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Aktien Archive

Mittwoch

20

Mai 2015

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Der Handel oder die Hoffnung von morgen?

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Money! Mit großem Interesse verfolge ich seit einiger Zeit den K5 Fond/Depot von Exciting Commerce Herausgeber Jochen Krisch und Zooplus Gründer Sven Rittau. Sowohl der Investment-Mix aus bis dato 6 E-Commerce Aktien und die bisherigen Erfolge des Portfolios sehen schonmal spannend aus. Weiterhin finde ich es als „Digitaler“ natürlich auch spannend die Entwicklungen und Trends an den öffentlichen Märkten nach zu vollziehen. Vor allem durch die tägliche Arbeit mit zahlreichen digitalen Themenblöcken und vertrauliche Einsichten in die Entwicklung von Firmen, entwickelt man eine völlig andere Wahrnehmung des Marktumfeldes als es in den öffentlichen Handelsabläufen ersichtlich wird. Diese Einsichten führen dazu, dass man manches an den öffentlichen Märkten kritischer beurteilt – daher habe ich auch einige Bedenken am Konzept des K5 Fond/Depot und ich zweifle noch etwas an dem Vorhaben, da die Markteckdaten für mich nicht stimmig sind.

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Samstag

25

Oktober 2014

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Amazon – kaufen oder verkaufen?

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Die irrationalen Entscheidungen der Finanzmärkte haben manchmal Vorteile. Der Aktienpreis von Amazon ist im Verlauf des Tages (24/10/2014) teilweise um 10% eingebrochen. Hätte es Sinn gemacht das Portfolio aufzufüllen , wenn man an einem langfristigen Investment Interesse hätte? Schaut man sich den Verlauf des Aktienpreises an, dann muss das nicht unbedingt sein. Die Aktie ist zwar vom hohen Niveau runtergekommen aber auf 10 Jahressicht gesehen kauft man immer noch so ziemlich an der Bewertungsspitze. (mehr …)

Mittwoch

23

Juli 2014

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Media Markt Saturn – Die Dinos kommen!

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prehistoric bankHier ein spannendes Update zu den Handlungsoptionen für Media-Markt Saturn. Anscheinend waren mein Artikel 🙂 und die Kommentare dazu nicht ausreichend und die Metro hat sich mit der Deutschen Bank nun old-economy Hilfe ins Haus geholt um die strategischen Optionen zu beleuchten. Herr Kellerhals hat bereits Morgan Stanley mit dabei. Ob allerdings diese beiden Dino-Banken hier helfen können? Finanztransaktionen und hektische M&A Tätigkeiten, mit denen diese Banken ihr Geld verdienen, werden dem Geschäftsmodell nicht helfen.

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Montag

7

Juli 2014

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Media Markt-Saturn – was nun? was tun?

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WandAus meinen bisherigen Beiträgen wird ersichtlich, dass ich nicht der größte Fan der bisherigen Leistung der Media Markt- Saturn Group bin. Die verfehlte Geschäftspolitik war auch wieder in den jetzigen Quartalszahlen erkennbar. Das Unternehmen verliert ständig an Umsatz und die noch bestehenden Umsätze kommen immer stärker durch den unprofitablen Online Kanal. Das ist ein Problem. Das Geschäftsmodell ist außerdem fehlerhaft und dem Unternehmen geht es insgesamt einfach nicht mehr gut.

Wenn ich jetzt die Jobanzeige für den CEO sehe und mir vorstelle, diesen Job zu haben oder aber ein Restrukturierungsmandat über eTribes für Media Markt- Saturn zu übernehmen, dann stelle ich mir mir die Frage: „Was jetzt?“. Sicherlich ist es aus einer externen Perspektive einfach, die Kritik an der bestehenden Strategie zu formulieren, aber konstruktive Vorschläge zum weiteren Vorgehen zu geben, ist nicht so einfach. Was würde ich denn als CEO von Media Markt-Saturn jetzt machen? Welche Strategie würde ich einführen?

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Mittwoch

28

Mai 2014

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Zooplus – Papiertiger oder 800-pound Gorilla?

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Frustrated Monkey In Business SuitWie bereits von Jochen beschrieben, hat Zooplus vor kurzem die aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht. Für den weiteren positiven Verlauf der Aktienentwicklung steht jetzt die Frage im Raum, ob die ersten Vorsteuergewinne der Beginn einer profitablen Entwicklung sind oder ob es nur ein kurzer, vom Management durch reduzierte Marketingausgaben gesteuerter, Ausflug in die Profitabilität ist, um den Aktienkurs weiter zu beflügeln oder andere unternehmerische Ziele zu erreichen. Ist Zooplus also ein Papiertiger, der bald zusammenfallen wird oder der 800-pound Gorilla der im durchaus attraktiven Tierbedarf-Markt eine dominante Position eingenommen hat?

Die Aktie von Zooplus befindet sich zur Zeit in der Nähe der 60-€-Grenze und hat nach einer negativen Entwicklung im Jahr 2012 in 2013/14 eine sehr gute Performance gezeigt. Der momentane Stand der Aktie zeigt erhebliche Investitionsbereitschaft und eine ungebrochene Erwartung des Marktes in zukünftige Gewinne bzw. Kurszuwächse. (mehr …)

Montag

17

Februar 2014

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Zalando Börsengang: Schrei vor Glück but keep calm and carry on!

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Keep Calm BusinessmanEs wird zur Zeit viel über den Zalando Börsengang spekuliert. Den einen ist das Wachstum um 52% auf 1,76Mrd EUR zu wenig und den anderen fehlt es an Verständnis für die mangelnde Profitabilität des schnell wachsenden Moderiesens. Es scheint jedoch klar, dass die Erwartungen der bestehenden Investoren nur noch durch einen Börsengang erfüllt werden können. Hier werden dann auch immer wieder New York und Frankfurt als mögliche Börsenplätze für eine IPO ins Spiel gebracht. Wobei den deutschen Investoren die mangelnde Profitabilität und den amerikanischen Geldgebern das etwas zu langsame Wachstum und die völlige Unbekanntheit von Zalando in den USA die Stimmung vermiest. Vor allem in Deutschland sind vergleichbare IPOs nicht zu finden und sehr unbedarfte Statements wie in diesem Artikel zeigen, dass deutsche „Experten“ noch nicht das Potential von unprofitablen Firmen verstanden haben. Sowohl Amazon als auch Twitter zeichnen sich ja bekanntlich nicht für ihre Profitabilität aus, haben aber Investoren extrem hohe Gewinne ermöglicht.

IPOs leben aber immer von den Geschichten, die die Fantasie der Investoren beflügeln. Daher finde ich es erstaunlich, dass die LSE (London Stock Exchange) nicht als klares IPO Ziel benannt wurde. Hier findet sich eine gute Mischung aus anglo-amerikanischen und europäischen Investoren, die Interesse an einer IPO haben könnten. Weiterhin ist ASOS dort bereits gelistet und hat Investoren eine schöne Equity Story durch die Entwicklung des Börsenkurses gezeigt.

ASOS Share Price

Dies wäre doch eine schöne Geschichte: Um gegen Amazon und zum Teil eBay zu bestehen, müssen sich größere Player am Markt etablieren. Was ist leichter als der Merger von zwei online Modehäusern, die in unterschiedlichen Märkten stark vertreten sind? Sind diese auch noch an der gleichen Börse gelistet, steht einem Merger der beiden Davids gegen den Goliath Amazon nichts mehr im Wege. Durch diese Geschichte wäre sowohl das Problem des Wachstums als auch das der Profitabilität aus dem Weg geräumt. Sicherlich finden und fanden bereits Gespräche zwischen den beiden Firmen statt, da diese Verknüpfung sicherlich nicht zu übersehen ist und zwischen den Firmen ja bereits im Gesellschafterkreis Verknüpfungen bestehen. Es bleibt abzuwarten, ob nicht sogar eine Übernahme und ein damit verbundener Share Deal die eigenständige IPO von Zalando ersetzen könnte.

Montag

19

August 2013

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Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – IPO Plattform bringt noch keine IPO Kultur –

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Kapital durch IPO?Die Bundesregierung in Person von Philip Rösler (FDP) profiliert sich passgenau vor der Bundestagswahl mit immer wieder neuen Start-Up Ideen, Zuschüssen und Initiativen. Dieser Schritt in Richtung einer politisch unterstützten Start-Up-Förderung in Deutschland ist sehr wichtig und sendet auch ein richtiges Signal an die vielen deutschen Start-Ups und jungen Unternehmer. Einige Initiativen sind bereits jetzt implementiert worden und zeigen schon eine Wirkung bzw. sind eine absolute Bereicherung für den Standort Deutschland.

Heute wurde das Projekt „Neuer Markt 2.0“ öffentlich gemacht. Hierbei geht es darum, den schnell wachsenden Start-Ups einen potentiellen weiteren Exit-Weg zu ermöglichen. Die Möglichkeit der IPO (Initial Public Offering) d.h. des Börsengangs wird in Deutschland von Gründern schon lange nicht mehr debattiert, da es in den letzten Jahren keine besonders erfolgreichen IPOs gegeben hat und weder Investoren noch die so langsam ausklingende Finanzkrise machen diesen Exit-Kanal attraktiver. Insgesamt ist das Volumen weltweit nicht besonders vielversprechend und selbst die IPOs von Branchenführern wie Facebook sind von den Märkten bestenfalls verhalten betrachtet worden. Auch die Berater, die einen Börsengang zur Geldgewinnung benötigen, können das IPO Volumen in Deutschland nur begrenzt schön reden.

Nun startet die Bundesregierung den Vorstoß ein neues Marktsegment zu eröffnen um das IPO-Fieber in Deutschland wieder zu entfachen. Diese Initiative hat sicherlich den Vorteil, die IPO-Kosten und Restriktionen weiter zu lockern, um möglichst vielen Kandidaten die IPO zu ermöglichen – dies kann sicherlich auch erfolgreich zwischen dem Verband der deutschen Start-Ups, der Bundesregierung und der Deutschen Börse ausgehandelt werden. Doch ist das nur ein unwesentlicher Aspekt im Vergleich zur Gemütslage der Investoren. Bei einer IPO geht es darum, dass der Markt eine Firma akzeptiert und bereit ist in diese Firma Geld zu investieren. Eine attraktivere Plattform hierfür zu schaffen ist sicherlich ganz nett, aber in keinem Fall ausreichend. Die notwendige Liquidität und somit der Investorenappetit für IPOs von Start-Ups benötigt viele andere Grundlagen.

Zuerst müssen genügend Banken bereit sein, die IPO-Kandidaten nicht nur zur betreuen, sondern den Markt durch beständige Broker Coverage bzw. Broker Reports auch informiert zu halten. Wie soll die Initiative das in der rückläufigen Bankenlandschaft garantieren? Ich gehe davon aus, dass jeder neue IPO-Kandidat allerwenigstens von 5 Banken begleitet werden sollte, um wirkliche Liquidität zu bieten. Gibt die deutsche Bankenlandschaft das noch her? Weiterhin finde ich das Verständnis von Business Analysten gegenüber Start-Ups aus der 2.0 Welle im besten Fall antiquiert. Hierzu werde ich noch einen längeren Beitrag schreiben, aber die traditionellen DCF, Peer-, Market-Comps-basierten Bewertungsmodelle sind einfach nicht ausreichend um das tatsächliche Marktpotential von Start-Ups 2.0 zu zeigen und vor allem das Echte Potential für Investoren klar darzustellen.

Im nächsten Schritt müssen Anleger und Kapitalgeber überzeugt werden, dass diese Investitionskategorie überhaupt interessant ist. Dies würde sicherlich durch einen besseren Broker Coverage angestoßen werden, allerdings ist dieses Verständnis nur die Basis für institutionelle Investoren ihre Investmentkriterien zu ändern – dieser Prozess dauert lange und kann nicht bzw. nur sehr wenig politisch beeinflusst werden. Daher erwarte ich eher einen Zeitraum von 3-5 Jahren bis potentielle institutionelle Investoren erstens ein Verständnis aufgebaut haben und zweitens ihre Investitionsrichtlinien geändert haben um signifikante Liquidität(EUR750m+) für den Start-Up 2.0 IPO Markt zur Verfügung zu stellen.

Eng verbunden mit den zwei Themen ist die „Anschlussfinanzierung“, d.h. das notwendige Interesse von weiteren Investoren weitere Liquidität im Markt zu garantieren. Dies ist natürlich abhängig von der betriebswirtschaftlichen Fähigkeit der Firma, das vom Markt zur Verfügung gestellte Kapital erfolgreich einzusetzen, aber auch von dem Interesse weiterer Investorenkreise nach einer IPO. Auch dies wird sich nicht von heute auf morgen materialisieren.

Im letzten Schritt müssen die richtigen Start-Ups überzeugt werden diesen Weg auch zu gehen. Eine IPO ist teuer, aufwendig und vor allem sehr publik. Hier besteht ein signifikantes Risiko für Unternehmen sich mit dem Prozess zu verzetteln bzw. das Geschäft durch zu starke Ablenkung des Management-Teams zu gefährden. Dies ist zwar auch der Fall bei einer „traditionellen“ Finanzierungssuche, aber diese Prozesse sind höher standardisiert, es gibt hierfür zahlreiche Beispiele und sie sind normalerweise nur in einem kleinen Kreis von potentiellen Investoren bekannt. Eine IPO-Vorbereitung ist wesentlich komplexer und nach der Veröffentlichung sicherlich auch nicht einfacher. Daher frage ich mich, ob es viele Firmen gäbe, die sich nach einer Risikoabschätzung für diesen Weg entscheiden würden? Mir fallen dazu aus der deutschen Start-Up-Landschaft nur eine handvoll Firmen ein, für die eine IPO relevant sein könnte.

Insgesamt finde ich die Initiative der Bundesregierung sehr sinnvoll, aber die Idee muss noch wesentlich weiter ausgearbeitet werden. Die Plattform ist sehr interessant, aber dies wird Kapitalgeber, Marktbeobachter und Berater nicht sofort dazu bringen ein liquides und erfolgreiches IPO-Umfeld zu schaffen. Es bleibt weiterhin zu hoffen, dass solche Initiativen auch nach der Wahl im September aktuell bleiben und weiter nach vorne gebracht werden.