Monat: Juli 2017

  • Private Equity ist tot – lange lebe Private Equity! (1 von 4)

    Private Equity ist tot – lange lebe Private Equity! (1 von 4)

    Private Equity FondsWieso hört man eigentlich von den Heuschrecken der frühen 00’er Jahre jetzt so wenig? Für Private Equity Unternehmen müssten die Zeiten eigentlich glänzend laufen – die Limited Partner haben mehr Geld zu vergeben als jemals zuvor – sichere Anlageklassen laufen nicht mehr und dazu gibt es Geld auch noch fast ohne Zinsen. Ein nicht zu verachtender Hebel für die auf Finanz-Ingenieure angewiesenen Private Equity Fonds (PE Fonds). Allerdings führen diese unvorstellbar großen Mengen an Geld dazu, dass Kaufpreise erheblich ansteigen und Portfolio-Firmen dadurch in nicht seltenen Fällen unattraktiv werden. Das können wir aber in der Marktdynamik schon fast vernachlässigen: vielmehr beobachte ich nämlich, dass die Private Equity Firmen zurzeit ausgiebig mit ihrem Portfolio beschäftigt sind und dort erhebliche Probleme haben. Typische Private Equity Funds waren immer darauf ausgerichtet, die bestehenden Assets zu optimieren und innerhalb ähnlicher Parameter weiter zu entwickeln.

    Fehlendes Verständnis für die Herausforderungen der Digitalisierung

    Die Entscheider in üblichen Strukturen sind dabei ein bunter Mix aus Industriefachleuten und vor allem IVY League ausgebildeten Finanz- und Unternehmensberatern. Diese Investment Manager haben vor allem ein Problem – ihnen fehlt völlig das Verständnis für die Digitalisierung und die damit verbundenen Herausforderungen. Es reicht eben nicht mehr, das Unternehmen im bestehenden Markt zu optimieren. Oftmals haben sich die Vorzeichen völlig geändert, die Märkte gewandelt und das Optimieren in einer sterbenden Industrie bringt dann auch nichts mehr. Dazu kommt, dass die etablierten Portfoliounternehmen immer öfter rechts und links von digitalen Schnellbooten überholt werden, und dabei eigentlich nur noch überfordert zusehen können. (mehr …)

  • Controlling im digitalen Zeitalter

    Controlling im digitalen Zeitalter

    Im spannenden Podcast-Gespräch zwischen Alexander Graf und Florian Heinemann auf Kassenzone.de wird ein interessanter Punkt genannt: Florian geht darauf ein, dass bei digitalen Firmen eine neue Art des „Controlling“ für Konzerne notwendig ist. Hier führt er das Beispiel AboutYou an und macht deutlich, dass Konzerne für digitale „Start-Ups“ bzw. für digitale Geschäftsmodelle eine neue Art des Controllings entwerfen müssen. Hier stellt sich die Frage, wie dieses neue „Controlling“ denn aussehen sollte und was mit der alten Art des Controllings jetzt falsch läuft. (mehr …)

  • Zalando vor schwierigen Zeiten?

    Zalando vor schwierigen Zeiten?

    Bei Zalando wird zur Zeit ein gutes Ergebnis nach dem anderen gefeiert. Der Börsenkurs des Unternehmens steht bei knapp EUR 40 und somit deutlich höher als der Ausgabepreis von EUR 21,50 vor drei Jahren. Somit also alles in Butter beim deutschen Aktien-Digital-Vorzeigebeispiel? Adrian Hotz hat mich mit einem spannenden Hinweis auf die Aktionärsstruktur allerdings leicht ins Zweifeln gebracht.  (mehr …)

  • Blumentrauer – das Leid des einen ist Opportunität des anderen!

    Blumentrauer – das Leid des einen ist Opportunität des anderen!

    Mit einigem Schrecken hat die Start-up Welt in den letzten Tagen die Insolvenz von Bloomy Days aufgenommen. Die Anmeldung einer Insolvenz ist sicherlich kein leichter Schritt und grade für eine sehr im Rampenlicht stehende Gründerin keine einfache Entscheidung. Ich habe den größten Respekt für die Entscheidung und den offenen und klaren Umgang mit dieser Problematik. Eine Insolvenz ist ja immerhin dafür geschaffen einen geregelten Neunanfang zu erlauben. Wie aber kann so ein Neuanfang aussehen? (mehr …)

  • Contorion – Nur noch ein paar Tickets …

    Wir haben ziemlich zügig die DCD.net Events zum Thema Contorion in Stuttgart, Berlin und Hamburg besetzen können. In der B2B Industrie scheint der Gesprächsbedarf zum Thema Digitalisierung durch Akquisition nach wie vor stark vorhanden zu sein. Auf der Website findet ihr auch die Meinung von Lennart (Warenausgang) und Alex (Kassenzone) zu dem Deal. Spannend wird im Gespräch sicherlich auch die Fragestellung, wie genau die Integration eines digitalen Unternehmens in die Hoffmann Gruppe bewerkstelligt wird und welche Konflikte hier intern-/ und extern auftreten können. Das Akqui Hires an sich sehr gut funktionieren könne ist unbestritten aber die vielen negativ Beispiele zeigen auch, dass nicht der Deal an sich wichtig ist, sondern welche Strategie nach der Akquisition umgesetzt wird. Wir bleiben gespannt und ich freue mich auf den direkten Austausch mit den DCD.net Teilnehmern.

    Falls ihr es nicht mehr auf die Teilnehmerliste geschafft habt aber gerne dazu sprechen möchtet, dann kontaktiert Max direkt unter kontakt@digital-commerce-day.de.

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  • Berlin Valley Interview

    Hier der Link zum Interview mit Berlin Valley. In Deutschland oft diskutiert was ist der Unterschied zwischen Hamburg und Berlin? Eigentlich nicht viel und international bezeichnet man ein eine Fahrt von 1:42 als täglichen Commute (one way) 🙂

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    https://berlinvalley.com/interview-nils-seebach/

  • Recruitment 2.0

    Recruitment 2.0

    Der Nachwuchsmangel ist in der digitalen Industrie immer ein Thema. Alleine in unserem Firmennetzwerk sind über 200 Positionen nicht besetzt und die Suche nach guten Entwicklern wird von allen aus der Branche immer nur mit einem müden Lächeln quittiert. Grade in unsere Industrie überrascht es mich immer wieder, wie analog der Prozess von Unternehmen und Headhuntern betrieben wird. Bisher habe ich das Gefühl, dass einfach nur simple Prozesse optimiert wurden. Selbst neue Anbieter am Markt wie Personio – die eine wirklich gute Softwarelösung für Start-ups anbieten – fokussieren sich im Prinzip nur auf die Digitalisierung der Prozesse, aber nicht auf die neue Definition von Recruitment selbst. Xing und LinkedIn bieten eine bessere Suchfunktion innerhalb der Mitglieder, aber automatisierte Such- bzw. Matching-Prozesse befinden sich immer noch in den Kinderschuhen. Passives schalten von Anzeigen scheint immer noch die Hauptmotivation von LinkedIn, Xing, Stepstone und anderen Recruitment Plattformen zu sein. Zudem werde ich bei zahlreichen Headhuntern das Gefühl nicht los, dass dort am Anfang jeder Suche auch erst einmal ein Prakti mit einem Xing Premium Account auf die Nutzer angesetzt wird. Die spätere Qualifizierung erfolgt dann im persönlichen Gespräch, d.h. es ist ebenfalls immer noch ein sehr analoger Prozess.

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  • Cryptomanie – Blockchain und die Tulpen

    Crypto Währungen sind in aller Munde. Blockchain ist das neue Hype-Thema überhaupt und lässt jeden Fintech-Investoren voller Freude strahlen. Fast täglich kommen neue Anfragen über Social Media „wer kennt denn einen Blockchain Experten – ich hätte da mal eine Frage“. Alles gut und schön und sicher werden nach der Abreise der Glücksritter zum nächsten Trendthema (Facebook Anfrage: „Kenn da mal jemand Artifical Intelligence Bots mit Virtual Reality Kapazitäten für Voice Apps?“) zahlreiche Unternehmer gute und erfolgreiche Geschäftsmodelle zu diesem Thema bauen. Der momentane Hype rund um Bitcoin und andre Cyberwährungen lässt es mir aber kalt den Rücken runterlaufen: die Anzahl der Glücksritter, die über (meist illegale Wege) mit diesem Thema Geld verdienen, eine völlig unfähige Regulierung von der staatlichen Seite (wer zahlt eigentlich Steuern auf Einkommen bzw. Spekulationsgewinne von Bitcoin? – niemand! Genau!), und eine immer deutlicher erkennbare Spekulationsblase.

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