1.

    Es war aber nur so lange Day One, wie die Ausnahmeerscheinung Bezos an der Spitze seines Unternehmens stand – und nur so lange, wie der Markt und der Staat keine Antwort auf Amazon fanden. Beides ändert sich gerade. Jetzt kommt Day Two.

  • Amazon Dorf Talk – Amazon Update April 2021

    Amazon Dorf Talk – Amazon Update April 2021

    Heute gibt es einen bunten Blumenstrauß an Themen: Was war los bei Amazon im April 2021? Wir haben uns den 2020 Letter to Shareholders angeschaut und auch die neue Amazon App etwas genauer unter die Lupe genommen. Welche Änderungen wird bzw. gibt es in der Portfoliostruktur?

    • Intro
    • 2020 Letter to Shareholders (ab 1:25)
    • Die neue Amazon App – von der Suchmaschine hin zu Inspiration (ab 6:48)
    • Änderungen/Umdenken hinsichtlich Portfoliostruktur (ab 14:31)
    • Schlusswort (ab 25:43)

  • Was ist Amazons Business?

    Was ist Amazons Business?

    Es ist eins dieser schönen Zitate, die – losgelöst von seinem Urheber und in leicht abgewandelter Form – seit Jahrzehnten immer wieder die Runde machen: „The business of America is business.“ Damit soll der wirtschaftsfreundliche Präsident Calvin Coolidge einmal zusammengefasst haben, worum es in den USA geht: ums Geschäft. Auch Ronald Reagan soll das gesagt haben, sowie jede Menge andere Wirtschaftsliberale, die den Vorrang von ökonomischer Aktivität in der Politik der USA und nicht zuletzt in der Gesellschaft des Landes unterstreichen wollten.

    Heute möchte ich den altbewährten Spruch leicht zweckentfremden, um einen anderen Befund zu umschreiben: „Increasingly, the business of Amazon is Business.“  Was ich damit meine: Amazon Business, der seit 2015 bestehende B2B-Marktplatz des Seattler Giganten, wächst immer schneller und wird strategisch gesehen immer zentraler. Dabei gehen dieses Wachstum und die damit beginnende Verschiebung der Gewichte wegen der pandemiebedingten Explosion in den Amazon-B2C-Zahlen beinahe von der Fachöffentlichkeit vollkommen unbemerkt vor sich.

    Das ist ja insofern nachvollziehbar, als das Amazon insgesamt nach Berechnungen des Kollegen Grafs 2020 um 500 Millionen Dollar pro Tag gewachsen ist. Wenn der Konzern also, wie am 15. März 2021, eine Pressmitteilung herausgibt, in der es heißt, dass der Jahresumsatz von Amazon Business mittlerweile die 25-Milliarden-Dollar-Marke erreicht, sorgt das verständlicherweise nicht unbedingt für großes Aufsehen. Sind das umgerechnet doch gerade mal 50 der 366 Tage im Jahr 2020!

    Legt man aber die Amazon-Verkleinerungsbrille ab und betrachtet die Zahl 25 Milliarden Dollar für sich, wird einem wieder klar, worum es hier geht. Umso mehr, wenn man sich auch noch dazu ein paar Gedanken zur Natur des Marktes macht.

    Erst einmal zur Einordnung der Größe. Ja, Amazon mag für 2020 einen Umsatz von insgesamt kopfzerbrechenden, alle bisherigen Maßstäbe übertreffenden 386 Milliarden Dollar ausgewiesen haben. Schieben wir das aber gedanklich beiseite und fügen wir kurz, die 25 Milliarden Dollar – also: rund 20 Milliarden Euro – von Amazon Business in der Umsatztabelle der DAX-Konzerne ein. Siehe da: Nur Amazon Business erreicht bereits nach fünf Jahren Bestand einen guten Mittelfeldwert und ist so ungefähr gleich auf mit den Industriekonzernen Henkel (Gründunggsjahr 1876) und Linde (gegründet 1879).

    Von Null auf Henkel in nur fünf Jahren, also. Ohne die Corona-Supernova im etablierten B2C-Geschäft würde vermutlich Amazon Business die Schlagzeilen machen. Zumal sich die Kundenkartei zwischenzeitlich in einer veritablen „Best of“-US-Wirtschaft verwandelt hat – mit einer Sonder-Zustatz-Edition „Public Procurement“. Etablierte corporates wie Citigroup, Intel, Cisco und ExxonMobil sind in der Pressemitteilung nämlich genauso aufgelistet wie eine Tech-Firma wie Uber; ebenfalls dabei bei Amazon Business sind die Einkäufer von 45 der 50 US-Bundesstaaten und 90 der 100 größten Städten und Gemeinden, zudem eine Reihe von Universitäten, Krankenhäuser und anderen öffentlichen Einrichtungen. Das alles habe ich noch nicht in die für den deutschen Journalismus gängige Einheit „Saarland“ umgerechnet, aber das Einkaufsvolumen allein aus den Verwaltungen der Bundesstaaten dürfte das Mehrfache dessen aller Ministerien in Saarbrücken bei weitem übertreffen.

    Strategisch ist das natürlich von kaum zu unterschätzender Wichtigkeit, wenn sich Amazon neben den Löwenteil des Einzelhandels auch noch nennenswerte Prozente des Industriegroßhandels und nicht zuletzt große Volumina aus Bedarfskäufen durch die öffentliche Hand sichert. In die Zukunft projiziert also: „The business of Amazon is Business.

  • Amazon Dorf Talk – Wie verlief der Prime Day 2020?

    Amazon Dorf Talk – Wie verlief der Prime Day 2020?

    Am 13. und 14. Oktober 2020 fand der diesjährige Amazon Prime Day statt. Christian Otto Kelm und ich haben uns dazu einmal ausgetauscht. War der Prime Day 2020 erfolgreich und was können wir aus den Ergebnissen für das Weihnachtsgeschäft lernen?

    • Intro
    • Erste Einschätzungen zum Prime Day 2020 (ab 1:59)
    • Was führte zu dem diesjährigen Ergebnis? Ist Amazon überlastet? (ab 8:23)
    • Welche Probleme kamen durch den Prime Day 2020 bei Amazon ans Licht und was bedeutet das für den Weihnachtseinkauf in diesem Jahr? (ab 14:15)
    • Selbst Lego scheint in diesem Jahr hinsichtlich Weihnachtsgeschäft „planlos“ (ab 19:59)
    • Wer hat denn einen Plan für das diesjährige Weihnachtsgeschäft? (ab 23:37)
    • Daten zum Prime Day 2020 (ab 27:21)
    • Zusammenfassung und Abschluss (ab 34:52)