Schlagwort: Digitalisierung

  • Healthcare Innovation Weekend 2014 – Gestalte die digitale Zukunft im Gesundheitsbereich!

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    „Innovation, education and action” – unter diesem Motto ruft das Healthcare Innovation Weekend alle zum Pitchen auf, die eine vielversprechende Idee in den Bereichen Medizin, Pharma und Gesundheit haben.

    Vom 7. bis 9. März findet in Hamburg erneut das „Healthcare Innovation Weekend“ im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) statt. Visionäre, Professionals, Entwickler, Studierende und Designer entwickeln mit erfahrenen Coaches zukunftsträchtige Geschäftsmodelle, Websites und App-Prototypen für Medizin, Pharma und Gesundheit. Die besten Ergebnisse werden mit Preisen im Gesamtwert von 10.000,- Euro prämiert.

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  • Digital Commerce Day 2014 – E-Commerce an einem Tag!

     

    Digital Commerce Day

    Vorträge und Workshops für KMUs zu Online-Marketing, Technologie und Best Practices 

    „Soll ich online verkaufen? Wie werbe ich im Internet? Brauche ich eine mobile Website?“ – Antworten auf diese und andere Fragen bekommen kleine und mittelständische Unternehmen beim Digital Commerce Day am 8. April in Hamburg. Im Rahmen von Seminaren und Workshops erfahren die Teilnehmer alles über die neuesten Entwicklungen im E-Commerce und können sich in Sachen Online-Marketing und Technologie weiterbilden.

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  • Digitaler Umbau oder Insolvenz

    Balance is everything... In letzter Zeit sind die Verschiebungen durch den Ausbau von digitalen Vertriebskanälen bzw. Geschäftsmodellen wieder stark in der Publikumspresse präsent geworden. Firmen wie Praktiker und Max Bahr folgen den vielen Firmenpleiten, während andere etablierte Unternehmen radikal die Digitalisierung nach vorne bringen.  Springer verabschiedet sich aus dem Print Geschäft und verkauft unter anderem die Grundmauern auf dem der Konzern erbaut wurde. Während große Handelskonzerne immer mehr auf Digitalisierung setzen und hier auch gleichzeitig die Konzernnachfolge regeln.

    Hier macht es Sinn die Zahlen genau unter die Lupe zu nehmen. Zwei besonders prominente Beispiele sind die kürzlich veröffentlichen Ergebnisse der ProSiebenSat1 Gruppe und die von Axel Springer.  Beide Unternehmen sind konsequent in die Digitalisierung eingestiegen und ernten jetzt die ersten erfreulichen Ergebnisse.

    Die digitale Sparte von ProSiebenSat1 hat nicht nur Zugewinne bei den Umsätzen gezeigt, sondern hier auch ein EBITDA Zuwachs erzielt – wobei zu beachten ist, dass die Marge insgesamt gefallen ist  – sollte dieser Trend sich weiter fortsetzen, wäre auch hier ein Problem zu sehen. Insgesamt ist die Sparte aber gesund und erzielt Gewinne für das Unternehmen. Allerdings ist auch zu beachten, dass digitale Geschäftsmodelle auch die klassischen TV Medien positiv beeinflussen, da hier verstärkt auf TV Werbung gesetzt wird.

    Axel Springer hat sich nach dem Erfolgten Abstoß der Printmagazine nun vollständig auf das digitale Geschäft fokussiert. Das wird auch aus der Pressemitteilung klar, die alleine schon mit dem Titel die neue Ausrichtung klar aufzeigt „Axel Springer mit kräftigem Umsatz- und Ergebniswachstum im digitalen Geschäft“ – aber ist hier alles wirklich so positiv wie geschildert? Das digitale Geschäft trägt 45% des Ergebnisses bei und „das EBITDA der Digitalen Medien legte um 23,3 Prozent auf EUR 136,5 Mio. zu. Die EBITDA-Rendite des Segments stieg von 20,4 Prozent auf 21,3 Prozent.“ Auf den ersten Blick – ja – alles so positiv wie geschildert. Wobei natürlich zu sehen bleibt ob die knapp 7% organisches Wachstum gehalten werden können. Bei etablierten Geschäften wie dem Performance Marketing durch Zanox ist das jedenfalls nicht der Fall – hier sind die Rendite um 0,8% gefallen.

    Was interessant ist zu sehen, wie Springer diese Erfolge erzielen konnte und was dies für die angestrebte Digitalisierung von anderen Unternehmen bedeutet. Hier ist vor allem die Übertragung des „alten“ Geschäfts in die digitale Welt ein Profittreiber.

    Die höchsten Rendite werden bei den Konzernnahen Tätigkeiten im „Classified“ Bereich erzielt.

    “Den höchsten Beitrag zum erfreulichen Wachstum der Digitalen Medien lieferte die dritte Säule Axel Springer Digital Classifieds. Der Umsatz der Säule, zu der die Rubrikenportale SeLoger, Immonet, Immoweb.be, StepStone, Totaljobs und meinestadt.de gehören, wuchs im ersten Halbjahr um 31,9 Prozent auf EUR 197,1 Mio. (Vj.: EUR 149,4 Mio.). Der Umsatz legte sowohl organisch als auch durch Akquisitionen zu. Während sich das EBITDA der Säule um 29,6 Prozent auf EUR 82,5 Mio. (Vj.: EUR 63,7 Mio.) erhöhte, belief sich die EBITDA-Rendite auf 41,9 Prozent (Vj.: 42,6 Prozent).” 

    Dies bedeutet, dass die Strategie von Springer erst in bekannte Erlösmodelle im digitalen Bereich zu investieren auf gegangen ist. Auch andere Firmen sollten nicht direkt in völlig neue Modelle investieren, sondern aus der Springer Strategie die Lehre ziehen das alt bekannte zu digitalisieren, bevor reines Venture Investment Verhalten gezeigt wird.

    Wie geht es jetzt bei Springer weiter? Organischer Wachstum wird zukünftig zeigen, ob die Digitalisierung nachhaltig umgesetzt wurde. Allerdings  dürften durch die Verkaufserlöse der Printmedien in den nächsten Jahren auch Zukäufe nicht problematisch sein – daher können wir hier sicherlich auf viele neue Investments gespannt sein.

    Es gibt allerdings auch Firmen die diese Wende nicht mehr geschafft haben und nun erschreckende Ergebnisse publizieren müssen. Die Metro Gruppe Tochter MediaSaturn steigert zwar den Online Umsatz drastisch aber dies für einen hohen Preis –  die Sparte rutscht noch tiefer in die roten Zahlen als erwartet. Weiterhin wird hier eine Besorgnis erregende Erklärung gegeben „Decline in EBIT solely due to further price investments to successfully gain market shares.“ Der Einbruch bei der Profitabilität wird also mit Marktanteilskauf erklärt, nicht mit einer verfehlten digitalen Strategie? Wir das auch intern so gesehen? Was soll hier zukünftig zur Profitabilität führen bzw. was passiert nachdem die Marktanteile temporär eingekauft wurden? Geiz ist zwar geil aber zukünftige Profitabilität wäre sicherlich noch viel „geiler“.

    Die nächsten Pleiten sind sicherlich mehr eine Frage von Monaten als von Jahren.

  • Healthcare Anbieter müssen abspecken?

    Diät für HealthcareMüssen Anbieter im Healthcare Bereich bald gehörig abspecken? Weight Watchers hat es bereits getroffen. Die Firma hat bereits mehr als 1/3 ihres Börsenwertes verloren und vor kurzem musste der CEO seinen Hut nehmen.

    Dies wird hauptsächlich auf verändertes Konsumentenverhalten zurück geführt. Konsumenten fragen jetzt nicht mehr die beste Freundin, wie Gewicht wirksam reduziert werden kann, sondern – wie bei so vielen alltäglichen Fragen – wenden sich an Ihr Telefon. Hier stehen dann nicht mehr die traditionellen Firmen im Vordergrund, sondern die kostenlosen und einfach zu nutzenden Apps. Wie überall bei der digitalen Revolution zeigen als erstes die Firmen mit direktem Konsumentenkontakt, dass sich ihr Geschäftsmodell nicht länger halten lässt. Diese Entwicklung wird sich auf auf weiter nach hinten gelagerte Elemente der Wertschöpfungskette übertragen. Pharma Firmen, Krankenversicherung, Ärzte und andere Anbieter werden sich daran gewöhnen müssen, dass Konsumenten informiert sind und andere Angebot wahrnehmen.

    Eine hoch interessante Branche im Umbruch. Es wird sich zeigen, ob die Manager in dieser Industrie die kostspieligen Fehler der Handels- und Verlagsbranche wiederholen werden oder sich sofort mit „best-in-class“ Ansetzen an die Spitze der digitalen Umstellung setzen werden. Wie bereits im Beitrag davor gesehen, werden grade an allen Ecken und Enden Healthcare Inkubatoren eröffnet. Ob dieser Trend zum Erfolg führt wird sich erst in einigen Jahren zeigen – das bisherige Portfolio der US Inkubatoren ist unser Meinung nach nur sehr, sehr limitiertes Blockbuster potential. Daher ist es fraglich, ob die Externalisierung der digitalen Innovation ausreichen wird, um die etablierten Firmen der Healthcarebranche vor dem „digitalen Sturm“ zu retten.

     

  • Pharma Vertrieb 2.0

    Healthcare im WandelAls wir vor ca. zwei Jahren begonnen haben im Pharma/Healthcare Umfeld für einige Kunden zu arbeiten, konnten wir uns nicht wirklich vorstellen, warum „Big Pharma“ sich abseits von einer hübschen Webseite und dem gepflegten Twitteraccount überhaupt um das Thema Online/Sales kümmern sollte. Eine Industrie die mit 15-25% EBITDA Margen arbeitet, gigantische Konzerne hervorgebracht hat und in der Außensicht eher F&E und nicht vertriebsorientiert funktioniert. Da haben wir uns aber kräftig geirrt, denn es gibt drei sehr wichtige Faktoren, die das Thema „Digital Sales“ in diese Unternehmen mit Nachdruck auf die Agenda bringen. Das wären:

    • Das Big Pharma Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr richtig. Die Entwicklung neuer Medikamente wird a) immer teurer und b) lassen sich durch gesetzliche Einschränkungen damit langfristig keine passenden Margen mehr verdienen. Weiterhin verändert sich das (End-)Kundenverhalten stark und immer mehr Informationen werden digital verbreitet.
    • Die Pharma Kunden (Patienten, Ärzte, Apotheker…) können durch das Internet mittlerweile sehr transparent auf Medikamenteninformationen zugreifen (Wirksamkeit, Nebenwirkung, Zufriedenheit…) und sind nicht mehr auf die Vertriebsprofis der Industrie angewiesen. Die Vertriebseffizienz nimmt also stark ab.
    • Es gibt einen latenten Trend bei Kunden und Kassen in vorbeugende Maßnahmen zu investieren. Das können u.a. Apps zur Blutdrucküberwachung sein, aber auch Incentivierungssysteme für Sport & Ernährung. Das Pharmabudget wird also beschnitten.

    Diese Entwicklungen führen dazu, dass in einigen Pharmaunternehmen mehr als bisher für das Thema Digital getan wird. Bisher waren das eher F&E Aktivitäten, die sich in hübschen Facebookseiten, schickeren Datenbanken für Endkunden oder schönen Konferenzen nach außen gezeigt haben. Jetzt wird aber angefangen darüber nachzudenken, ob man anders als bisher mit seinen Kunden kommunizieren muss und ob abseits der Wirkstoffentwicklung neue Geschäftszweige entstehen können. Genau an diesem Themen arbeiten wir.

    Wir rechnen stark damit, dass die ersten Healthcare Incubatoren in den USA (Rockhealth) oder in Deutschland von BAYER nur die Spitze des Eisberges sind.

    In exchange for reasonable rent, ready-to-use labs and access to Bayer’s resources, the German corporate giant will seek “preferred access to partner with the young companies” (likely with some form of investment during or after their period of stay).

    Spannende Zeiten.

  • Digitalisierung der Verlagsbranche

    PapierkaufmannLangsam haben auch die großen deutschen Unternehmen verstanden, dass die Digitalisierung nicht mehr nur ein Trend ist, sondern hier tektonische Verschiebungen in der globalen Wirtschaft passieren. Es geht hier nicht mehr um das „nice to have“ Investment in Start-Ups um die Innovation nach außen zu verlagern, sondern um das Überleben von etablierten Firmen deren Geschäftsmodell durch die Digitalisierung zerstört wird. Vor Kurzem hat die OTTO Group sich entschieden, nicht mehr zu kleckern, sondern mit einem Investment von EUR 250m auch zu klotzen – Details hierzu könnt ihr bei Kassenzone nachlesen. Jetzt hat allerdings auch Springer mit einem Paukenschlag die Umwälzungen im Verlagsumfeld für alle hörbar gemacht. Die Lösung von den „old economy“ Printverlagen wird dazu genutzt um die Digitalisierung des Konzerns noch konsequenter voran zu treiben.

    Die Verlagsindustrie wird Ihre Ausrichtung nachhaltig verändern und das Verhalten von Springer war eine logische Konsequenz basierend auf dem digital gesteuerten Verhalten von Konsumenten und auch in Konsequenz von Werbeausgaben. Die bisher beste und am weitesten entwickelte Analyse zu diesem Thema habe ich hierzu bei „Indiskretion Ehrensache“ von Thomas Knüwer gefunden. Viel Spaß beim Lesen!

    Übrigens: am interessantesten sind neben dem lesenswerten Artikel auch die Kommentare von einzelnen Lesern.